laut oder leise?

Ansatzfragen, Welche Methode ist die beste,
Probleme, Gundlegende Techniken etc.

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FlüTro
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Re: laut oder leise?

Beitrag von FlüTro » Donnerstag 14. Juli 2011, 08:44

Klar gibt es auch Gute auf ganz kleinen Dingern,
und klar gibt es unterschiedliche Klangideale.
jeder stellt sich unter Trompetenspiel ein bisserl was anderes vor.

Aber wir sagen doch jetzt hier nicht,
dass man auf Grössen von 3 bis 7 nicht sehr gut Trompete spielen kann,
und das Ganze erst ab flachen 8er Grössen losgeht, oder ?

Peter

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Puukka
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Re: laut oder leise?

Beitrag von Puukka » Donnerstag 14. Juli 2011, 09:08

Wer behauptet das? Sagt ja auch keiner. Das wäre ein Misverständnis.

Die Verfechter hier im Forum, wie Bixel (oder auch ich), haben ja schon mehrmals erklärt, daß zumindest ein Mundstückbuzzing mit kleinem Mundstück die Fokussiertheit des Ansatzes und Ausdauer fördern und somit ein therapeutisches Mittel sein kann.
Speziell bei Leuten, die bei grossen Mundstücken die Lippen zu sehr hineinhängen und bei Flachen somit anstehen.
Mehr lese ich da nicht heraus.

Diese Theorie entstand im Gegensatz zu Vincent Bachs "je grösser desto besser" und derjenigen Lehrer, die die gleiche Meinung vertreten.
Somit treffen wir und durchaus in der Mitte bei z.B. 7C anstatt 1C, was z.B. auch Jens Lindemann unterstützt.

Das man mit wirklich kleinen Dingern auch gut klingen kann, bestätigt halt die angeführte Liste.
Das jeder seine eigene Vorliebe herausfinden muss, ist ja auch klar.
Ich persönlcih könnte mir vorstellen, je weniger Lippenmaterial/Ansatzmaske bewegt werden muss, desto agiler und ökonomischer der Ansatz.

Tut mir leid, jetzt sind wir wieder vom Thema "laut oder leise" weg. :verbeug:
LG
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Re: laut oder leise?

Beitrag von FlüTro » Donnerstag 14. Juli 2011, 12:01

genau

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Re: laut oder leise?

Beitrag von herzbert » Donnerstag 14. Juli 2011, 13:22

@T-hulk: Was hast du dir an Brauchbarem mitgenommen und warum genau das? Wie lange brauchst du, um zu sagen das genau dieses brauchbar ist?
Oder- was muss passieren um ein gutes Urteil abzugeben?
Falls es dir recht ist werde ich noch etwas nachhaken :wink:

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Re: laut oder leise?

Beitrag von Deakt_20120316 » Donnerstag 14. Juli 2011, 18:19

Hallo herzbert.
Hak nach, immer zu.
Mitgenommen hab ich, es gibt wie immer mehrere meinungen. Hauptsaechlich laut leise, aber auch leise laut. Und dann noch zart und fein. :-). Fuer mich persoenlich bevorzuge ich weiter, um die hoehe auszubauen, laut leise, verbunden mit kleinerwerdenden mundstueck. Bisher funktioniert es fuer mich gut. Ob es etwas bestsendiges ist werd ich sehen, ob es eine weiterentwicklung gibt. Auch wenn dies so ist und irgendwann eine stagnation eintirtt, weiss ich dann, dass es ja noch was andres gibt.:-). Die meinung, dass jeder auf einem mittleren mundstueck gluecklich werden kann, teil ich nicht. Jeder kann auf einem mundstueck gluecklich werden, aber er muss es eben fuer sich finden. Wenn man von dem irrtum angeht, dass es ein mundstueck gibt welches einen die arbeit abnimmt oder eben annimmt, dass man immer arbeiten muss, wird man auch irgendwann bei einem mundstueck bleiben. Bei dem, bei dem man sich wohlfuehlt.
Hak weiter nach!
Gruss,
Alexander
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Re: laut oder leise?

