Warm UP

Ansatzfragen, Welche Methode ist die beste,
Probleme, Gundlegende Techniken etc.

Moderator: Die Moderatoren

Alex093
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Warm UP

Beitrag von Alex093 »

Hallo Leute,

ich würde gerne eure Erfahrung punkto Warm Up hören.
Also

- wie lange wärmt ihr auf?
- in welcher Lage?
- Töne aushalten?
- Lippenbindungen?

Was ist eurer Meinung am effektivsten und lässt euch nachher am besten durchhalten.

Grund meiner Frage ist: ich habe bemerkt, dass ich immer zu hoch anfange (Gedanke: Wie ist heute meine Tagesverfassung und dann versuche ich meistens gleich zu schauen wie hoch es heute geht)

Also wie wärmt ihr auf? Wie klappt es für euch am Besten? (klar ist, dass jeder unterschiedlich lange aufwärmt, dass wäre also hinten anzustellen)

Freue mich auf eure Kommentare :)
PS: Vielleicht hat ja jemand einen Link oder PDF zu aufwärmen.

Gruss Alex
ulli926
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Re: Warm UP

Beitrag von ulli926 »

Bin leider nicht ich, aber gute Antwort zu dem Thema:
https://www.youtube.com/watch?v=jgzLg5wOgWI
Man muß die Dinge so einfach wie möglich machen. Aber nicht einfacher. Einstein
buddy
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Re: Warm UP

Beitrag von buddy »

Warm up mache ich mit Teilen aus dem Solo Warm Up von Reinhold Friedrich, Clarke, und Colin, unterbrochen von kleinen Erholungspausen für ein bleibend gutes Ansatz-Gefühl. Angesprochen wird der gesamte Tonumfang zwischen Doppelpedaltönen bis zur maximal erreichbaren Höhe.
Am Anfang steht Lip Buzzing, dann kommt Buzzing auf dem Mundstück. Die anstrengenden letzten Teile der Übungen für das ausgeprägte Training der Höhe mache ich beim Warm Up nur bis knapp über die "Wohlfühlzone".
Die R. Friedrich-Version der Cichowicz-Flow Studies spiele ich soweit es geht, dann die chromatische Etude 1 aus den Technical Studies von Clarke. Danach kommen zwei der Bindeübungen und zwei der Lip Trill Übungen von Colin, jeweils eine zum Anwärmen und eine, die fordert.
Die Lip Trills werden bei Colin nicht als Shake ausgeführt, also mit Unterstützung durch Mundstückdruck gegen die Lippen, sondern allein durch Atemtechnik mit Unterstützung durch (gedachtes) a-i. Soweit der feststehende Teil des Warm Ups, der sich für mich bewährt hat.
Dazu kommen Übungen, die nach einiger Zeit ausgewechselt werden. Diese Übungen sind aus Schlossberg, Clarke, Colin, Irons, Arban und anderen Heften.


Insgesamt nimmt das 30-40 Minuten in Anspruch. Das ist natürlich kein reines "Warm Up", sondern großenteils technisches Üben. Wenn dieser Teil einmal möglichst kurz ausfallen muss, bleibt es zumindest beim Buzzing - das erfordert keine zehn Minuten und vermittelt ein sehr fittes Gefühl.
Sandu
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Re: Warm UP

Beitrag von Sandu »

Bei mir derzeit Warm-Up / Basis-Übe-Programm, das eigentlich möglichst 5 mal die Woche bei mir durchlaufen sollte:
Ca. 30 Minuten John Daniels (Mundstückbuzzing - Breath-Attack - Effizienz-Übungen - Bending - Aritkulationsübungen), danach seit kurzem wieder ca. 10 - 15 Minuten BE.
Danach habe ich das Gefühl, genug getan zu haben, um mit einer möglichst effizienten und ausgewogenen Lippenöffnung und einem guten Ansatzgefühl zu spielen.
Wenn ich keine Lust mehr habe oder mit dem Übedämpfer zu Gange bin, lasse ich es danach auch schon öfters mal mit diesem guten Gefühl gut sein.
Alex093
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Re: Warm UP

Beitrag von Alex093 »

