Stanley Friedman - Solus

Hier geht`s um die klassischen Stücke,Märsche,Techniken etc.

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with_joerg
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Stanley Friedman - Solus

Beitrag von with_joerg »

Hallo, bin mir nocht sicher ob das hier rein gehoert oder zur modernen Musik. Mein Gefuehl sagt: hier.

Kurze Frage. Stanley Friedman - Solus. Ich habe irgendwo mal gehoert dass man das auf einer C Trompete spielen muss/soll. Ich hab' aber jetzt beim Googlen und auch in Friedman's instructions zum Stueck nix ueber eine C Trompete gefunden. Wer kann mir sagen wie das genau ist?
blechfan
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Re: Stanley Friedman - Solus

Beitrag von blechfan »

with_joerg hat geschrieben: Mittwoch 19. Mai 2021, 22:52 Ich hab' aber jetzt beim Googlen und auch in Friedman's instructions zum Stueck nix ueber eine C Trompete gefunden. Wer kann mir sagen wie das genau ist?
Wie das genau ist kann ich Dir nicht sagen. Aber beim googeln hab' ich folgendes gefunden:
https://s3.amazonaws.com/editions-bim.c ... _TP114.pdf
Hier gibt es Hinweise für den Interpreten vom Komponisten höchstpersönlich. Vielleicht hilft Dir das weiter?
Gruß blechfan
pit
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Re: Stanley Friedman - Solus

Beitrag von pit »

Vielleicht helfen dir diese Hinweise?

https://www.youtube.com/watch?v=-r48Ujy6580
with_joerg
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Re: Stanley Friedman - Solus

Beitrag von with_joerg »

Vielen Dank an alle! Sehr Hilfreiche Antworten.
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Re: Stanley Friedman - Solus

Beitrag von Singvögelchen »

Ich bin mir ziemlich sicher, dass im 4. Satz die Töne mit herausgelöstem 2. Ventilbogen nur auf einer Perinet-C-Trompete funktionieren wie vom Komponisten gewünscht.
Liebe Grüße vom Singvögelchen!


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blechfan
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Re: Stanley Friedman - Solus

Beitrag von blechfan »

Singvögelchen hat geschrieben: Donnerstag 20. Mai 2021, 21:20 Ich bin mir ziemlich sicher, dass im 4. Satz die Töne mit herausgelöstem 2. Ventilbogen nur auf einer Perinet-C-Trompete funktionieren wie vom Komponisten gewünscht.
Wer kann mir das mal erklären? : Das Stück ist für Solotrompete, also ist es doch egal, ob ich es mit der B-Trompete oder der C-Trompete spiele. Klingt halt einen Ton tiefer oder höher. Und die Züge sind doch auch bei B und C die gleichen: 1 - 1/2 - 1 1/2- Ton. Warum kann da irgendwas auf der B nicht funktionieren?
Mit unwissenden Grüßen
blechfan
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Re: Stanley Friedman - Solus

Beitrag von with_joerg »

@blechfan , da wird im Anhang ein Alternativer Fingering erklaert zum bending der Toene (keine Ahnung wie das auf deutsch heisst). Der Fingering scheint nur auf C Trompeten zu funktionieren. Keine Ahnung warum.
juzi
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Re: Stanley Friedman - Solus

Beitrag von juzi »

Da in der Fanfare der 2. Ventilzug entfernt wird, muss der Ventilblock ein gewisse Distanz zu Mundstück und Schallstück haben, damit die offene (2,23) und geschlossene Position (1,3,13) von der Intonation übereinstimmen. Da das Stück quasi für eine Bach C-Trompete geschrieben wurde kann man davon ausgehen, dass diese Proportionen da in etwa stimmen. Es kann auf B-Trompete auch funktionieren wenn die Verhältnisse passen (man kann mit dem Stimmzug etwas helfen). Wichtig ist auch, dass der 3 Zug bis zum maximum gezogen werden kann.
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Bixel
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Re: Stanley Friedman - Solus

Beitrag von Bixel »

Frage: Wer tut sich freiwillig so etwas an?
Für mich duftet das mächtig nach "Hurz".

Anstatt sich über Stunden in die Interpretation einzuarbeiten, lässt sich eine Solo-Performance vergleichbarer künstlerischer Wertigkeit doch auch spontan in die Welt setzen?
Dazu müsste man auch nicht unbedingt Hape Kerkeling heißen. :cracy:
Rausgehen ist wie Fenster Aufmachen, nur viel krasser.
Singvögelchen
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Re: Stanley Friedman - Solus