Beitrag von herzbert » Donnerstag 14. Juli 2011, 21:11

Natürlich!
Ein Konzept konnte ich jetzt gerade nicht entdecken. Was ich sagen kann ist, nicht nach oben leiser werden und den Ton abwürgen. Bei Dreiklängen z.B. Ist nicht von mir sondern von einem Trp. Lehrer.Das Handwerkzeug für einen gut klingenden Ton ist z.B. einen resonanten Buzz am MS erzeugen -weiterbuzzen und das MS in die Trp.stecken. Mit einer guten Lautstärke und nicht wie eine Prinzessin.
Wenn man nur Höhe will und den schönen Klang vernachlässigt, ist die Überei für die Katz. Der Körper merkt sich das und produziert es wieder.
Was auch helfen kann:
Im Bogensport wird der Bewegungsablauf vom Bogenaufnehmen-zielen-schiessen auch Gedanklich durchgegangen. Immer wieder. Je besser man sich das vorstellen kann um so besser das kontinuierliche Ergebniss. Geht genauso bei der Dynamik.
Nicht die Atmung vorstellen sondern via den schönen Klang über den spielbaren Tonbereich.
Überhaupt die Atemorgane und Atemhilfsmuskeln in Ruhe lassen. Trp. spielen ist nicht Gewichte stemmen. Je besser der Klang umso besser die Zusammenarbeit des gesamten Systems. Und wenn es noch imer nicht geht- Trp. Lehrer müssen auch von was leben :shock:
Nachgehakt: Weißt du was ein resonanter obertonreicher Klang ist?

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Re: laut oder leise?

Beitrag von Deakt_20120316 » Freitag 15. Juli 2011, 10:59

Mein konzept ist, dass ich das mach, was mich momentan weiterbringt und zwar solange es mich weiter bringt. Wenn es dann mal nicht mehr weiter geht, probier ich was neues, bis ich etwas find, mit dem es weiter geht...und sofort. Wege und strategien sind ja im forum zu haufe zu finden. Ab und an geh ich zu einem lehrer und lass ihn ein auge auf das tun werfen und beruecksichtige seine kritik, falls noetig. Genung konzept?
Also zur zeit:
caruso, six notes...sekund uebung...laut leise laut
Five moments, durchgefuehrt wir caruso
Tonleiter, dreiklang uebungen vom hoechsten ton der nur mit luft anspielbar ist, abwaerts durch die tonarten bis g dur.
Mehr male am tag diesen ton 20 mal hintereinander nur mit luft abspielen
Bei allen uebungen ersten ton nur mit luft anspielen
Immer von laut nach leise
Immer mal stuecke spielen, mach ich auch zwischen uebungen

Was resonanz und obertonreichen ton betrifft. Ich denke ich weiss was das ist. Da gibts ein video von shoopman. Der ton gefaellt mir.

Was die atmung betrifft...da bin ich deiner meinung, aber es gibt auch faelle, die muessen sich wiederum darauf konzentrieren.

Ich versteh jetzt, wenn einige hier sagen, dass man im jetzt keine diagnosen stellen kann...
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Re: laut oder leise?

Beitrag von herzbert » Freitag 15. Juli 2011, 11:52

Geben tuts natürlich alles mögliche.
Dein Konzept besteht also darin, an einem Vorgang zu arbeiten und dann weiterexperimentieren wenns ansteht.
Nachgehakt: Hat bei dieser Form des (mühsamen)Ansatzsuchens auch die KUNST des Musizierens noch Platz?
Alles hat einen Einfluss auf das Spiel, das Handwerk, die Bereitschaft, das Vorstellungsvermögen und vor allem das Ausüben von Musik.
Für mich das Nonplusultra wenn alles gemeinsam wachsen kann.

Wünsch dir gutes Gelingen

gruß herzbert

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Re: laut oder leise?

Beitrag von Deakt_20120316 » Freitag 15. Juli 2011, 12:07

Was laesst dich abnehmen, dass ich meinen ansatz muehsam suche?
Die entwicklung geht gut vorwaerts. Anders. Wie sieht fuer dich eine gute entwicklung aus. Ich spiel jetzt fuenfeinhalb jahre. Wo müssete man sein.ich meine nicht nur hoehhentechnisch, sondern dynamik, zungentechniken usw.
Gruss a.
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Re: laut oder leise?

Beitrag von herzbert » Freitag 15. Juli 2011, 18:08

Eine gute Entwicklung ist für mich, das ich meine Leistung konstant bringen kann.
Sich selbst aufnehmen und dann fragen, passt das oder nicht. Zwischendurch als Kontrolle.
Sind alle Töne sauber da, habe ich es rhythmisch und musikalisch verstanden, gehört da nicht ein leichtes Vibrato am Ende eines langen Tones usw.
Es ist zuviel als das ein paar Threads oder Tipps das ganze Geschehen aufnehmen können.
Trompeten lernst du am besten in der Musikschule bei einem aufgeschlossenem Lehrer. Auch das Spielen in Vereinen und anderen Gruppen reizt um besser zu werden oder die Leistung zu halten.

