Konzertrompete kaufen ? welche ?

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Re: Konzertrompete kaufen ? welche ?

Beitrag von Singvögelchen » Donnerstag 20. Januar 2011, 21:40

Klingt interessant, also probieren werde ich das Lechner-Modell auf jeden Fall, vermutlich auf der nächsten Musikmesse, weil ich keinen Bekannten in der Nähe habe, der so ein Modell benutzt. Weimann baut auch mit beiden Maschinentypen, und da ist Zirnbauer aus meiner Sicht einfach besser im direkten Vergleich, hauptsächlich beim individuellen Blasgefühl, beim Preis eher nicht so...
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Re: Konzertrompete kaufen ? welche ?

Beitrag von Singvögelchen » Montag 24. Januar 2011, 23:35

Noch zur Klarstellung, meine Weimann ist mit einem lackierten Rotmessingschallstück ausgestattet, das klingt noch mal ein bisschen anders als Goldmessing. Ich verstehe allerdings nicht, warum der Meister Weimann diese tollen Schallstücke immer nur auf gezielte nervige Nachfragen rausrückt und sie nicht automatisch mit anbietet....
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Re: Konzertrompete kaufen ? welche ?

Beitrag von gustavm » Mittwoch 26. Januar 2011, 18:16

Nachdem die finanzielle Seite bei Lechner angesprochen wurde, möchte ich dir eine Trompete von Franz Weber/Chieming empfehlen, er bietet seine Instrumente deutlich günstiger an als Schagerl oder eben Lechner. Die Instrumente sind aber von höchster Qualität und werden auch von Profis im Symphonieorchester gespielt (halt nicht so verbreitet wie Lechner etc.) lg

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Re: Konzertrompete kaufen ? welche ?

Beitrag von Fama » Donnerstag 27. Januar 2011, 12:45

Singvögelchen hat geschrieben:Klingt interessant, also probieren werde ich das Lechner-Modell auf jeden Fall, vermutlich auf der nächsten Musikmesse, weil ich keinen Bekannten in der Nähe habe, der so ein Modell benutzt.
Dein Wunsch wird schwer erfüllbar sein, Lechner besucht keine Musikmessen.

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Re: Konzertrompete kaufen ? welche ?

Beitrag von Fama » Donnerstag 27. Januar 2011, 12:49

gustavm hat geschrieben:Nachdem die finanzielle Seite bei Lechner angesprochen wurde, möchte ich dir eine Trompete von Franz Weber/Chieming empfehlen,
er bietet seine Instrumente deutlich günstiger an als Schagerl oder eben Lechner.
Es ist nicht schwer, günstigere Instrumente als Schagerl anzubieten und Lechner Preise sind ebenfalls nicht mit Schagerl Preisen vergleichbar.

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Re: Konzertrompete kaufen ? welche ?

Beitrag von TrompetenKäfer » Donnerstag 27. Januar 2011, 18:54

Beim Preisvergleich der Listenpreise kann man Schagerl, Lechner, Haagston und Votruba (um bei den namhaften Österreichern zu bleiben) mal getrost vergessen.

Meine Erfahrung zeigt mir, dass all diese Zahlen relative Hausnummern sind. Die Listenpreise variieren von Anbieter zu Anbieter relativ überschaubar, aber die real gezahlten Preise sind da eine ganz andere Geschichte.

