Schagerl Academica James Morrison

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Modell:
Besondere Spezifikationen: (Light/Heavy, Bohrung, Becher etc.):

Pro: (Stichworte)
Kontra: (Stichworte)
Gesamtbewertung: (1 bis 5 Punkte)

Klang:
Spielgefühl:
Verarbeitung:
Persönliche Bewertung:

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Schagerl Academica James Morrison

Beitrag von Puukka » Montag 2. Mai 2011, 22:18

Modell: Schagerl Academica TR-SP-L James Morrison
Besondere Spezifikationen:
ML, Verkehrtes Mundrohr, 0,5mm Gelbmessing, Neusilber Aussenzüge, Sterlig Silber Mundrohr, Goldmessing Schallbecher
Pro:
Setzt sich gut durch, Sterling Silber Mundrohr
Kontra:
"Plärrt" etwas
Gesamtbewertung: (1 bis 5 Punkte) 5
Klang:
Hell, offen und kräftig
Spielgefühl:
Merklicher Widerstand, aber sehr flexibel
Verarbeitung: Sehr gut, die Züge und Pumpen sind sehr gut eingeschliffen

Persönliche Bewertung:
Das ist die James Morrison der Academica Serie. Sie geht sehr schnell auf und wird hell und kräftig. Neigt daher mit meinem 14A4a auch etwas zum "Plärren".
Somit ein ideales Big Band Instrument, mit der man gut durchkommt. Erinnert mich ganz stark an eine reine Leichtgewichtige. Der Widerstand ist normal ausgeprägt, man braucht Stütze, jedoch dann geht sie schnell auf.
Die Verarbeitung ist prima und das Preis/Leistungsverhältnis ist somit sehr gut. Sie wird nach Schagerls Angaben in Taiwan hergestellt.

http://www.schagerl.com/Trompete/Menu-ID-98.html
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Re: Schagerl Academica James Morrison

Beitrag von gozilla » Mittwoch 4. Mai 2011, 09:26

Moin Puukka,
sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis

ist für meinen Geschmack zu kräftig im Sound...liegt aber teilweise natürlich am Mundstück...ich fand sie mit einem Monette Prana B6S mit der 84 backbore ab g" zu hell und fast schon etwas ordinär...sorry about that

meine Version hat sehr nach ihrem Herstellungsort gerochen besonders wenn sie beim Spiel warm geworden ist

für mich ein KO Kriterium als von Allergien geplagter Mensch

Ansonsten wem der Sound gefällt eine sehr solide Trompete zu einem wirklich guten Preis

Gruß G

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Re: Schagerl Academica James Morrison

Beitrag von Puukka » Mittwoch 4. Mai 2011, 10:39

Da haben wir somit die gleiche Erfahrung gemacht.
Sehr Kräftig und hell. "Ordinär" empfand ich als "plärrend" im ff
Mehr zum Durchschneiden als zum verhaltenen, soften Spielen.
Ich hatte 3 Versilberte getestet. Kaum Unterschied, also recht konstant gefertigt.
LG
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Re: Schagerl Academica James Morrison

Beitrag von Puukka » Sonntag 14. August 2011, 16:06

Modellpflege bei der James Morrison JM1:

Sie wird jetzt mit einem anderen Mundrohr, nämlich dem der Meister Serie, mit österreichischen Tools hergestellt, in Goldmessing, sowie Goldmessing Stimmzugbogen, ausgeliefert.
Finde ich persönlich klasse, somit sind alle zinkfrassbeliebten Stellen besser geschützt. Hatte ich bisher nur bei einigen Kanstuls gesehen.

Derzeit hab ich drei Exemplare ausprobiert, positiv aufgefallen ist mir, daß sich der Klang gut von weich bis hell steuern lässt.
Kleines Gimmick ist noch die neue Signature Gravur am Becher.

LG

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Re: Schagerl Academica James Morrison

Beitrag von Puukka » Dienstag 16. August 2011, 21:14

Heute hab ich noch zwei Weitere unter die Lupe genommen.

