Whisper Penny

z.B. Dämpfer, Übungsgeräte...

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Whisper Penny

Beitragvon Dobs » Freitag 13. März 2015, 11:41

Michael T. Otto hat ein neues Gadget auf den Markt gebracht:

http://www.whisper-penny.de/#startup

Damit kann jetzt (fast) jeder wie Till Brönner klingen. Interessante Idee. Ich hatte vorher schon mal gehört, dass man den typischen "airy" sound auch hinbekommt, indem man sich eine Unterlegscheibe ins Mundstück legt. Der Whisper Penny scheint dieses Funktionsprinzip aufzunehmen. Braucht man das? Wohl nicht. Aber zum herumspielen und coole Effekte keine schlechte Spielerei.
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Re: Whisper Penny

Beitragvon OndraJ » Freitag 13. März 2015, 12:06

Funktioniert auch hervorragend mit einem kleinen Plastik-Knopf, von z.B. von einem Hemdkragen.
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Re: Whisper Penny

Beitragvon Dobs » Freitag 13. März 2015, 12:31

OndraJ hat geschrieben:Funktioniert auch hervorragend mit einem kleinen Plastik-Knopf, von z.B. von einem Hemdkragen.


Tatsächlich? Hast Du das mal ausprobiert? Bleibt der Knopf beim Spielen zuverlässig in Positon oder besteht die Gefahr, dass man ihn beim Spielen im Mund aufnimmt oder beim Absetzen des Horns verliert.
Ich vermute die gebogene nadel am ende des whisper pennys ist unter anderem dazu gedacht, das zu vermeiden.
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Re: Whisper Penny

Beitragvon Maxbert » Freitag 13. März 2015, 13:26

Wenn das Teil nicht unverhältnismäßig teuer ist, finde ich es echt interessant.
Gibt es schon Auskünfte zum Preis?

Edit: Hab gerade bei Facebook gesehen, dass 39€ verlangt werden.
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Re: Whisper Penny

Beitragvon Maxbert » Freitag 13. März 2015, 16:56

Hab mal einen kleinen Versuch gemacht.
Bei meiner Mutter im Nähkästchen habe ich kleine Metallknöpfchen gefunden, die im Prinzip allein ins Mundstück gelegt schon den gewünschten Effekt erzielen. Damit das Knöpfchen nicht verrutscht habe ich eine aufgebogene Büroklammer mit Sekundenkleber im Loch in der Mitte befestigt. Das passt genau und hält. Die Büroklammer muss man einfach ein wenig biegen und schon hält alles perfekt im Mundstück.
Hier ein Foto:
Bild

Ich hab mal ein schnelles Hörbeispiel gemacht:
https://www.youtube.com/watch?v=B08wt7h ... freload=10

Das Produkt von Otto würde ich trotzdem gerne mal zum vergleich spielen.
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Re: Whisper Penny

Beitragvon Blind Wolf » Samstag 14. März 2015, 15:54

Und wie bekommt man den airy-Sound ohne Hilfsmittel hin?
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Re: Whisper Penny

Beitragvon thomasfrasch » Samstag 14. März 2015, 16:17

Blind Wolf hat geschrieben:Und wie bekommt man den airy-Sound ohne Hilfsmittel hin?



Ein paar Wochen nicht üben? :lol:
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Re: Whisper Penny

Beitragvon Dobs » Samstag 14. März 2015, 17:45

Blind Wolf hat geschrieben:Und wie bekommt man den airy-Sound ohne Hilfsmittel hin?


Bobby Shew, von dem Till das angeblich "gelernt" hat, hat mir das mal grob so erklärt, dass man den Ton mit sehr grosser Lippenöffnung und "offenem" Kiefer spielen soll und gleichzeitig mehr Luft gibt. Fraglich, ob die Erklärung allein ausreicht. Aber so ähnlich scheint es zu funktionieren.
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Re: Whisper Penny

Beitragvon Blind Wolf » Samstag 14. März 2015, 18:00

OK, danke.
In dieser Woche war Brönner ja zu Gast bei Bayern2 in der Reihe "1:1", da wurde auch relativ zu Anfang ein Stück von Brönner gespielt, wo diese Spielart sehr gut, wenn auch kurz, zu hören war. Leider sang Brönner auch (man möchte meinen: aus Frackigkeit), das hätte er sich besser verkneifen sollen, höre auch Chet Baker. Beide können nicht singen, taten es aber trotzdem, statt Trompete zu spielen.
Bei mir ist es eher umgekehrt :-)
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Re: Whisper Penny

Beitragvon buddy » Samstag 14. März 2015, 19:06

Blind Wolf hat geschrieben:Beide können nicht singen, taten es aber trotzdem,...