Was ich bei allen Österreichern leider erlebt habe, ist, dass - ohne vorherige Terminabsprache - die Auswahl an Testinstrumenten bescheiden bis nicht vorhanden sein kann. Das haben leider alle gemeinsam. Da wäre wirklich eine Messe in Frankfurt oder Ried/Innkreis eine Überlegung wert, weil da das Portfolio tendenziell am Größten sein wird; von Lechner, den man auf Messen nichtmehr sieht, mal abgesehen. Dafür ist Martin Lechner sehr entgegenkommend, und schaut, dass einige Instrumente da sind, wenn man sich vorher telefonisch anmeldet -> sehr guter Service (und mitunter gute Trompeten)

Was ich feststellen konnte, ist, dass man beispielsweise bei Lechner 5 quasi identische Trompeten probieren kann, die in ihrer Charakteristik alle unterschiedlich sind. Kann sein, dass was Passendes dabei ist, muss aber nicht. Das ist bei Schagerl nicht viel anders, wenngleich es da fast unmöglich ist, 5 Test-Trompeten vor Ort zu haben; das ist eher eine GLückssache und selbst bei Voranmeldung ist (noch immer) nicht gesagt, dass man eine gute Auswahl zum Testen hat.

Votruba hat eine kleine, feine Auswahl; soweit ich jetzt weiß, 2 Modelle mit unterschiedlichen Oberflächenvergütungen. Kann passen, muss aber nicht.

Ich gebe zu, dass ich in Richtung Haagston eine gewisse Präferenz habe, die sich aber mitunter auch dadurch begründen lässt, dass es 4 Basismodelle (unterschiedl. Bohrungen, alles Meinlschmidt-Maschinen, Neusilber/Goldmessing, Oberflächen, Hämmerung,...) gibt, die sich, je nach preislichen Möglichkeiten, auf die persönlichen Vorlieben anpassen lassen. Wenn man sich vorher angemeldet hat, ist eine gute Auswahl da, und man kann durch Stimmzüge (Gewicht, Radiusverlauf, Platten, Stützen), Mundrohre (sind bei den besseren Modellen tauschbar), Ventildeckel, Stützen,..... durchprobieren, bis man etwas hat, auf dem man sich wohl fühlt.

DIESE mannigfaltigen Möglichkeiten habe ich bei den anderen österreichischen Mitbewerbern bisher so nicht gefunden, und vermisse sie auch. Selbst ein Nicht-Profi sollte Möglichkeit haben, sich "sein" Instrument customizen zu lassen, und da ist Schagerl leider beinahe unfähig, Votruba bietet es nicht an, und Lechner macht es zwar, ist aber mitunter unwillig, wenn man nicht mit einer guten Empfehlung zu ihm kommt.

...soweit mein persönlicher, subjektiver Eindruck von der österreichischen Blechblasinstrumenten-Front (ist aber mitunter hier im Forum auch nachzulesen)

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Re: Konzertrompete kaufen ? welche ?

Beitrag von Fama » Freitag 28. Januar 2011, 07:24

Bresl-Maier hat geschrieben: ...
Was ich bei allen Österreichern leider erlebt habe, ist, dass - ohne vorherige Terminabsprache - die Auswahl an Testinstrumenten bescheiden bis nicht vorhanden sein kann. Das haben leider alle gemeinsam.
...
Was ich feststellen konnte, ist, dass man beispielsweise bei Lechner 5 quasi identische Trompeten probieren kann, die in ihrer Charakteristik alle unterschiedlich sind.
Kann sein, dass was Passendes dabei ist, muss aber nicht.
...
Vermutlich hat dir das jemand erzählt oder warst du selber dort?
Wenn du das Philharmoniker Modell möchtest, geht das folgender Maßen:
Nach Terminabsprache bekommt man einen Raum zugewiesen, darin kann man aus dem "Testkoffer" erst einmal 6 Stk. B Trompeten auswählen.
Darin enthalten sind:
1 x 40er Blech ohne Stütze
1 x 40er Blech mit Stütze
1 x 45er Blech ohne Stütze
1 x 45er Blech mit Stütze
1 x 50er Blech ohne Stütze
1 x 50er Blech mit Stütze
Allesamt feinstens vergoldet und "fertig".
Da sollte man dann nach einer halben Stunde doch schon wissen, wohin die Reise gehen soll.
Wenn man sich z.B. für eine 40er mit Stütze entschieden hat, dann bekommt man wenn man möchte noch mehrere Trompeten dieses Modells,
in meinem Fall vor gut einem Jahr hatte ich dann die Wahl aus 6 Stk. 40ern mit Stütze(!).
Wenn ich eine versilberte hätte haben wollen wäre das auch möglich gewesen, wenn ich eine rohe hätte probieren wollen, kein Thema.
Schwere oder mittelschwere Schraubdeckel: kein Problem, alles da.
Mit Dingen wie hämmern etc., beschäftigt sich Lechner nicht, und wenn man meint man möchte z.B. andere Bögen testen
(andere Mensur, ein, zwei oder drei Überblasklappen) - man muss halt fragen, ist alles da.
Es gibt auch ein B - Modell mit gänzlich anderem Mensurverlauf (Mod. Navratil), das wird aber nicht explizit beworben.
Ja, es gibt sogar ein Modell mit Zirnbauer Maschine, welches er mal gebaut hat, aber das interessierte keinen.

