C- und B-Trompetennotierung. Tonarttabelle statt transponier

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Re: C- und B-Trompetennotierung. Tonarttabelle statt transponier

Beitragvon Schlaui » Dienstag 16. Oktober 2007, 08:28

Der Nutzen davon, zu wissen, wie die Tonarten verwandt sind, kommt erst richtig zum Vorschein, wenn man funktional denkt.

Beispiel: Trompete in B-Notation, Tonart F-Dur, notiertes c.
Mit einer C-Trompete muss ich jetzt den Ton finden, der in Es-Dur so klingt, wie das C in F-Dur.
c ist die 5. Stufe in F-Dur, die Quinte oder Grundton der Dominante oder der mixolydischen Reihe (oder für Synästhesisten der warme dunkelrote Ton mit den Dornen und dem Federbuschel :mrgreen: ). Wer jetzt weiß, wie der Ton mit diesen Eigenschaften in Es-Dur heißt, darf zur Belohnung diesen auf der C-Trompete probieren. :D

Das hört sich kompliziert an, hat aber den Vorzug, dass man nicht jeden Ton einzeln umrechnen muss, sondern ganze Phrasen (Tonleiterabschnitte oder Arpeggien) im Stück umrechnen kann.
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Re: C- und B-Trompetennotierung. Tonarttabelle statt transponier

Beitragvon stripy » Dienstag 16. Oktober 2007, 11:03

naja das ist ein b. aber das ergibt sich doch schon aus der tatsache, dass ich mit der c trompete einen ton tiefer spielen muss als mit der b.

ich hoffe jetzt nicht, dass ich einen überlegungsfehler gemacht habe, das wäre dann ziemlich :oops:

aber deine aufgabenstellung verwirrt mich etwas. klar kann ich von es-dur die quinte ausrechnen, dann komme ich auch auf ein b aber weshalb soll ich einen umweg fahren, wenn ich einfacher zum ziel komme? (das wissen über die verwandschaft der tonarten ist unbestritten hilfreich aber meiner meinung nach nicht unbedingt in diesem rahmen)
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Re: C- und B-Trompetennotierung. Tonarttabelle statt transponier

Beitragvon Schlaui » Dienstag 16. Oktober 2007, 11:34

Ich sagte ja, dass es hilfreich ist, wenn man ganze Phrasen in einem Zug transponieren will. In dem Beispiel wäre eine Figur wie IIIm7-Akkord aufwärts und Tonleiter abwärts bis zur 2. Stufe dann weiterhin IIIm7 aufwärts und Tonleiter wieder runter bis zur 2. Stufe, nur eben in Es statt in F.

Und nicht: a wird zu g, c wird zu d, e wird zu d und dann g wird zu f, f wird zu e ähhhh... es, d wird zu c und so fort.

Na gut, lernen muss man natürlich beides, und "Alles ein Ton tiefer" ist wohl zunächst mal der pragmatischere Ansatz. :mrgreen: Aber über die neue Tonart sollte man sich sicher erst mal klar werden.
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Re: C- und B-Trompetennotierung. Tonarttabelle statt transponier

Beitragvon Sunny_Princess » Mittwoch 17. Oktober 2007, 15:02

Also ich war jetzt das erste Mal in der Big Band (Rein musikalisch ja schonmal ein RIESEN Unterschied!)... die haben natürlich nicht schlecht geguckt, als ich denen erklärte, wie ich eigentlich spiele.. An dem Tag hab ich erstmal die Griffe untergeschrieben :D Aber um schnelle Abläufe zu spielen, muss ich mich jetzt wohl erstmal umgewöhnen.

Hehehe* Nebenbei: Ne deutsche Scherzer Trompete haben die vorher auch noch nicht gesehen (allein die Konzerttrompetenbauart ;)...)

Ich bin da jetzt ein Exot :) Aber gut aufgenommen. Irgendwie klappt das schon...

