Lynn Nicholson Video

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shakuhachi
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Lynn Nicholson Video

Beitrag von shakuhachi » Donnerstag 26. Februar 2015, 06:21

...für alle, die es interessiert und die des Englischen mächtig sind:

Lynn Nicholson hat auf vimeo on demand zum Ausleihen ein High Note Clinic hinterlegt. Hier der YouTube Trailer:

https://www.youtube.com/watch?v=jh9KI9E1knk

Hier der Link im amerikanischen TH Forum zum Thema:

http://www.trumpetherald.com/forum/view ... 34#1403334

Das Teil kann für 59 USD eine Woche gestreamed werden,
für 99 USD 3 Monate.

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Re: Lynn Nicholson Video

Beitrag von Bixel » Donnerstag 26. Februar 2015, 13:03

"Faster air makes you play higher - no!
Faster air makes you play louder!"
Fakt: Der Mann kann "mit Schmackes" die komplette dreigestrichene Oktave spielen (und ich nicht :( ).
Ob er sich (und seinen Luftstrom) dabei aber zutreffend beschreibt, halte ich für diskussionswürdig.

Ohne dass ich es auch nur annähernd so überzeugend demonstrieren könnte, trägt die Vorstellung...

Schnelle Luft => Hoher Ton
Viel Luft => Lauter Ton

...dem tatsächlichen Geschehen m.E. eher Rechnung.

Lynn Nicholson wäre nicht der erste Trompeten-Könner, der nicht weiß, was genau er eigentlich tut.

:?
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Re: Lynn Nicholson Video

Beitrag von burt » Samstag 28. Februar 2015, 19:23

Bixel hat geschrieben:Fakt: Der Mann kann "mit Schmackes" die komplette dreigestrichene Oktave spielen (und ich nicht :( ).:
Macht doch nichts. Du hast bestimmt andere Qualitäten. :|
Bixel hat geschrieben:Lynn Nicholson wäre nicht der erste Trompeten-Könner, der nicht weiß, was genau er eigentlich tut.

:?
Und bei Dir ist es irgendwie umgekehrt, oder? :licht:

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Re: Lynn Nicholson Video

Beitrag von Bixel » Samstag 28. Februar 2015, 19:54

burt hat geschrieben:Und bei Dir ist es irgendwie umgekehrt, oder? :licht:
Sagen wir so: Ich habe einen gewissen Einblick in physikalische Zusammenhänge.
Leider führen solche Kenntnisse aber nicht notwendigerweise zum Virtuosentum.

Zwanghaftes "Hardware-Hopping" tut dies übrigens bekanntlich ebenfalls nicht.

:wink:
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Re: Lynn Nicholson Video

Beitrag von Blas! » Samstag 28. Februar 2015, 21:13

Wieso Hopping? Hat burt sich nicht von seiner Piccolo schlicht getrennt? Über eine Ersatzbeschaffung ist mir bislang jedenfalls nichts bekannt geworden...!?

:Hä:
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Re: Lynn Nicholson Video

Beitrag von shakuhachi » Donnerstag 5. März 2015, 06:17

....lieber Bixel....

um auf Deine Einwände bezüglich des Videos von Lynn Nicholson, welches Du vermutlich nicht kennst, einzugehen:
Lynn Nicholson wäre nicht der erste Trompeten-Könner, der nicht weiß, was genau er eigentlich tut.
...grundsätzlich gebe ich Die bei dieser allgemeinen Einschätzung Recht, dies aber konkret auf Lynn zu beziehen halte ich für einen Fehler:

ich hatte eine Skype Lektion vor einem Jahr und habe jetzt die 3 Monate Version gemietet und schon 5-7 mal studiert:
wenn einer die Trompete beherrscht - wohlgemerkt kommerziell, Jazz - und gleichzeitig auch noch genau weiß, wie er das macht, dann wohl er.
Das kann man aber nur herausbekommen und Vorurteile ablegen, wenn man etwas Geld investiert...
Ohne dass ich es auch nur annähernd so überzeugend demonstrieren könnte, trägt die Vorstellung...

Schnelle Luft => Hoher Ton
Viel Luft => Lauter Ton

...dem tatsächlichen Geschehen m.E. eher Rechnung.
....als Vorstellung mag das hilfreich sein, als wissenschaftliche Erklärung der Phänomene sicher nicht:

hier verweise ich auf eine erschöpfende Diskussion im Forum Trumpetmaster - "der Mythos schneller Luft":

http://www.trumpetmaster.com/vb/f131/my ... 39505.html

...da wird an den physikalisch immer noch nicht ganz passenden Modellen wie z.B. "Gartenschlauch" (liquide Stoffe können nicht wie Gase, also auch Luft, komprimiert werden, und das akustische Phänomen ist nochmal eine andere Sache!) die ganze Sache durchargumentiert.