Da sind ja schon ein paar gute Ansätze dabei.
Mundstück Buzzing muss ich gestehen mache ich so gut wie nie.
Werde ich ausprobieren danke :)
Sandu hat geschrieben:Bei mir derzeit Warm-Up / Basis-Übe-Programm, das eigentlich möglichst 5 mal die Woche bei mir durchlaufen sollte:
Ca. 30 Minuten John Daniels (Mundstückbuzzing - Breath-Attack - Effizienz-Übungen - Bending - Aritkulationsübungen), danach seit kurzem wieder ca. 10 - 15 Minuten BE.
Danach habe ich das Gefühl, genug getan zu haben, um mit einer möglichst effizienten und ausgewogenen Lippenöffnung und einem guten Ansatzgefühl zu spielen.
Wenn ich keine Lust mehr habe oder mit dem Übedämpfer zu Gange bin, lasse ich es danach auch schon öfters mal mit diesem guten Gefühl gut sein.
Bei meinem Übe-Programm nutze ich bereits auch das Buch von John Daniels.
Leider versteh ich die Bending Übungen gar nicht. - Theoretisch schon - Praktisch nein.

ich schaffe es nicht, dass ich den Ton nur um einen halben "runterbiege".
Wenn ich das z.B. beim C2 versuche wird daraus ein G1.

Wie bist du da anfangs damit umgegangen?

FG Alex
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duden
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Re: Warm UP

Beitrag von duden »

Ein festes Programm habe ich nicht (mehr), aber wie wohl jeder ein Repertoire an möglichen Übungen - Clarke, Collins, auch bei Quinque gibt´s einiges Hilfreiches, Bindungen, Akkorde, für die man keine Noten braucht. zunächst einmal das Mundstück an die Schnauze halten und durchbuzzen - das gibt meistens schon einen Hinweis: Geht´s gut heute? Dann gleich vom g´ nach oben as far as possible, Spannung aufbauen, Höhentraining. Oder sind die Lippen eher hart? Dann lieber nach unten, lockern, , Pedale etc. Jeden Tag das Gleiche zu machen, fände ich erstens langweilig, zweitens auch nicht förderlich, weil eben nicht jeder Tag gleich ist.
I didn't try to be primitive, I just had bad microphones.
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Re: Warm UP

Beitrag von buddy »

Alex093 hat geschrieben:...ich schaffe es nicht, dass ich den Ton nur um einen halben "runterbiege". Wenn ich das z.B. beim C2 versuche wird daraus ein G1.
Das wird sich durch regelmäßiges Mundstück Buzzing wahrscheinlich schnell geben.
Vorturner David Bilger: https://www.youtube.com/watch?v=EG-bM25GBps
Gleich am Anfang die Halbton-Beugungen: https://www.youtube.com/watch?v=GR91ARtgLe8
Die Halbton-Beugungen mit Instrument bei Adam Rapa: https://www.youtube.com/watch?v=Q4gaLsXpUw0
Zuletzt geändert von buddy am Freitag 27. Februar 2015, 12:12, insgesamt 1-mal geändert.
Sandu
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Re: Warm UP

Beitrag von Sandu »

Alex093 hat geschrieben:Da sind ja schon ein paar gute Ansätze dabei.
Mundstück Buzzing muss ich gestehen mache ich so gut wie nie.
Werde ich ausprobieren danke :)
Sandu hat geschrieben:Bei mir derzeit Warm-Up / Basis-Übe-Programm, das eigentlich möglichst 5 mal die Woche bei mir durchlaufen sollte:
Ca. 30 Minuten John Daniels (Mundstückbuzzing - Breath-Attack - Effizienz-Übungen - Bending - Aritkulationsübungen), danach seit kurzem wieder ca. 10 - 15 Minuten BE.
Danach habe ich das Gefühl, genug getan zu haben, um mit einer möglichst effizienten und ausgewogenen Lippenöffnung und einem guten Ansatzgefühl zu spielen.
Wenn ich keine Lust mehr habe oder mit dem Übedämpfer zu Gange bin, lasse ich es danach auch schon öfters mal mit diesem guten Gefühl gut sein.
Bei meinem Übe-Programm nutze ich bereits auch das Buch von John Daniels.
Leider versteh ich die Bending Übungen gar nicht. - Theoretisch schon - Praktisch nein.

ich schaffe es nicht, dass ich den Ton nur um einen halben "runterbiege".
Wenn ich das z.B. beim C2 versuche wird daraus ein G1.

Wie bist du da anfangs damit umgegangen?