Gruß

Sunny Princess
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Re: C- und B-Trompetennotierung. Tonarttabelle statt transponier

Beitragvon amateur » Mittwoch 17. Oktober 2007, 15:36

Sunny_Princess hat geschrieben:Also ich war jetzt das erste Mal in der Big Band (Rein musikalisch ja schonmal ein RIESEN Unterschied!)... die haben natürlich nicht schlecht geguckt, als ich denen erklärte, wie ich eigentlich spiele.. An dem Tag hab ich erstmal die Griffe untergeschrieben

Ich habe auch erst hier im Forum davon erfahren, dass man B-Trompete klingend lernen kann :wink:
Griffe drunterschreiben machen wir auch gelegentlich, wenn unser Kapellmeister mal wieder 6# oder 6b auflegt :schock: , das hilft oft gewaltig :gut:
Sunny_Princess hat geschrieben: :D Aber um schnelle Abläufe zu spielen, muss ich mich jetzt wohl erstmal umgewöhnen.

Ist wohl besser, als alles umzuschreiben, wird ja doch irgendwann ein bisschen viel :shock:
Sicher findet sich in der Big Band auch jemand, der Dir dabei hilft
Sunny_Princess hat geschrieben:Hehehe* Nebenbei: Ne deutsche Scherzer Trompete haben die vorher auch noch nicht gesehen (allein die Konzerttrompetenbauart ;)...)
Ich bin da jetzt ein Exot :) Aber gut aufgenommen. Irgendwie klappt das schon...

Ist doch auch schön, haben die anderen auch was dazugelernt :huepf:

Ich wünsche Dir auf jeden Fall viel Spass und Erfolg dabei :mrgreen:

LG, Helmut
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Re: C- und B-Trompetennotierung. Tonarttabelle statt transponier

Beitragvon Sunny_Princess » Donnerstag 18. Oktober 2007, 14:54

Also eins würd mich jetzt abschließend doch nochmal interessieren....

Was würde passieren, wenn ich mir einfach eine C-Trompete "schnappen" würde und wie "gewohnt" spielen würde?

Rein aus Neugier!!
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Re: C- und B-Trompetennotierung. Tonarttabelle statt transponier

Beitragvon stripy » Donnerstag 18. Oktober 2007, 15:29

naja ich bin da nicht so sattelfest, probiere aber dennoch eine antwort zu geben. lasse mich gerne korrigieren, wenn ich falsch liegen sollte.

ich brauche aber noch etwas nachhilfe, da mir die "andere" griffweise total fremd ist.

auf der b trompete greifst du bei einem notierten a' das zweite ventil, oder? falls du das mit der c trompete machst, spielst du ein klingendes h' deine kollegen auf der b aber ein klingendes g' oder so... ahhh! ich hoffe das stimmt :oops:
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Re: C- und B-Trompetennotierung. Tonarttabelle statt transponier

Beitragvon Sunny_Princess » Donnerstag 18. Oktober 2007, 15:39

hehe*

Na ja, ob nun so oder so... es würd wohl nicht helfen ;)
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Re: C- und B-Trompetennotierung. Tonarttabelle statt transponier

Beitragvon stripy » Donnerstag 18. Oktober 2007, 15:46

ausser du erlernst die "normale" griffweise und gehst mit der c trompete in den posaunen-chor. so würde es doch funktionieren, oder?
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Re: C- und B-Trompetennotierung. Tonarttabelle statt transponier

Beitragvon Sunny_Princess » Donnerstag 18. Oktober 2007, 16:02

Hm, ich weiß es nicht, genau deshalb hatte ich nochmal nachhaken wollen :lol:

Vielleicht ist ja jemand hier, der uns aufklären kann ? :P
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Re: C- und B-Trompetennotierung. Tonarttabelle statt transponier

Beitragvon Schlaui » Donnerstag 18. Oktober 2007, 16:37

@Sunny Princess: Wenn du mit der B-Trompete Big-Band und Blasmusik spielst, könntest du im Posaunenchor mit einer C-Trompete die gleichen Griffe verwenden ohne umzulernen.

