Transponieren für Hoch-Trompete ersparen?

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Trumpetjörgi
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Re: Transponieren für Hoch-Trompete ersparen?

Beitrag von Trumpetjörgi » Montag 30. März 2015, 10:20

Flügelhorny hat geschrieben:
Trumpetjörgi hat geschrieben:
Trumper hat geschrieben:Ich möchte mir eine Hochtrompete zulegen, möchte mir aber das Transponieren ersparen.
Mit Verlaub, das halte ich für einen Schmarn!
Transponieren erfordert etwas Hirnschmalz ist aber denkbar einfach zu erlernen.
Dazu muß man nichtmal Musiker sein, das kapiert sogar ein "Hausmeister"!
Man/frau muß sich einmal ein persönliches Systhem zurechtdenken, ob
man Ton für Ton oder in die gesammte Tonart transponiert.
:Uups: Aber anscheinend tut Denken doch weh.
Diese Aussage halte ich für ein Gerücht!Den Amatuer möchte ich sehen,der schnelle achtel und sechzehntel-Läufe ,fehlerfrei transponiert!?Selbst mancher Profi kann das nicht.
Genau darum geht es eben auch bei der Verwendung einer Picc.! :licht:
z.B. Barockstücklein: i.d.R. D-Dur verwende Tr. in hoch A:
transponiere nach F-Dur und verwende für
schnelle achtel und sechzehntel-Läufe
praktisch nur den 1. Finger! Hier erleichtert die Transposition das Spielen deutlich!
Und ich mach es für meinen Teil so, dass ich die Trompete (Grundstimmung) und Transposition wähle, mit der ich das Stück fingertechnisch am risikolosesten bewältigen kann. :Uups:
Du magst mich desswegen als faulen Sack bezeichenen, aber ich verwende lieber etwas Hirnschmalz als mich über Stunden mit dem Üben von
schnelle achtel und sechzehntel-Läufe
zu quälen.

blechfan
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Re: Transponieren für Hoch-Trompete ersparen?

Beitrag von blechfan » Montag 30. März 2015, 10:33

@ Trumpetjörgi:
Ist ja alles richtig, was Du schreibst, aber der User Trumper bewegt sich momentan wohl noch auf einer anderen Ebene als Du; für ihn geht es im Moment darum, den Einstieg zur Piccolo zu finden. Und nicht, die gesamte Piccolo-Literatur ins Visier zu nehmen.
Als ich meine Piccolo damals kaufte, wusste ich auch noch nicht, ob und wann ich den A-Stift mal brauchen werde.
Insofern spricht nichts gegen einen "vereinfachten" Einstieg, Weiteres entwickelt sich von ganz alleine.

posaune
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Re: Transponieren für Hoch-Trompete ersparen?

Beitrag von posaune » Montag 30. März 2015, 10:58

blechfan hat geschrieben:@ Trumpetjörgi:
Ist ja alles richtig, was Du schreibst, aber der User Trumper bewegt sich momentan wohl noch auf einer anderen Ebene als Du; ...
So ist das wohl - siehe auch:

http://www.trompetenforum.de/TF/viewtop ... 9&p=200296

Falls Trumper aber in erster Linie einen Weg sucht, sich ohne den entsprechenden Ansatz höhere Töne zu erschließen, wird er wohl ohnehin enttäuscht werden.

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Re: Transponieren für Hoch-Trompete ersparen?

Beitrag von mikefiftyniner » Montag 30. März 2015, 12:21

Flügelhorny hat geschrieben:Ja,blechfan hat es sehr gut beschrieben.Auf Grund der Bauweise ist die Piccolo ein anderes Instrument.Deshalb kann man eigentlich nicht von oktavieren sprechen.Das habe ich jetzt nur für dich zur Orientierung gesagt.
Also wenn du die Töne liest,mußt du mit den Griffen immer eine Oktave versetzt denken,wie du sie von der dicken-B gewohnt bist.
Das 4te Ventil ist dafür da,- der tiefste Ton auf der dicken ist 123 gegriffen,nun drückst du das 4te Ventil,verlängerst das Rohr,und kannst nun noch eine Terz tiefer spielen.Das ist auf der Piccolo auch so.Du kannst aber das 4te Ventil in Kombination mit anderen Ventilen auch als Hilfsgriff verwenden.Das ist sehr nützlich bei Trillern,z.b. wenn du mit 123 trillern sollst,ist das schwierig hinzukriegen.Da drückst du dann 2-4 zum trillern.Natürlich gibt es da noch musikalische Regeln zu beachten,ob du vom oberen oder unteren Ton trillerst mußt,entsprechend müssen dann die Griffe gewählt werden.

Ganz einfach ist das alles nicht,mal eben auf Piccolo umsteigen,die läst sich auch leider überblasen,wenn du wie gewohnt von der dicken-B im Rambo-Stil da reinbläst.
Hä??? Was sagt einem Anfänger auf der Piccolo dieser Beitrag?
Mit jedem erfüllten Wunsch zerplatzt ein Traum!
Wer Schreibfehler findet, darf diese behalten!

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Re: Transponieren für Hoch-Trompete ersparen?

Beitrag von Bixel » Dienstag 31. März 2015, 16:25

mikefiftyniner hat geschrieben:Was sagt einem Anfänger auf der Piccolo dieser Beitrag?
Ich bin zwar kein Anfänger, aber mir sagt der Beitrag:
Der Besitz einer Piccolo birgt offenbar gewisse Risiken.

