Thomann FH 600 GS Flügelhorn

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TrompetenKäfer
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Thomann FH 600 GS Flügelhorn

Beitrag von TrompetenKäfer » Montag 15. Oktober 2018, 09:24

Modell: Thoman FH 600 GS Perinet-Ventil Flügelhorn
MS-Bohrung, 11.0mm
15cm Goldmessing-Schallstück
Versilbert

Pro: Saubere Verarbeitung, Optisch kein Kracher, sieht nach dem aus, was es ist: China-Ware. Gut verschliffen, gut poliert, Versilberung war makellos
Innenzüge laufen von Anfang an gut, sitzen passgenau, die Wasserklappen funktionieren einwandfrei
Die Pumpen laufen anfangs etwas zäh, ein paar Tropfen des mitgelieferten Öl´s verbessern die Laufeigenschaften merklich, ein vorhandenes Yamaha Perinet-Öl macht den Pumpen richtig Beine
Angenehmer Druckpunkt, angenehmer Ventilweg, lässt sich von Anfang an auch schnell/flüssig spielen
Ansprechverhalten mit dem mitgelieferten (NoName) Mundstück ist schon in Ordnung, mein vorhandenes Bach 3C verbessert die Ansprache nochmals etwas
Klang ist rund und wenig obertonreich, genau das Gegenteil von meinem 1er Flügelhorn (Drehventil), und somit das, was ich suchte.

Contra: Der Geruch, wenn man den Koffer aufmacht. Das Zeug stinkt ungemein, und der Hinweis, dass der Weichmacher aus den Plastikfüßen zu Verfärbungen bei Bodenbelägen führen kann, ist wenig vertrauenerweckend. Da gäbe es um nicht viel mehr Geld auch Koffer/Taschen, die das besser können und der Kunde keine "Filzgleiter" unterlegen muss, damit der Boden schön bleibt - das geht garnicht.

Der Koffer selbst ist platzmäßig unbrauchbar und hardwäremäßig der größte Schwachpunkt, da er über keinerlei zusätzliche Fächer/Stauraum verfügt, um irgendwas mittransportieren zu können -> absolut unbefriedigend.

Der dumpfe Klang wird - sofort merkbar - über Masse erreicht; das Horn ist sehr schwer und hat mir gleichmal im linken Arm gezeigt, wo es herkommt - die erste Anblassession war deutlich zu spüren. Ergonomisch ist das Horn halbwegs okay, aber das Gewicht ist echt MEGA.

Der Stimmungs- und Intonationstest hat gleich gezeigt, dass das mitgelieferte Mundstück keine große Unterstützung ist. Das klingende B auf 442Hz benötigte bei mir ca. 1cm Stimmzug, die Naturtonreihe war aber dann nur mit höchstem Intonationsaufwand sauber spielbar. Hab daher gleich zu meinem Bach 3C gegriffen und siehe da: 1cm bleibt, Naturtonreihe stimmt. Vorerst mal große Freude, aber wehe dem, der die Ventile drückt!

Alle 1/3 bzw. 1/2/3-Kombinationen stimmen extrem schlecht. Der ergonomisch katastrophale Trigger am 3. Zug (nochdazu mit Schraube am Zug befestigt -> Wasser lasse - Katastrophe) ist keine große Hilfe, da der Hebel einfach zu kurz und zu wenig gebogen ist, um ihn komfortabel bedienen zu können.

Der Hund liegt meinen Test nach im 1. Ventil begraben. Zieht man den Zug um etwa 2 - 3mm raus, dann wird's besser, aber es ist nach wie vor viel Arbeit, das Ding sauber intonierend zu blasen.

Da ich sehr gut stimmende "Erst"-Instrumente habe, will ich mich nicht für ein paar Auftritte im Jahre extra wieder umgewöhnen/umtrainieren müssen, das ist mir zu aufwendig.

Wenn das Horn hinsichtlich Stimmung/Intonation überarbeitet und verbessert würde, wäre das mMn kein allzu großer Aufwand, denn in der vorliegenden Form ist es als Zweitinstrument wenig tauglich und für Schüler/Anfänger einfach zu schwer.

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Re: Thomann FH 600 GS Flügelhorn

Beitrag von LidlLidl » Freitag 2. November 2018, 15:21

-> Vgl. mit dem schon vorhanden gewesenen Test.

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