Auf ich wirkt Chet Baker als Sänger bei vielen seiner Stücke berührend, Till Brönner nie.
"What'll I Do" ist ein gutes Beispiel dafür von Bakers Comeback-Album "She was too good to me" von 1974:

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Re: Whisper Penny

Beitragvon Blind Wolf » Samstag 14. März 2015, 20:27

Hi Buddy,
habe mir soeben auf deinen Hinweis hin diesen Song angehört. Da kann man wahrscheinlich doch geteilter Meinung sein, will sagen: ich bleibe bei meiner. Es mag sein, dass sowohl Trompete als auch der Gesang zum Inhalt des Songs passen, mag sein. Insgesamt scheint mir alles aber ein wenig zu weichgespült (Stichwort Streicher), und ich mag Chets Singstimme einfach nicht, das ist klar Geschmackssache, mehr nicht.
Ich mag einfach coole Sachen lieber, mal abgesehen vom Chicago Jazz, der natürlich hier nichts zu suchen hat.
Ich kann mir aber vorstellen, wenn man in einer entsprechenden Stimmung ist, trifft der Song und diese Interpretation genau ins Schwarze.
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Re: Whisper Penny

Beitragvon OndraJ » Freitag 20. März 2015, 10:07

Dobs hat geschrieben:Tatsächlich? Hast Du das mal ausprobiert? Bleibt der Knopf beim Spielen zuverlässig in Positon oder besteht die Gefahr, dass man ihn beim Spielen im Mund aufnimmt oder beim Absetzen des Horns verliert.
Ich vermute die gebogene nadel am ende des whisper pennys ist unter anderem dazu gedacht, das zu vermeiden.


Ja habe ich ausprobiert. Jedoch nicht bei Auftritten, nur zuhause. Welcher Knopf das genau war kann ich auch nicht mehr sagen, aber ein kleiner falcher.
Ich habe es nur mit einem tiefen Flügelhornmundstück versucht.
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Re: Whisper Penny

Beitragvon Bixel » Mittwoch 25. März 2015, 21:35

Mich plagt mal wieder das Gewissen, und ich bitte um Rat aus kundigen Munde:
Dürfte ich meine nach dem vom User Maxbert beschriebenen Strickmuster gebastelte Kopie (Materialwert des Plagiats: ca. 9 ct) in der Öffentlichkeit straffrei benutzen, sofern sich ein patentiertes Original im heimischen Tresor befände, oder verhält es sich rechtlich gesehen ähnlich wie bei käuflich erworbenen Noten, wo grundsätzlich nur Originale Verwendung finden dürfen?

:?
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Re: Whisper Penny

Beitragvon Singvögelchen » Donnerstag 26. März 2015, 23:27

Hallo Bixel, ich bin ja nun kein Patentanwalt, aber es sollte doch fast zu den Menschenrechten gehören, dass man sich Dinge aller Art in beliebige Öffnungen stecken darf nach Lust und Laune. Privatsache sozusagen. Sich dieses Dingens patentieren zu lassen und auf großen Umsatz zu hoffen, finde ich schon seeeehr mutig.

Wer auf diesen Klang abfährt, den kann ich, ganz diplomatisch ausgedrückt, nicht so richtig verstehen. Einfach gruselig, wenn man, wie ich, seit Jahr-zehnt-en versucht, sich einen rauschfreien Ton anzutrainieren...dennoch Dank an Maxbbert für die nette Bauanleitung , kann man ja mal verwenden, wenn es besonders gut bezahlt wird. :D
Ich hab mal ein Mundstück geerbt, Tilz MB1, sowas von eng und flach, damit klingt es (bei mir) ähnlich wie mit Knopf im großen Mundstück.
"Das Modell MB 1 ist das Mundstück für den sinfonischen Bläser und klassischen Solisten mit vollem, großvolumigen Klang." das war jetzt gerade der zugehörige Werbetext auf der Website von Tilz dazu :lol: :lol: :lol: hab grad gesehen, MB 2 ist noch`n Zacken extremer, uiuiui
:trumpet2: :trumpet2: :trumpet2:


Morgen werde ich mal die Murmeln meiner Kinder, Spiralfedern und Kuliminen in die Ventilbögen hineinoperieren, mal schauen, wie sich das dann anhört; Hauptsache, kein Komponist in der Nähe, der das dann in echt verlangt. :evil: Keine Angst, ich hab ne "Schlechtwettertrompete" für solche Zwecke :)
Liebe Grüße vom Singvögelchen!


"Blas schön rein, dann kommts schön raus!"
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Re: Whisper Penny

Beitragvon gozilla » Freitag 27. März 2015, 09:21

Dobs hat geschrieben:
Blind Wolf hat geschrieben:Und wie bekommt man den airy-Sound ohne Hilfsmittel hin?


Bobby Shew, von dem Till das angeblich "gelernt" hat, hat mir das mal grob so erklärt, dass man den Ton mit sehr grosser Lippenöffnung und "offenem" Kiefer spielen soll und gleichzeitig mehr Luft gibt. Fraglich, ob die Erklärung allein ausreicht. Aber so ähnlich scheint es zu funktionieren.


Moin Dobs,
das stimmt wohl aber der Meister B macht live immer auch sehr sehr viel mit Elektronik...also so richtig pur ohne alles hab ich Ihn noch nie gehört.
Gruß G
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