:mrgreen:
Zurück zum Thema...

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Re: Transponieren für Hoch-Trompete ersparen?

Beitrag von Trumper » Dienstag 31. März 2015, 17:07

Ich glaub' fast, ich lasse es lieber bleiben, das mit der Piccolo. In meiner Unerfahrenheit dachte ich, man kann einfach eine kleinere Trompete mit halb so langen Zügen nehmen und dann genauso spielen wie auf der großen. Das scheint aber nicht der Fall zu sein. Ein Piccolo ist ja auch nicht gerade billig, da muss man schon wissen, was geht und was nicht. Ich werde mich mal auf der Musikmesse in Frankfurt (15.-18.4.) beraten lassen. Danke Euch allen!
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Re: Transponieren für Hoch-Trompete ersparen?

Beitrag von blechfan » Dienstag 31. März 2015, 21:27

PN für Dich!

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Re: Transponieren für Hoch-Trompete ersparen?

Beitrag von posaune » Mittwoch 1. April 2015, 09:41

Trumper hat geschrieben:Ich glaub' fast, ich lasse es lieber bleiben, das mit der Piccolo. In meiner Unerfahrenheit dachte ich, man kann einfach eine kleinere Trompete mit halb so langen Zügen nehmen und dann genauso spielen wie auf der großen. Das scheint aber nicht der Fall zu sein. Ein Piccolo ist ja auch nicht gerade billig, da muss man schon wissen, was geht und was nicht.
Guck mal hier:
http://www.trompetenforum.de/TF/viewtop ... 32&t=28485
Das ist doch mindestens mal was zum ausprobieren.

Ansonsten laß Dich von den erfahrenen Piccolospielern hier mal nicht irritieren. Die Hoch-B/Bachtrompete greift sich nicht viel anders wie Deine große B. Kannst erstmal dieselbe Grifftabelle benutzen, nur alles um eine Oktave nach oben verschoben. Dazu kommt dann in der Regel ein 4. Ventil - wenn Du das als Ersatz für die Griffkombination 1-3 benutzt bist Du schon auf dem richtigen Weg.

Den notwendigen Ansatz nach oben wirste allerdings erarbeiten müssen. Meiner Erfahrung nach ist das ziemlich gleich dem Aufwand den man betreiben muß, wenn man jahrelang Posaune gespielt hat und dann die Trompete dazu nimmt. Allerdings ändert sich das Mundstück nicht wesentlich von Trompete auf Piccolo.

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Re: Transponieren für Hoch-Trompete ersparen?

Beitrag von burt » Mittwoch 1. April 2015, 11:20

Man muss bei einem Piccoloanfänger nicht gleicht Konzertsolistenniveau voraussetzen. Und ob er das Transponieren lernt, muss er letztendlich selbst entscheiden. Wenn er die Piccolo nur im PC einsetzen möchte, um vielleicht mal die eine oder andere Oberstimme zu spielen oder mal einige Stellen zu oktavieren, muss er das nicht können.
Als ich vor 25 Jahren mit der Piccolo anfing, konnte ich auch nicht viel mehr. Wichtig ist, dass der Spieler über einen stabilen Ansatz mit einem sicheren C3 auf der großen Trompete verfügt und weiß, dass er grifftechnisch eine Oktave tiefer denken muss. Dann hat er eine gute Grundlage, auf der Piccolo weiterzumachen.

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Re: Transponieren für Hoch-Trompete ersparen?

Beitrag von gozilla » Donnerstag 2. April 2015, 08:34

burt hat geschrieben:Man muss bei einem Piccoloanfänger nicht gleicht Konzertsolistenniveau voraussetzen. Und ob er das Transponieren lernt, muss er letztendlich selbst entscheiden. Wenn er die Piccolo nur im PC einsetzen möchte, um vielleicht mal die eine oder andere Oberstimme zu spielen oder mal einige Stellen zu oktavieren, muss er das nicht können.
Als ich vor 25 Jahren mit der Piccolo anfing, konnte ich auch nicht viel mehr. Wichtig ist, dass der Spieler über einen stabilen Ansatz mit einem sicheren C3 auf der großen Trompete verfügt und weiß, dass er grifftechnisch eine Oktave tiefer denken muss. Dann hat er eine gute Grundlage, auf der Piccolo weiterzumachen.
Moin moin,
muss da Burt uneingeschränkt zustimmen...ich habe denke ich etwa zur gleichen Zeit mit der Piccolo angefangen wie er. Noch als potentieller Musikstudent...um einfach noch zusätzliche Möglichkeiten in der Solisten und Orchesterliteratur zu haben. Ich habe damals einen Crashkurs bei einem Spezialisten gehabt mit einer gebrauchten Selmer und vielen Übungen einfachster Art (Anfängerliteratur für die Bb Tröte) die dann je nach Bedarf mit dem A und B Stift transponiert wurden.
So bekommt man langsam in bequemer Lage ein Gefühl fürs Instrument und kann sich dann langsam an Piccoloschulen und einfache Literatur wagen.

Zu Beginn reicht es schon einfach die gewohnten Übung und Etüden für die große Tröte mit den gleichen Griffen auf der Piccolo zu spielen. Solange es von der Höhe her geht. Der Rest kommt oder kommt nicht. Muss ja nicht gleich das BB2 sein ;-)
Gruß G

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