Im Falle der C-Trompeten sieht das ganze Verfahren ähnlich aus, das Philharmoniker Modell gibt es ebenfalls in den oben erwähnten Blechdicken.
Die viel gemunkelten "Insider- oder Profitrompeten " gibt es nicht, sämtliche Philharmoniker Modelle sind Profitrompeten,
aussuchen muss man sie sich halt selber können.
Ich habe selber erlebt wie der Gruber Andi (http://www.wiener-symphoniker.at/home/% ... eas-gruber)
neben mir eine C-Trompete aus dem 6er Koffer probiert und dann mitgenommen hat.
Von der C-Trompete gibt es noch ein anderes "Modell", welches nicht im Testkoffer herausgegeben wird.
Ich habe das mal probiert und mir hat sie nicht so zugesagt.

Was die kostengünstigeren (Gelb- oder Goldmessing) und teilweise klar lackierten Modelle der B - Trompete betrifft: hier gibt es ebenfalls stets mehrere auf Lager.
Das gilt auch für Drehventilflügelhörner.
Natürlich liegen auch stets ein paar Bach- und Yamaha Perinet Instrumente herum, die Lechner Perinet Trompeten spielen eine eher untergeordnete Rolle.
Bresl-Maier hat geschrieben: DIESE mannigfaltigen Möglichkeiten habe ich bei den anderen österreichischen Mitbewerbern bisher so nicht gefunden, und vermisse sie auch.
Selbst ein Nicht-Profi sollte Möglichkeit haben, sich "sein" Instrument customizen zu lassen, und da ist Schagerl leider beinahe unfähig, Votruba bietet es nicht an,
und Lechner macht es zwar, ist aber mitunter unwillig, wenn man nicht mit einer guten Empfehlung zu ihm kommt.
Ich vermisse nichts, Tatsache ist aber, dass Martin sen. und teils auch die Söhne etwas mürrisch oder stur reagieren, wenn beratungsresistente
Amateure mit der Tür ins Haus fallen und gleich mal eröffnen "ich will aber so eine Trompete die man normalerweise nicht bekommt!"

Der Ton macht eben die Musik.

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Re: Konzertrompete kaufen ? welche ?

Beitrag von TrompetenKäfer » Freitag 28. Januar 2011, 17:04

Dann muss ich zu meiner Schande eingestehen, dass ich genau 5 "gleiche" Philharmoniker-Modelle bekommen habe, und NICHT in den Genuss des Probierkoffers gekommen bin. Ich wusste nicht, dass es ihn gibt, sonst hätte ich danach gefragt.

Somit sind meine Ausführungen (auf Basis meiner Erfahrungen mit Lechner) hinfällig und ich ersuche die werte Forumsgemeinde, diese gefliessentlich zu ignorieren.

Ich will da aufgrund meines Halbwissens niemanden davon abhalten, einen Hersteller zu besuchen und viell. was Passendes zu finden.

Mea culpa

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