Viel Spaß beim Lernen...

PS:...die im Video von Lynn mitgeteilten Vorstellungen sind deutlich weiter führend...und wissenschaftlich korrekter...als Dein Kommentar...

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Re: Lynn Nicholson Video

Beitrag von buddy » Donnerstag 5. März 2015, 09:07

shakuhachi hat geschrieben:....als Vorstellung mag das hilfreich sein, als wissenschaftliche Erklärung der Phänomene sicher nicht
Ein witziger Einwand - wo doch auffällt, dass Du tatsächlich wissenschaftliche Untersuchungen nicht zur Kenntnis nimmst. :mrgreen:

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Re: Lynn Nicholson Video

Beitrag von Dobs » Donnerstag 5. März 2015, 09:43

buddy hat geschrieben:
shakuhachi hat geschrieben:....als Vorstellung mag das hilfreich sein, als wissenschaftliche Erklärung der Phänomene sicher nicht
Ein witziger Einwand - wo doch auffällt, dass Du tatsächlich wissenschaftliche Untersuchungen nicht zur Kenntnis nimmst. :mrgreen:
Nicht nur das, nach dem Lesen des zitierten Beitrages sehe ich den Widerspruch nicht. Der Autor sprich davon, man müsse nicht die Geschwindigkeit erhöhen, sondern den Druck.
Wenn man das tut, wird sich aber die Geschwindigkeit erhöhen. Beides bedingt sich also.
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Re: Lynn Nicholson Video

Beitrag von Bixel » Donnerstag 5. März 2015, 10:17

shakuhachi hat geschrieben:hier verweise ich auf eine erschöpfende Diskussion im Forum Trumpetmaster - "der Mythos schneller Luft":

http://www.trumpetmaster.com/vb/f131/my ... 39505.html

...da wird an den physikalisch immer noch nicht ganz passenden Modellen wie z.B. "Gartenschlauch" (liquide Stoffe können nicht wie Gase, also auch Luft, komprimiert werden, und das akustische Phänomen ist nochmal eine andere Sache!) die ganze Sache durchargumentiert.
Der (mir bereits bekannte) TM-Thread enthält zahlreiche Missverständnisse - das m.E. entscheidende Missverständnis ist dies:
rowuk im TM hat geschrieben:Play a low C as loud as you can - count the seconds. Then do the same thing 2 octaves higher. If your air is faster, you run out of air sooner, but it just ain't happening. You can hold the high C out MUCH longer!
Der TM-User rowuk (ein meines Wissens in Frankfurt/Main ansässiger, US-stämmiger IT-Fachmann und Hobby-Trompeter) ist nicht zu unterscheiden in der Lage zwischen den physikalischen Größen Luftfluss ("air flow" in Liter/Sekunde) und Luftgeschwindigkeit ("air speed" in Meter/Sekunde).

Ein eingestrichenes C lässt sich auf der Trompete nicht (auf einen Atemzug) ebenso lange aushalten wie ein dreigestrichenes C, weil tiefe Töne (bei gleicher Lautstärke) einen erheblich größeren Luftfluss benötigen als hohe Töne.
Aus diesem Grunde kann häufig ein Leadtrompeter eine homophon gesetzte Big-Band-Phrase ohne Atempause spielen, während der vierte Trompeter bereits in der Mitte der Phrase "neue Luft" benötigt.

Andererseits ist aber die Geschwindigkeit der einzelnen Luftteilchen (in Meter/Sekunde) beim dreigestrichenden C dramatisch höher als beim eingestrichenen C.
Die Gründe hierfür sind:

1.) der geringere Durchmesser der Lippenöffnung
2.) der der Lippenöffnung angebotene höhere Luftdruck
3.) das durch die höhere Lippenanspannung verfestigte Gewebe um die Lippenöffnung

shakuhachi hat geschrieben:PS:...die im Video von Lynn mitgeteilten Vorstellungen sind deutlich weiter führend...und wissenschaftlich korrekter...als Dein Kommentar...
Man muss nicht alles glauben (und bezahlen), was in coolem amerikanischem Slang daherkommt.

:wink:
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Re: Lynn Nicholson Video

Beitrag von shakuhachi » Donnerstag 5. März 2015, 14:02

@buddy, Dobs und Bixel …ihr heiligen drei Könige des TF!

