Soundeigenschaften Flügelhornschallbecher

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Jamer
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Soundeigenschaften Flügelhornschallbecher

Beitrag von Jamer » Donnerstag 17. November 2016, 20:48

Liebe Forumsgemeinde,

ihr wisst ja, ich mags beim Flügelhorn gerne dunkel und rauchig.
ich habe eine Frage betreffend Flügelhornschallbecher: Bedeutet je größer der Schallbecherdurchmesser, desto dunkler der Sound des Instrumentes?
Diese Aussage deckt sich zwar bei manchen Einzelnen Herstellern (zB Adams, die neuen Courtois, Benge, uvm) aber nicht bei allen:

Neulich hatte ich ein altes (kleines) Cousenon Flügelhorn in der Hand, verglichen mit einem Adams F2 mit 170cm Schallbecherdurchmesse und was soll ich sagen?
Vom sound her war der alte Franzose wesentlich geiler, dünkler und rauchiger wie das Adams teil. Normalerweise dürfte das doch nie so sein, oder, physikalisch gesehn?
Denn ein kleiner Schallbecher produziert doch wesentlich mehr Obertöne als ein großer?

Jetzt bin ich wieder unschlüssig, ob es zwingend ein Flügelhorn mit 170cm Schallbecherdurchmesser sein muss.
Liebäugle ja ein Courtois 154 mit rose bell, aber ich frag mich obs für meinSoundideal nicht was preiswerteres gibt, im Perinetbereich.

Aufjedenfall hat mich diese Erfahrung jetzt wieder unschlüssiger gemacht.

Jamer

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RealC
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Re: Soundeigenschaften Flügelhornschallbecher

Beitrag von RealC » Donnerstag 17. November 2016, 21:37

Ich vermute eher, dass beim - im Vergleich zur Trompete - "konischer" gebauten Flügelhorn der Rohrdurchmesser von Anstoß bis Schallstückbogen, die Mensur des Bechers und das Gewicht ebenfalls eine enorme Rolle spielen.

Ich spiele das "kleine" 155mm Hub van Laar Oiram (Modell Ack), ein Satzkollege das "große" 170mm Oiram (Modell Sandoval). Seines klingt breiter mit etwas weniger Kern, aber nicht rauchiger oder dunkler.

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Re: Soundeigenschaften Flügelhornschallbecher

Beitrag von buddy » Donnerstag 17. November 2016, 21:52

Jamer hat geschrieben:ich habe eine Frage betreffend Flügelhornschallbecher: Bedeutet je größer der Schallbecherdurchmesser, desto dunkler der Sound des Instrumentes?
Nein, ich würde eher Real_C zustimmen. Der Verlauf des Konus hat einen Einfluss, aber nicht der Schallstückdurchmesser allein.
Die Frage für dich wäre, ob Du wirklich dunkel meinst oder auch "wolkig" bzw. "breit".

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Re: Soundeigenschaften Flügelhornschallbecher

Beitrag von Jamer » Sonntag 11. Dezember 2016, 19:34

Kann sich ein Instrumentenbauer mit seiner Expertise vl. dazu äussern? Bin noch immer sehr neugierig was diesem Teil des Instrumentenbaues betrifft.....

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Re: Soundeigenschaften Flügelhornschallbecher

Beitrag von Blechnase » Montag 12. Dezember 2016, 07:54

Hatte auch geglaubt, dass der Schallbecherdurchmesser sehr wichtig ist, bis mir das aktuelle K&H (siehe Signatur) in die Hände kam. Meins hat noch den alten Schall mit 145 mm, aber der Sound ist eindeutig Flügelhorn und nicht Kornett oder gar Trompete. Es gibt bestimmt dunklere Hörner, aber ich finde es sehr komfortabel, mit meinen kleinen Händen kein Riesenmonster spielen zu müssen. Generell ist mein Eindruck, dass die französisch gewickelten Hörner dunkler klingen als vergleichbare Hörner mit "amerikanischer Wicklung" a la Kanstul oder Bach.
https://www.kiezorchester.de/ :D Mitspieler_innen herzlich willkommen!

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Re: Soundeigenschaften Flügelhornschallbecher

Beitrag von Jamer » Sonntag 15. Januar 2017, 11:10

Schade, dass hier offensichtlich keiner der Instrumentenbauer sein Fachwissen teilen möchte.....

Für mich ist das nach wie vor ein sehr interessantes Thema.

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