Ich muss sagen, die Lackierten haben es mir vom Klang speziell angetan, sie lassen sich alle, wie schon beschrieben, wunderbar von weich bis hell steuern und haben einen "Bachischen", kernigen Klang. Vermutlich tut ihr das viele Goldmessing sehr gut.

Von der Verarbeitung möchte ich persönlich erwähnen, daß bei allen bisher getesten Exemplaren alle Züge ideal eingschliffen waren. Also leichtgängig aber nicht zu. Der zweite Zug fest. Trotzdem ohne Probleme abziehbar.
Diese Konstanz finde ich bemerkenswert. Die Pumpen gehen auch sehr fein Schilkeähnlich.

LG
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Re: Schagerl Academica James Morrison

Beitrag von Puukka » Donnerstag 18. August 2011, 22:34

Augen gemacht hab ich wieder einmal eim Abwägen.

Meine "leichte" Schilke hat 1029g.......die "normale" Schagerl hat nur 1000g.

Somit ist entweder Schilke nicht leicht oder Schagerl nicht normal :wink:
LG
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Re: Schagerl Academica James Morrison

Beitrag von Puukka » Dienstag 4. Oktober 2011, 11:53

Update nach eineinhalb Monaten Praxis:

Verglichen mit den Hörnern der Kollegen fällt der kernige Ton auf, der sich gut durchsetzt und für den Spieler z.B. für mich in der Big Band, angenehm gut zu hören ist. Der Klang wird als "eher Klassisch" beschrieben. Die Spielbarkeit wird, speziell in der Höhe, als leicht empfunden.

Verarbeitungsseitig sind mir bei den lackierten Modellen durch die Fertigung Mini Kratzerchen aufgefallen, die die Versilberten nicht haben.
Schätze, die Versilberung genügt, um diese zu decken. Jedoch finde ich das, nachdem alles andere (Wichtigere) wie Pumpen, Züge, Lötstellen bei allen getesteten Exemplaren sauber gefertigt waren, vernachlässigbar. Auch sind diese "Werkzeugspuren" leider u.A. bei Schilke "normal".

LG
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Re: Schagerl Academica James Morrison

Beitrag von Trompeet » Sonntag 9. Oktober 2011, 23:37

Herzlichen Glückwunsch, Karl Schagerl, zu solchen Instrumenten!!!
Ich hatte die Gelegenheit sowohl die JM1 als auch die JM2 in versilbert zu testen. Ohne den Preis zu kennen, war ich spontan sehr angetan von der Qualität und Verarbeitung beider Instrumente. Redet mal nicht alle über den Herstellungsort - kein Mensch kann doch mehr wirklich verfolgen, wo welches Teil einer Trompete produziert wird. Auf das Endergebnis kommt es an und da kommen eben schon gute Modelle aus Taiwan. Yamaha produziert übrigens auch in China und Indonesien. Und drei mal dürft Ihr raten, wo die meisten Teile eines Volkswagens hergestellt werden!!!

Egal, ich war jedenfalls schon sehr überrascht über gut laufende Züge und Ventile sowie über das reine Handling. Allerdings fand ich beide sehr jazzig, obwohl die JM2 die Bezeichnung "Klassik" trägt. Mit voller Überzeugung werde ich aber die JM2 in meine Trompetenvitrine nehmen. Sie liegt sehr gut ausbalanciert in der Hand, hat sehr weiche Ringe auf 1. und 3. Halbtonbogen und für den kleinen Finger. Mit einer Heavy-Weight-Kanne hat man eben auch etwas mehr Blech in der Hand. Und das muß sitzen. Sie bietet den gewöhnlichen MediumLarge-Widerstand und erforfert etwas mehr "Bums" aus der Stütze, ist aber nicht übertrieben eng. Das Doppelmundrohr nimmt die Schwingung sehr gut auf, muß aber auch mit "angezogener Handbremse" gespielt werden. Etwas zu viel gestützt und es knallt. Für klassische Musik ist sie deutlich zu hell trotz wirklich großem Tilz 200- 0 1/2 E "AB". Aber für jazzige Nummern oder wie es gerne auch mal heißt: den "commercial sound" ist sie ideal. Sie ist übrigens gut vergleichbar mit der Yamaha 8335 EM, dem Eric Miyashiro Signature-Modell, allerdings etwas schwerer. Und als ich den Preis gelesen habe, habe ich gelacht. Ich hätte sie auf ca. 1.800 EUR bis 2.200 EUR geschätzt, aber sie geht für 1.290 EUR über die Ladentheke (zumindest in Australien, denn es gibt sie nicht für den europäischen Markt). Das Mnozil Brass Modell soll wohl so ähnlich sein. Wenn das stimmt, können sich andere Hersteller warm anziehen.

