Bach Stradivarius ML 180-37

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Puukka
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Bach Stradivarius ML 180-37

Beitrag von Puukka » Freitag 12. November 2010, 20:09

Modell: Bach Stradivarius ML 180-37
Besondere Spezifikationen:
25er Mundrohr, 37er Becher, Neusilberaussenzüge (bei bestimmten Serien von den Versilberten wurden diese durch Gelbmessing ersetzt)
Pro: sehr gutes Rasten, wenig Luftverbrauch
Kontra: der hohe Widerstand ist nicht Jedermanns Sache
Gesamtbewertung: (1 bis 5 Punkte) 5

Klang:
Hell und zentriert, mit viel Kern
Spielgefühl:
Recht ausgeprägter Widerstand, leichtgängig wegen geringem Luftverbrauch

Verarbeitung:
Das Modell, das ich zuhause habe, ist bis auf zerkratzte Ventile und Federgehäuse schön gefertigt
Persönliche Bewertung:
Ich selber hatte schon zweimal die "Standard Strad" und jetzt eine zum Testen zuhause.
Auch ist sie gerne meine Referenztrompete wenn ich Vergleiche anstelle.
Der Eindruck ist jedesmal der Gleiche. Sie hat recht viel Widerstand, was die Flexibilität erleichtert. Das Rasten ist ausgeprägt, der Luftverbrauch relativ gering.
Somit steht der Ton mit wenig Aufwand schön gerade. Jedoch ruppig finde ich sie ab a2. Da bevorzuge ich Trompeten, die mehr Luft durchlassen (natürlich Ansatzsache). Diese Meinung teilen jedoch auch teilweise Profi Musiker, die ich kenne.
Zum Solieren im Mittel- und unteren Bereich gefällt sie mir sehr gut, weil man damit leicht gleichmässige Achtelketten spielen kann.

Verarbeitungsmässig scheinen sie wieder sehr gut zu sein, vor dem Streik wurden z.B. bei den Versilberten die Lötstellen nicht verschliffen, dadurch waren sie extrem unrägelmässig. Ausserdem konnte ich damals eine zeitlang kein frisch ausgepacktes Modell ohne Kratzer oder Werkzeugspuren durch die Fertigung finden.
Ich hatte damals auch Versilberte gesehen, bei denen die Oberfläche unter dem Silber stellenweise nicht mal ordentlich poliert, sondern rau war.

Diese Zeiten sind zum Glück vorbei und weder die katastrophale Qualitätskontrolle damals, das Auslagern der Schülertrompeten nach China, noch der lange Streik konnte dem Ruf der Bach Stradivarius etwas anhaben.
Die Erzählung, man müsse sich aus mehreren eine gute Strad heraussuchen, gilt meiner Meinung für jedes Serienmodell jeder Firma.
Bei Modellen mit ausgeprägtem Widerstand kommen mir die Serienstreuungs-Schwankungen auch spürbarer vor.

Fazit: Die Stärken liegen beim geringen Luftverbrauch, dem guten Rasten mit dem zentrierten, kernigen Klang. Ich würde mit Ihr gerne Klassik spielen (wenn ichs könnte).
Wer offenere Trompeten bevorzugt, sowie einen biegsameren formbaren Ton, der mag diese Vorstellungen bei anderen Geräten leichter umsetzen können.
Schilke 11C2
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kleinerTrompeter
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Re: Bach Stradivarius ML 180-37

Beitrag von kleinerTrompeter » Montag 15. November 2010, 20:20

Hallo Puukka!

Ich durfte jetzt 3 Strad unterschiedlicher Jahrgänge testen.
1. 90er
2. 80er
3. 70er (meine Eigene!)

Alle sind hervorragende Instrumente und hatten genau daß, was mir an einer Strad gefällt.
Ich hätte mich sofort an jede der 3 gewöhnen können!
Schlechte Strads sind wohl extrem selten....

Grüße Jörg
78er Bach Stradivarius 37 versilbert
modifiziertes Bach 7D

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