Hilfsgriffe für Intonation

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Justus.
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Hilfsgriffe für Intonation

Beitrag von Justus. »

Ich habe mich zuletzt mehr mit der Intonation einzelner Töne beschäftigt, wodurch mir mehr bewusst wurde, dass C#2 bis E2 im Zentrum zu tief relativ zur Grundstimmung sind. Wie man z.B. hier nachlesen kann, ist das völlig normal, aber mich würde interessieren, wie ihr damit in der Praxis umgeht? Gibt es noch andere Töne, für die ihr Hilfsgriffe verwendet?

Mir hilft es, die Töne wir auf der Piccolo (also eine Oktave tiefer) zu greifen, wodurch das Zentrum erhöht wird, die Ansprache allerdings erschwert wird, was fuer E2 noch okay ist, aber für Eb2 bis C#2 sukzessive schlechter funktioniert. Mit viel Übung im pp wird es mit der Zeit besser, wobei ich bei schnellen Passagen doch wieder zur alten Griffweise wechsele.

Früher habe ich eher versucht, nur mittels Gehör eine gleichmäßige Intonation zu erreichen, was ich bei Auftritten auch nach wie vor beherzige. Grundsätzlich bin ich allerdings davon überzeugt, dass ein Ton, der nicht im Zentrum des Instruments angespielt wird, unabhängig davon, ob er relativ zu anderen Tönen stimmt oder nicht, immer einen deutlichen Verlust an Resonanz und Spieleffizienz bedeutet und damit kontraproduktiv ist. Das gilt insbesondere, wenn man wie ich sehr effizientes Equipment spielt (Callet 1SB mit 15mm DM), das nur wenig Raum für Fehler lässt und in dieser Hinsicht knallhart diszipliniert (aber auch mit mühelosem und resonanten Sound belohnt).
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Re: Hilfsgriffe für Intonation

Beitrag von Hochwälder »

Kommt natürlich immer auf Instrument und Literatur an.
Meine hin und wieder verwendeten Hilfsgriffe:
es2 - 23
e2 - 3 oder 12 (musst du testen)
g2 - 13 (eher selten)
a2 - 3
d3 - 0
Im Normalbetrieb verwende ich sie kaum aber bei längeren Tönen hört man schon mal genauer hin :-)
Wer nie vom Weg abkommt, der bleibt auf der Strecke.
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Re: Hilfsgriffe für Intonation

Beitrag von Sandu »

Interessant ist vor allem, mal Videos der hochdekorierten Klassiker genauer anzuschauen. Mein Eindruck ist, dass besonders bei "Nicht-B-Trompeten" (vor allem C-Trompete, Es-Trompete) sehr häufig auf die Hilfsgriffe der zu tiefen Töne anfang der zweiten Oktave zurückgegriffen wird.
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Justus.
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Re: Hilfsgriffe für Intonation

Beitrag von Justus. »

Hochwälder hat geschrieben: Freitag 7. August 2020, 07:08 Kommt natürlich immer auf Instrument und Literatur an.
Meine hin und wieder verwendeten Hilfsgriffe:
es2 - 23
e2 - 3 oder 12 (musst du testen)
g2 - 13 (eher selten)
a2 - 3
d3 - 0
Im Normalbetrieb verwende ich sie kaum aber bei längeren Tönen hört man schon mal genauer hin :-)
Danke, D3 offen nutze ich auch häufig, G2 und A2 gehen bei mir relativ gut ohne (ich glaube ich hatte bei beiden eher eine Tendenz zum "Overshooting", weil ich bei Arpeggios gewohnt war, die Quinte hochlippen zu müssen).
Sandu hat geschrieben: Freitag 7. August 2020, 08:01 Interessant ist vor allem, mal Videos der hochdekorierten Klassiker genauer anzuschauen. Mein Eindruck ist, dass besonders bei "Nicht-B-Trompeten" (vor allem C-Trompete, Es-Trompete) sehr häufig auf die Hilfsgriffe der zu tiefen Töne anfang der zweiten Oktave zurückgegriffen wird.
Das stimmt, ein prominentes Beispiel ist z.B. Hakan Hardenberger bei seiner auf der C-Trp vorgetragenen Serie von Charlier-Etüden. Allerdings scheint er es auch nur bei längeren Tönen und E2-Eb2 zu machen.
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