Das Schagerl Academica James Morrison Modell JM2 wird sich jedenfalls zu meinen anderen Trompeten gesellen und sich hoffentlich mit den anderen europäischen und japanischen Instrumenten verstehen.

Mein Fazit: Ich werde als Klassiker das Instrument zwar kaum auf der Bühne nutzen, aber es macht höllisch Spaß zu spielen. Und deswegen: HER DAMIT!!!

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Re: Schagerl Academica James Morrison

Beitrag von Puukka » Mittwoch 2. November 2011, 20:13

Hier eine weitere Ergänzung:

Leider hat sich bei meinem Exemplar nach kurzer Zeit der Lack bei den Griffstellen schon etwas abgerubbelt, deshalb bin ich jetzt auf eine Versilberte umgestiegen.
Dafür liess ich mir 7 Stück versilbert mit Goldmessing Mundrohr aus dem Lager holen.
Die Fertigungstoleranzen halten sich in Grenzen. Der Widerstand variiert etwas. Jedoch die Fertigungsqualität war bei allen prima, ich hab sie alle zuhause genauestens und nicht nur sprichwörtlich unter die Lupe genommen, bis auf kleine Ausreisser bei Einer (Kratzer und schwache Delle beim zweiten Zug) gleichmässig gut.
Die Züge und Pumpen gleichmässig ideal eingeschliffen.

Die Versilberten klingen eindeutig etwas härter und kräftiger als die Lackierten. Die Lackierten somit eher softer.
Bisher gab es ansonsten noch keine Rückgänge bei den Lackierten, mag sein, daß ich einen Montagslack erwischt hatte.

LG
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Re: Schagerl Academica James Morrison

Beitrag von leonhard schmied » Dienstag 14. Februar 2012, 16:21

Hallo Zusammen,

ich hatte letzten Freitag auch mal das Vergnügen die neuen Academica-Instrumente zu testen.

Modell:
Schagerl Academica "James Morrison"

Pro:
- wenig Widerstand
- setzt sich gut durch

Kontra:
- wenig Klangfarben --> nur hell

Gesamtbewertung: 3 Punkte

Klang: sehr hell, gut geeignet als Lead-Trompete
Spielgefühl: geht gut los
Verarbeitung: hab ich schon besseres gesehen bzgl. Lötstellen
Persönliche Bewertung: wer eine Giftspritze für den Bigband-Einsatz sucht ist mit diesem Instrument sehr gut aufgehoben auch im Hinblick auf den Preis.
Mir persönlich wäre sie zu eintönig bzgl. der Klangfarben (hab mit tiefen und flachen Mundstück getestet)
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Schagerl Academica James Morrison

Beitrag von flompeter » Montag 21. Januar 2013, 20:49

hey Leute,
also im Sommer werde ich mal persönlich bei Schagerl in Mank vorbei schauen und mir genau diese 2 James Morrison Modelle ansehen. Aber aus euren vielen Bewertungen schließe ich, dass ich sie doch selbst probieren muss um mich für eine zu entscheiden.

Frage zum Preis:
Im Thema stand schreib jemand was von 1.290 € , aber laut Webseite gibts sie lackiert für 1.100€ und versilbert für 1.350€ . Sind die Preise nicht aktuell ? es gibt auch noch keine wirkliche erwähnung von der differenzierung von JM1 und JM2 . Die James Morrison Signature Kanne ist wohl die JM1 aber die JM2 finde ich gar nicht ....

Hilde wäre stark, allein, weil ich dann genau weiß wie viel ich noch sparen muss :D

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