…erstaunlich, wie ihr immer wieder „ganz eurer eigenen Meinung seid“ ….

…da lob ich mir hingegen die Bescheidenheit und die Kompetenz eines Lynn Nicholson…


….aber eigentlich wollte ich der Trompetengemeinde ja nur einen m.E. wichtigen und nützliche Hinweis auf ein Lehrvideo von Lynn Nicholson geben – leider wurde das gleich mit der Behauptung der Unwissenschaftlichkeit mittels Auszug eines aus dem Zusammenhang gerissenen Zitates in den Schatten gedrückt.

Schade eigentlich!

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Re: Lynn Nicholson Video

Beitrag von buddy » Donnerstag 5. März 2015, 14:21

Wie jeder andere kannst Du dein Hobby betreiben wie Du willst und dein Hinweis aufs Lehrvideo geht auch voll in Ordnung - danke dafür.
Lynn Nicholson kann zweifellos tierische Höhe spielen. Ich hoffe deshalb, Du bleibst bei seinem Privatunterricht, wenn er das nicht nur spielen, sondern auch lehren kann, was dir so wichtig ist.

Etwas ganz anderes ist die Diskussion um Sachaussagen zum Blechblasen, da fehlt dir meines Erachtens einiges an Wissen und dementsprechend geht es bei dir argumentativ "drunter und drüber" oder über reine Glaubenssätze.

Was deine gelinde Polemik betrifft: ich gehe jede Wette ein, dass Du meine neulich gegebenen Referenzen auf wissenschaftliche Artikel ignoriert hast. Oder gab es Verständnisprobleme, die wir besprechen könnten?
All das ist nicht gegen dich persönlich gerichtet, ich äußere mich hier lediglich im "Stammtischgespräch" zu unseren Lieblingsthemen und es steht dir natürlich völlig frei, meine Beiträge zu ignorieren.

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Re: Lynn Nicholson Video

Beitrag von Dobs » Donnerstag 5. März 2015, 14:29

shakuhachi hat geschrieben:….aber eigentlich wollte ich der Trompetengemeinde ja nur einen m.E. wichtigen und nützliche Hinweis auf ein Lehrvideo von Lynn Nicholson geben – leider wurde das gleich mit der Behauptung der Unwissenschaftlichkeit mittels Auszug eines aus dem Zusammenhang gerissenen Zitates in den Schatten gedrückt.
Falsch. Bixel hat lediglich darauf hingewiesen, dass die Vorstellung "Schnelle Luft => Hoher Ton" und "Viel Luft => Lauter Ton" dem tatsächlichen Geschehens seines Erachtens eher Rechnung trägt. Mit dem gleichen Modell arbeiten letztlich auch Bobby Shew, Roger Ingram, James Morrison (die alle auch ziemlich kompetent Trompete spielen können und in der persönlichen Begegnung nette, bescheidene Personen sind).

Es gibt im Rahmen dieser Modelle kein richtig oder falsch. Das sind Analogien, deren Vorstellung das Spielen erleichtern sollen und nicht wissenschaftlich erklären. Lynn Nicholson kann mit seinem Modell erstaunliches produzieren und jeder muss für sich selbst herausfinden, ob eine bestimmte Herangehensweise für ihn selbst zielführend ist. Das ist für mich der einzige Maßstab: Führt eine Methode, ein Modell, eine Analogie zum gewünschten Erfolg oder nicht. Wenn nicht, versuche etwas anderes. So scheinst Du es ja auch zu sehen. Nach "Double High C in 37 weeks", dem Hienschen "Zen und die Kunst Trompete zu Pfeiffen" bist Du nun bei Lynn Nicholson "strong corners, relaxed center protocol" gelandet. Damit wünsche ich Dir viel Erfolg.
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Re: Lynn Nicholson Video

Beitrag von Bixel » Donnerstag 5. März 2015, 15:03

Dobs hat geschrieben:Es gibt im Rahmen dieser Modelle kein richtig oder falsch. Das sind Analogien, deren Vorstellung das Spielen erleichtern sollen und nicht wissenschaftlich erklären.
Modelle sind Modelle.

Haarig wird es, wenn Modelle den Anspruch erheben, die physikalische Realität präzise abzubilden.

Unbestreitbar ist, dass manche Blechblas-Modelle mit physikalischen Gesetzmäßigkeiten nicht vereinbar sind.
Solche Modelle werden sich - ggf. - positiv auswirken nur bei Anwendern, die sich nicht für Physik interessieren.