FG Alex
Ich denke auch, dass Mundstückbuzzing der Schlüssel für Dich sein könnte.
Das Gefühl beim Bending geht ein bisschen stärker Richtung Mundstückbuzzing, da man sehr viel Flexibilität und wenig Druck benötigt.
Gleichzeitig spielt natürlich auch die Zungenbewegung eine große Rolle.

Ich würde an Deiner Stelle einfach dranbleiben. Ich kannte Bending schon vorher, hab allerdings bei bestimmten Tönen (vor allem in der Tiefe) und auch je nach Equipment immer noch kleine Probleme, die sich allerdings kontinuierlich verbessern.
Alex093
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Re: Warm UP

Beitrag von Alex093 »

Vielen Dank für die vielen und vor allem raschen Antworten :)
Ich werde jetzt Buzzen was das Zeug hält :P


Danke

Lg Alex
blechfan
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Re: Warm UP

Beitrag von blechfan »

Hallo Alex,
der erste Link zu James Morrison hat mir persönlich nicht viel zum Thema gebracht.
Dieser aber umso mehr:
https://www.youtube.com/watch?v=IrLgTcjxHsA
Vielleicht hilft er Dir auch weiter
Gruß blechfan
bemi
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Re: Warm UP

Beitrag von bemi »

Danke für den Thread. Werde ich mal weiter verfolgen. Solange sich nichts neues ergibt, mache ich es weiterhin wie Jens: https://www.youtube.com/watch?v=szXwt0rhONw :P
Blind Wolf
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Re: Warm UP

Beitrag von Blind Wolf »

Gut finde ich den Link von ulli926! Das "mentale Warm up" scheint mir genauso wichtig wie das Einspielen auf dem Instrument. Musik machen ist ja nicht nur ein physikalischer Vorgang, sondern unser Geist/unsere Psyche ist genauso daran beteiligt, das hört man auch, wie man selber drauf ist, wie man spielt bzw. wie "es" spielt.
Zum mentalen Warm up gehört m.E. schon das Sich-aufs-Spielen-freuen!
Schrieb nicht schon mal Singvögelchen irgendwan, dass er sich schon freut, wenn er sein Instrument aus dem Koffer nimmt?
In diesem Sinne!
Grüße von Wolf
Möge der Krach mit euch sein!
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Re: Warm UP

Beitrag von Singvögelchen »

Blind Wolf hat geschrieben:Gut finde ich den Link von ulli926! Das "mentale Warm up" scheint mir genauso wichtig wie das Einspielen auf dem Instrument. Musik machen ist ja nicht nur ein physikalischer Vorgang, sondern unser Geist/unsere Psyche ist genauso daran beteiligt, das hört man auch, wie man selber drauf ist, wie man spielt bzw. wie "es" spielt.
Zum mentalen Warm up gehört m.E. schon das Sich-aufs-Spielen-freuen!
Schrieb nicht schon mal Singvögelchen irgendwan, dass er sich schon freut, wenn er sein Instrument aus dem Koffer nimmt?
In diesem Sinne!
Grüße von Wolf
:gut: :D :gut:
Das ist immer noch so! Freut mich, dass sich jemand dran erinnert. Zur Zeit lege ich immer meinen gesamten Ehrgeiz rein, den allerersten Ton des Tages (nach ein paar Atemübungen, ein bisschen Lippen- und Mundstücksummen zum Muskelaufwecken) in klanglich bestmöglicher Qualität zu spielen. Mittellage, mittlere Lautstärke, kein Extrem...dann davon ausgehend den gesamten Umfang ausreizen. "Einspielen aus der Mitte" von Claude Rippas gibt es wohl als Buch zu kaufen (ich habs noch gar nicht gelesen), allein das Lesen dieser Überschrift ist für mich eine perfekte Anleitung zum effizienten Einspielen.
Liebe Grüße vom Singvögelchen!


"Blas schön rein, dann kommts schön raus!"
Paul
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Re: Warm UP

Beitrag von Paul »

Colin, Cichowicz, Rippas, Concone & Co ... So spielt sich der Meister ein:

https://www.brawoo.de/uebetipps-von-rei ... vyDyIYGP5I

S.a. Meisterkurs im Schloss Bückeburg, 19. - 25. Sept. 2022
www.reinhold-friedrich.de/en/imas-meist ... bueckeburg
Trumpetzky
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Re: Warm UP

Beitrag von Trumpetzky »

Find ich schön, dass du jetzt 7 Jahre gebraucht hast, um zu der Erkenntnis zu kommen......
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