Umgekehrt geht das nicht (es gibt keine As-Trompeten zu kaufen). Du solltest aber auf der C-Trompete trotzdem erst ein wenig üben, weil die in der Intonation sehr gewöhnungsbedürftig ist.
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Re: C- und B-Trompetennotierung. Tonarttabelle statt transponier

Beitragvon smooth » Donnerstag 18. Oktober 2007, 20:28

da sie aber ja den umgekehrten weg gehen möchte, macht das mit der c-trompete nich wirklich sinn.

@sunnyprincess

lern die b-schreibweise! du eröffnest dir damit einfach die möglichkeit, (fast) alles an trompetenliteratur zu blasen, was es gibt. transponieren hört sich erst unwarscheinlich kompliziert an, ist es aber gar nicht. du kannst ja mal versuchen ein dir bekanntes stück einen ton (2 halbtonschritte) tiefer zu blasen, dann wirst du schnell erkennen, warum du zwei b-chen dazurechnen mußt.

zur verdeutlichung: c-dur ist für dich klingend c d e f g a h c. b-dur ist genau zwei halbtonschritte tiefer für dich und hat dann gegenüber c-dur zwei b-chen mehr, also b c d es f g a b. bei b-dur als ausgangstonart, müßtest du nach as-dur wechseln, also wieder 2 halbtonschritte tiefer und 2 b-chen mehr.

um sich die andere schreibweise anzueignen solltest du leichte stücke blasen, die du schon kennst, also z.b kinderlieder, volksweisen, choräle. erst in deiner c-schreibweise dann in b-schreibweise. das gehirn legt dann irgendwann selbst den schalter um, du mußt dann nur noch c oder b denken und der rest geht (fast) von alleine.
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Re: C- und B-Trompetennotierung. Tonarttabelle statt transponier

Beitragvon jamaika » Donnerstag 18. Oktober 2007, 20:54

Ich kann mich noch gut daran Erinnern als ich in einem Posaunenchor mit gespielt habe. Mensch das war nicht einfach. Mein Lehrer hat mir damals einen Notenzirkel mit gegeben, wo ich immer kucken konnte welche Tonart ich jetzt spiele. Ich glaube das es drei Monate gedauert hat bis ich richtig dabei war. Um bei Auftritten keine grossen Fehler zu hoeren hat man mich in die zweite Stimme gesteckt. Kann mich auch noch daran Erinnern, das ich einmal richtig Losgelegt habe, aber in der falschen Tonart und ein Trompeter der von sich ueberzeugt ist, blaesst fest herein und das habe ich gemacht. Der ganze Posaunenchor wurde ploetzlich still und ich wusste, das ich was nicht richtig gemacht habe. So kann man auch lernen.

Gruss Jamaika

P.S. Ich weiss nicht was schwieriger ist, ein Ton hoeher zulernen oder einen Ton tiefer, aber ich kann @sunnyprincess gut nach vollziehen. Hab einfach mehr Geduld, du schaffst das schon.
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Re: C- und B-Trompetennotierung. Tonarttabelle statt transponier

Beitragvon denti » Montag 22. Oktober 2007, 21:06

Es ist gar nicht so schwer die "andere" Griffweise zu lernen.
Ich habe als Jugendlicher im Posaunenchor gespielt und danach
nur noch sporadisch zum Instrument gegriffen.
Jahre später habe ich nun vor 9 Monaten in einer
Hobby- Bigband wieder angefangen zu spielen.
Am Anfang habe ich bzw. unser Bandleader die
Noten transponiert und alles neu geschrieben,
weil ich Angst vor der anderen Griffweise hatte.
Vor 6 Wochen war mir das jetzt aber zu dumm
und ich habe die neuen Stücke direkt gespielt.
Die schwierigeren Passagen habe ich zuerst mit
den Griffen versehen, das lasse ich aber jetzt auch.
Mittlerweile kann ich Ein Stück in Kuhlo-Griffweise
und danach ein Stück in normaler Griffweise direkt
hintereinander spielen und das ohne gross zu üben
(max 3 mal 1/2 h pro Woche).
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