Fühlt sich jemand durch ein Blechblas-Modell in seinem naturwissenschaftlichen Verständnis beleidigt, so wird jenes Blechblas-Modell für den Betreffenden augenblicklich unbrauchbar, denn ein Modell muss plausibel erscheinen, damit es als Hilfe nutzbar sein kann.

Man muss also nicht jeden angebotenen Trompeten-Lernansatz selbst ausprobieren, um ihn mit Recht verwerfen zu dürfen.

:mrgreen:
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Re: Lynn Nicholson Video

Beitrag von Dobs » Donnerstag 5. März 2015, 15:20

Bixel hat geschrieben:Unbestreitbar ist, dass manche Blechblas-Modelle mit physikalischen Gesetzmäßigkeiten nicht vereinbar sind.
Solche Modelle werden sich - ggf. - positiv auswirken nur bei Anwendern, die sich nicht für Physik interessieren.
Da m. E. kein einziges Blechblas-Ansatz-Modell vollständig schlüssig und abschliessend erklärt, wie Trompete spielen physikalisch funktioniert, haben Berufs-Physiker (aka Menschen, die sich für Physik interessieren) dann wohl Pech gehabt. Sie sollten vielleicht lieber Gitarre spielen.

M. E. ist es durchaus möglich einen theoretischen Ansatz als physikalischen Unsinn zu verwerfen, aber mit dem Modell als Spielhilfe dennoch Erfolge zu haben. Ich halte zum Beispiel den Grossteil der Erklärungsversuche, was die Zunge beim Trompete spielen bewirkt physikalisch für ziemlichen Quark. Aber die Vorstellung, die Zunge soll sich beim Spielen von hohen Töne, wie beim Pfeiffen, nach oben bewegen kann - für mich - gelegentlich hilfreich sein. Manchem mag die Vorstellung helfen, beim Luft holen "in die Füße zu atmen", naturwissenschaftlich möglich dürfte das ebenfalls nicht sein.

Dass bestimmte Trompetenpädagogen ihre Trompetenesoterik gleichzeitig als physikalische Doktrin verkaufen, finde ich ebenfalls ärgerlich. Es soll mich aber nicht daran hindern, selbiges dennoch nur als Modell zu begreifen und ggf. auch aus zu probieren.
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Re: Lynn Nicholson Video

Beitrag von Bixel » Donnerstag 5. März 2015, 15:40

Dobs hat geschrieben:Da m. E. kein einziges Blechblas-Ansatz-Modell vollständig schlüssig und abschliessend erklärt, wie Trompete spielen physikalisch funktioniert, haben Berufs-Physiker (aka Menschen, die sich für Physik interessieren) dann wohl Pech gehabt. Sie sollten vielleicht lieber Gitarre spielen.
Ich schlage als Konzept für intelligente Trompetenspieler vor, sich mit Modellen zu beschäftigen, die keine offenkundige Widersprüche zu naturwissenschaftlichen Erkenntnisse enthalten und die sich mit Ungewissheit arrangieren in Fragen, auf die es (noch) keine verlässliche Antworten gibt.

Eine solche "Sicht der Dinge" halte ich auch über das Trompetenspiel hinaus für überaus sinnvoll.

Dobs hat geschrieben:M. E. ist es durchaus möglich einen theoretischen Ansatz als physikalischen Unsinn zu verwerfen, aber mit dem Modell als Spielhilfe dennoch Erfolge zu haben. Ich halte zum Beispiel den Grossteil der Erklärungsversuche, was die Zunge beim Trompete spielen bewirkt physikalisch für ziemlichen Quark. Aber die Vorstellung, die Zunge soll sich beim Spielen von hohen Töne, wie beim Pfeiffen, nach oben bewegen kann - für mich - gelegentlich hilfreich sein.
Dass die Zungenwölbung ein äußerst effektives Mittel beim Trompetenspiel darstellt, wird auch der trompetende Physik-Professor nicht bestreiten wollen - das ist schlichte Empirie.
Der genaue Wirkmechanismus, der sich hinter der Zungenwölbung verbirgt, kann m.E. bis auf Weiteres offen bleiben, denn:

Ich schlage als Konzept für intelligente Trompetenspieler vor, sich mit Modellen zu beschäftigen, die keine offenkundige Widersprüche zu naturwissenschaftlichen Erkenntnisse enthalten und die sich mit Ungewissheit arrangieren in Fragen, auf die es (noch) keine verlässliche Antworten gibt.

:idea:
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