"geprellte" Oberlippe?

Ansatzfragen, Welche Methode ist die beste,
Probleme, Gundlegende Techniken etc.

Moderator: Die Moderatoren

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TrpMax
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"geprellte" Oberlippe?

Beitrag von TrpMax »

Hallo zusammen,
ganz kurz zu mir:
Ich spiele hauptsächlich Lead in der Big Band. Letztens noch ein volles Programm/ 2 Sets. Range bis g'''.
Bitte NICHT als prahlen verstehen. Ich habe sicher sehr viel zu lernen!!!

Meine Frage/ mein Problem:

St Martinszug... Ich spiele auf der Conn Vintage one mit nem.Bach 1 1/2c. Nach Recht kurzer Zeit entsteht das Gefühl, als würde meine Oberlippe innen gegen den Kessel stoßen. Leichte Taubheit ist die Folge.
Ich weiß nicht, ob ich's richtig beschrieben habe, aber kennt jemand dieses Phänomen?

Vielen Dank und viele Grüße 👋🎺
doc_trumpet
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Re: "geprellte" Oberlippe?

Beitrag von doc_trumpet »

Naja, jede Art von "Marschmusik" sprich Trompete spielen und ggf gehen gleichzeitig beansprucht dich natürlich anders/mehr , als wenn du in der Big Band stehst oder hinter den Posaunen sitzt.
Körperspannung etc ist völlig anders, sodaß du dann m.M. nach vielleicht völlig "auf der Lippe" spielst.
Bevor ich meinen Arbeitsplatz im Orchester angetreten habe, habe ich als Jugendlicher und Wehrdienstleistender viel "Marschmusik" gemacht - total anstregend ! Ging immer erst nach dem 5. Bier gut :-)
TrpMax
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Re: "geprellte" Oberlippe?

Beitrag von TrpMax »

Vielen Dank schonmal!
In der Tat glaube ich auch, dass das Gehen beim Spielen ein Hauptproblem ist. Jeder Schritt "schlägt" mal mehr mal weniger direkt auf die Lippe durch. Meine Überlegung hierzu: möglichst wenig drücken (Tendenz eher das Mundstück "auf die unempfindlichere Unterlippe stellen", vielleicht den Unterkiefer nen Bruchteil weiter vor) und mit viel Luft ein "Gegengewicht" herstellen.
Soweit die Theorie...(die anscheinend nicht so zielführend ist??)
TrpMax
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Re: "geprellte" Oberlippe?

Beitrag von TrpMax »

Vielen Dank für weitere Kommentare/ Ideen!
Jamer
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Re: "geprellte" Oberlippe?

Beitrag von Jamer »

Hallo -

ich mag das Marschieren auch überhaupt nicht und versuche es so gut als möglich zu vermeiden. Beim Trompetespielen müssen schon beim Stehen bzw Sitzen so viele Komponente aufeinander abgestimmt sein, damit was ordentliches rauskommt (Atmung, Lippenöffnung, Haltung, Ansatzpisition - um nur einige wenige Aspekte zu nennen), da will ich mich und meinem Körper/Gehirn nicht auch noch eine weiter koordinative Tätigkeit - nämlich das Gehen - während dem Musizieren zumuten.

Das vorweggeschickt, gibt es natürlich auch für mich Situationen, wo ich ums Marschieren nicht rum komme. Die Literatur beim Marschieren ist ja doch überschaubar, selten geht es bis b2 und darüber hinaus, meistens bewegt man sich in der Lage von f1 - a2. Mit Pausen an den richtigen Stellen, dem richtigen Equipment (keine zu tiefen/großen Mundstücke) und etwas Übung/Erfahrung lässt sich dann das Marschieren doch einigermaßen auch auf der 1. Stimme bewerkstelligen. Ansonsten kann man sich das Leben auf der 2. bzw 3. Stimme weiter erleichtern oder man macht einen Kurs zum Stabführer bzw. Trommler für Marschiermucken.

Just my 2 cents.
Trumpetzky
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Re: "geprellte" Oberlippe?

Beitrag von Trumpetzky »

Als Österreicher lebt man mit dem Thema Marschmusik und es ist eine völlig andere Belastung und ein anderer Typus, als wenn man stationär Musik macht.
Der Schmäh dabei ist, die Oberlippe so weit es nur irgendwie geht, zu entlasten. Dein Kiefer ist der bewegiliche Teil und zum Abfedern von Bewegungen viel besser geeignet, als dein Kopf.
Dazu brauchts sehr dynamische Hände, damit man sich das Instrument nicht bei jedem Schritt gegen den Oberkiefer stößt.

Dass man sich die Oberlippe da "kaputt" macht, wenn man 1) selten marschiert und 2) die dafür nötige Technik nicht hat, liegt in der Natur der Sache.
Und ein 1 1/2C zum Marschieren zu nehmen ist zudem eine schlechte Idee.
TrpMax
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Re: "geprellte" Oberlippe?

Beitrag von TrpMax »

Dann ist meine "Unterlippe/ Kiefer" Überlegung ja nicht ganz falsch. Aber was ist gegen das Mundstück zu sagen? Klassik spiele ich immer darauf. Big Band das Bob Reeves.
Trumpetzky
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Re: "geprellte" Oberlippe?

Beitrag von Trumpetzky »

Gegen das Mundstück aus biomechanischer Sicht überhaupt nichts, nur würde ich persönlich nicht mit so einem großen, symphonischen Teil Marschmusik machen wollen. Da wär ich, für mein Verständnis, viel zu schnell angeschlagen oder platt.

Ich hab bei Blasmusik, wenn ich meine K&H Sella (ohne G) einsetze, ein 3C oder kleiner in Verwendung. Ist vom Spielen weit effizienter, man braucht einerseits weniger Lautstärke um durchzukommen (was musikalisch günstig ist) und man setzt sich mit weit weniger Kraftaufwand (was physiologisch günstig ist) durch und nicht zu vergessen, deine Vordermänner/Vorderfrauen danken es dir, wenn du ihnen nicht volle Kanone die Ohren zuballerst.
TrpMax
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Re: "geprellte" Oberlippe?

Beitrag von TrpMax »

Interessante Überegung! Ich dachte, die kleineren Maße würden mir dann noch mehr in die Lippen schneiden, als bei einem größeren. Der sicher gegebene Druck verteilt sich ja anders. Ich habe ein Dennis Wick Ultra 3c. Vielleicht probiere ich das mal.
hannes
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Re: "geprellte" Oberlippe?

Beitrag von hannes »

Wäre ich gezwungen, mit einem 1,5c Lead bis g3 zu spielen, wäre meine Oberlippe auch kaputt (ganz nach dem Motto: Warum einfach, wenn es auch schwer geht) :-)
Vielleicht helfen dir die Tipps zum Downsizing, aber ich möchte hier kein altes Fass öffnen.
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