Es gibt sicher einige gute Lehrer hier, und noch von keinem habe ich gelesen das der Unterricht nicht passt. Wenn von diesen Leuten Ratschläge kommen, passt das auch.
siehe wolfgang huhn, marc b.,hannes, bixel, ralf willing, miss trumpet.....
Flaschen wie ich, geben eher Unterhaltungswert ab :narr:

ab in das WOCHENENDE
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Re: laut oder leise?

Beitrag von trumpieter » Samstag 16. Juli 2011, 07:34

Puukka hat geschrieben: … Tut mir leid, jetzt sind wir wieder vom Thema "laut oder leise" weg.
dann versuche ich mal die kurve zurück.

mit »laut oder leise« verbindet sich bei mir ein fundamentales anfänger-problem, nämlich durch überwiegend leise üben einen wirklichen durchzug bei atmung und stütze zu vernachlässigen (der anlaß für http://www.trompetenforum.de/TF/viewtop ... 14&t=20278).
das kann eine weile gut gehen, denn p oder pp einen feinen ton zu erzielen erfreut den lehrling allemal, und ist ja auch wünschenswert. aber dieser piano-ton braucht kaum luft, und das wenige läßt sich eben auch auf völlig falsche weise bereitstellen: aus der kehle, aus dem rachen, aus einem gepreßten luftpolster im brustraum usw.

als ich dahinterkam, daß damit einiges schief läuft, genügten einige wenige (atem-)übungen, mittels derer ein neues, gesünderes blasgefühl zu realisieren war. beispielsweise einen mittleren ton, wie etwa f‘, recht leise anblasen, aber dann unvermittelt sforzato stark werden zu lassen, mit aller verfügbaren kraft. das gleiche mit intervallen, also den unteren ton p, den höheren fff usw.
ich meine also, daß die frage »laut oder leise« nicht gut gestellt ist, denn allein »laut und leise« verschafft das differenzierte tongefühl, mit dem sich wirkliche spielfreude verbindet.
ob es schließlich mehr bringt, zuerst laut und dann leise zu spielen, oder umgekehrt … das sollte der augenblick des übens bestimmen. wichtig erscheint mir, dran zu bleiben, daß möglichst jederzeit ein urplötzliches »aufmachen« des tons vom leisesten zum lautesten (und umgekehrt wieder »zumachen«) erreicht werden kann. wenn das gelingt, stimmen atmung und tongebung, würde ich mal hypothetisch behaupten.

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Re: laut oder leise?

Beitrag von FlüTro » Samstag 16. Juli 2011, 09:57

ja - da ist was drann

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Re: laut oder leise?

Beitrag von Deakt_20120316 » Samstag 16. Juli 2011, 10:52

Trumpieter, hab dank! Das ist verstaendlich. Ich haette mich besser ausdruecken muessen. Laut leid meinte ich im selben ton. Also fff anfangen und ins piano gehen, dann zurueck ins fff. In der lage, welche ich beherrsche, versuch ich pp nach fff und zurueck. In der ganz hohen lage, um sie auszubauen und ein gefuehl fuer die toene zu bekommen. Natuerlich muss man alles ueben. Urspruenglich ging es mir um den ausbau der hoehe und ob da laut leise oder leise laut sinnvoller ist. :-)
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Re: laut oder leise?

Beitrag von superolds » Samstag 16. Juli 2011, 11:58

Die Clarke Technical Studys halte ich für sehr sinnvoll, um Sicherheit, Kontrolle und Höhe zu trainieren.
Alle Übungen sollen laut Clarke, im pp geübt werden.
Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende :D

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Re: laut oder leise?

Beitrag von buddy » Samstag 16. Juli 2011, 13:05

superolds hat geschrieben:Alle Übungen sollen laut Clarke, im pp geübt werden...
Für diese Aussage wäre eine Quellenangabe recht sinnvoll, in den Noten steht da nämlich etwas anderes.

Die Dynamik ist für und innerhalb der Studies unterschiedlich. So beginnt die 1st Study im pianissimo auf der ersten Note und verläuft sofort crescendo - decrescendo, die 2nd Study spielt im piano, aber mit Akzenten auf den Achteln der Hauptzählzeiten usw.
Clarke fände es vermutlich unpraktisch, für Töne bis zum F3 in der 5th Study ein pp zu verlangen.

Jeff Purtle macht in seiner Zusammenschau der verschiedenen Ausgaben seit der Urschrift Clarkes die vielen Ungenauigkeiten der nachfolgenden Ausgaben bis hin zu Missverständnissen deutlich. Er führt auch aus, wie sehr es Clarke um die Ausbildung der "Breath Control" ging. Die Dynamikbeschränkungen dienen vor allem Clarkes Ziel, die vielen Wiederholungen zu schaffen, die er zur Ausbildung vorsah. http://www.purtle.com/jeff_articles_clarke.html

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