Beitrag von Singvögelchen »

blechfan hat geschrieben: Donnerstag 20. Mai 2021, 22:27
Wer kann mir das mal erklären? : Das Stück ist für Solotrompete, also ist es doch egal, ob ich es mit der B-Trompete oder der C-Trompete spiele. Klingt halt einen Ton tiefer oder höher. Und die Züge sind doch auch bei B und C die gleichen: 1 - 1/2 - 1 1/2- Ton. Warum kann da irgendwas auf der B nicht funktionieren?
Es geht in erster Linie nicht um B oder C sondern um den Unterschied Perinet/Drehventil. Bei der einen hast du ein langes Mundrohr und die Ventile weit weg vom Mundstück, bei der anderen ein kurzes Mundrohr und die Maschine gleich dahinter. Wenn du also den zweiten Ventilbogen entfernst, kommen bei beiden Varianten völlig unterschiedliche Töne (oder nenn es halt Geräusche) raus. Und zwar vom Komponisten exakt vorgegebene. Das ist der Punkt.
Da kommt dann eben auch noch die C-Trompete ins Spiel. Klingend notierte Töne. Könntest du theoretisch auch auf der B spielen, dann halt einen Ton höher, aber auch da kommen die Effekte mit dem rausgelösten 2. Ventilbogen nicht wie gewünscht rüber.
Zugegebenermaßen ein Spielfeld für Spezialisten.
Liebe Grüße vom Singvögelchen!


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Re: Stanley Friedman - Solus

Beitrag von blechfan »

Singvögelchen hat geschrieben: Freitag 21. Mai 2021, 23:34 Es geht in erster Linie nicht um B oder C sondern um den Unterschied Perinet/Drehventil.
Ich vermute mal, dass der Komponist nicht ernsthaft an den Einsatz einer Drehventiltrompete gedacht hat?
Sondern nur an den Unterschied B-Perinet und C-Perinet.
Singvögelchen hat geschrieben: Freitag 21. Mai 2021, 23:34 Klingend notierte Töne.
Das scheint mir die entscheidende Info zu sein. Wenn ich klingend spielen soll, habe ich ja auf B- und C-Trompete völlig verschiedene Griffe. Und entsprechende Auswirkungen, wenn ein Zug entfernt wird.
Danke für die Infos!
Gruß blechfan
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Re: Stanley Friedman - Solus

Beitrag von BrigantiumJazz »

https://m.soundcloud.com/stanley-friedman/friedmansolus

Hier findest du eine Aufnahme, wo Friedman selbst sein Stück Solus spielt...
-=iii=< BrigantiumJazz
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Re: Stanley Friedman - Solus

Beitrag von juzi »

Bixel hat geschrieben: Freitag 21. Mai 2021, 09:12 Frage: Wer tut sich freiwillig so etwas an?
Für mich duftet das mächtig nach "Hurz".

Anstatt sich über Stunden in die Interpretation einzuarbeiten, lässt sich eine Solo-Performance vergleichbarer künstlerischer Wertigkeit doch auch spontan in die Welt setzen?
Dazu müsste man auch nicht unbedingt Hape Kerkeling heißen. :cracy:
Solus ist heute ein Standardwerk, was die Komposition angeht (aus meiner Sicht) eindeutig eine der besseren für Solotrompete.
Aus den gleichen Gründen wie sich Trompeter die Hindemith Sonate oder ein Haydn Konzert antun, tun sie es auch mit Solus....eben ein Standardwerk. (Wobei man gerne den Sinn der Existenz von "Standardliteratur" diskutieren kann!)

Wenn jemand fähig ist ein Werk von vergleichbarer künstlerischer Wertigkeit (die aber aus meiner Sicht schon noch etwas klarer definiert werden sollte, als einfach in den Raum geschmissen) spontan in die Welt zu setzen.....Chapeau. Leider kommt dabei öfter "hurz" mit F vorne dran raus....
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Bixel
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Re: Stanley Friedman - Solus

Beitrag von Bixel »

juzi hat geschrieben: Sonntag 23. Mai 2021, 13:31 Solus ist heute ein Standardwerk, was die Komposition angeht (aus meiner Sicht) eindeutig eine der besseren für Solotrompete.
Aus den gleichen Gründen wie sich Trompeter die Hindemith Sonate oder ein Haydn Konzert antun, tun sie es auch mit Solus....eben ein Standardwerk. (Wobei man gerne den Sinn der Existenz von "Standardliteratur" diskutieren kann!)
Wenn das kulturelle Erbe zum Fetisch wird. :?
Rausgehen ist wie Fenster Aufmachen, nur viel krasser.
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Re: Stanley Friedman - Solus

Beitrag von juzi »

Bixel hat geschrieben: Dienstag 25. Mai 2021, 17:59
juzi hat geschrieben: Sonntag 23. Mai 2021, 13:31 Solus ist heute ein Standardwerk, was die Komposition angeht (aus meiner Sicht) eindeutig eine der besseren für Solotrompete.
Aus den gleichen Gründen wie sich Trompeter die Hindemith Sonate oder ein Haydn Konzert antun, tun sie es auch mit Solus....eben ein Standardwerk. (Wobei man gerne den Sinn der Existenz von "Standardliteratur" diskutieren kann!)
Wenn das kulturelle Erbe zum Fetisch wird. :?
Guter und treffender Artikel!
Bruce Haynes hat es mit Kanonisierung erklärt....
https://oxford.universitypressscholarsh ... 0195189872
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