Kühnl&Hoyer Universal MB wo gebaut??

Welches sind die besten ?

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well-blech
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Re: Kühnl&Hoyer Universal MB wo gebaut??

Beitrag von well-blech »

Das Thema (Video) wurde ja früher schon mal "durchgekaut". Bemerkenswert finde ich, dass mitten im Bild ein Verbotsschild prangt, welches Fotografieren untersagen möchte...
ansonsten: kalter Kaffee.
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Bixel
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Re: Kühnl&Hoyer Universal MB wo gebaut??

Beitrag von Bixel »

Sandu hat geschrieben:Das ist einfach bloß super, Sound hat keiner von beiden.
Super finde ich das zwar eher nicht (sondern eher: super), aber laut Auskunft eines der beiden Protagonisten stand seinerzeit nicht die Produktion eines dem Ohr schmeichelnden Sounds im Vordergrund der Bemühungen, sondern vielmehr das heitere Beisammensein in geselliger Runde beim Verzehr des einen oder anderen gepflegten Hopfentropfens.

Inwieweit Downsizing-Kapriolen den Sound zu verderben halfen, ist nicht überliefert.

Es exisieren jedoch genügend Veröffentlichungen Beider, die eine nüchterne Prüfung des jeweiligen Sounds ermöglichen.

:P
.
Rausgehen ist wie Fenster aufmachen, nur viieeel krasser.
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schattie280
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Re: Kühnl&Hoyer Universal MB wo gebaut??

Beitrag von schattie280 »

Moin,

zum Thema Preis: vielleicht sind die anderen Anbieter einfach zu teuer und lassen sich den Namen mit bezahlen.
Solange Hochpreisige Instrumente ihre Käufer finden, gibt es auch keinen Grund, günstiger anzubieten.

Gruß,
Schattie
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Re: Kühnl&Hoyer Universal MB wo gebaut??

Beitrag von trompeterli »

schattie280 hat geschrieben:Moin,

zum Thema Preis: vielleicht sind die anderen Anbieter einfach zu teuer und lassen sich den Namen mit bezahlen.
Solange Hochpreisige Instrumente ihre Käufer finden, gibt es auch keinen Grund, günstiger anzubieten.

Gruß,
Schattie
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Re: Kühnl&Hoyer Universal MB wo gebaut??

Beitrag von HaWe Köhle »

Anlässlich eines Malte-Buba-Workshops bei Music World in Brilon konnte ich beobachten wie Malte Burba diverse Trompeten, die Mitarbeiter der Fa. Kühnl & Hoyer immer wieder aus dem Fahrzeug hervorholten, anblies.

Der Workshop war sicher auch mit Unterstützung der Fa. Kühnl & Hoyer und somit auch eine gute Werbeveranstaltung. Vor derm Workshop und in den Pausen wurden die Trompeten angespielt und es wurde jedes Mal ein "Beweissfoto" erstellt. So waren es bestimmt 7 bis 10 Trompeten.

Somit gehe ich davon aus, das die Aussage "Jede Trompete der MB-Kollektion...." richtig ist
MfG
HaWe Köhle
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Re: Kühnl&Hoyer Universal MB wo gebaut??

Beitrag von Petrocelli »

Ich kann dazu nur sagen, dass der Trompetenbauer in meiner Heimat, der neben seinen eigenen eigentlich nur K&H-Trompeten verkauft, weil er ein Verfechter von handwerklicher Qualität und ein Verteidiger des Fertigungsstandorts Deutschland ist (und sich im Zuge dessen oft über die hohe Zahlungsbereitschaft der Kundschaft bezüglich amerikanischer Fabrikate mokierte), mir einmal erzählte, dass er bei Kühnl anrief um irgendetwas zu bestellen und im Hintergrund einen sehr guten Trompeter hörte. Er fragte daraufhin, wer denn da so eindrucksvoll spiele. Die Antwort: Malte Burba - er testet gerade wieder turnusmäßig eine Charge nach ihm benannter Trompeten. Das hat mich zumindest überzeugt, dass das auch so ist.
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Re: Kühnl&Hoyer Universal MB wo gebaut??

Beitrag von dodo73343 »

Ich habe Herrn Kühnl sowie seine Frau und die Töchter persönlich kennengelernt und kann versichern dass die Instrumente in Markt Erlbach hergestellt werden. Die werben ja auch nicht nur mit Made in Geramany sondern mit 100% Made in Germany. Ob nun die Anschlagfilze der Perinetventile oder die Federn der "Amado-Wasserklappen" aus Deutschland stammen kann ich nicht beantworten. Die Ventile, Züge, Rohre der Ventilzüge und die Ventildeckel und Drückerknöpfe werden vor Ort hergestellt, angepasst, geläppt und verlötet. Auch die Lackierung wird in Markt Erlbach bei Kühnl vorgenommen. Kühnl hat auch eine eigene "Abteilung" um neue Modelle zu entwickeln und mit diversen Markenbotschaftern zur Marktreife gebracht. Um die 25 Mitarbeiter fertigen die Instrumente (Trompeten, Flügelhörner, Kornette, Posaunen, Tenor- und Baritonhorn und Jagdinstrumente sowie Fanfaren). Die werden sicherlich nicht eine enorme Anzahl jeden Monat an Malte Burba Instrumente fertigen. Der wird dann an einem Termin da sein und die Instrumente kurz anspielen und dann "freigeben". In den letzten 15 Jahren hat die Firma Kühnl einen großen Schritt bei den neuen Modellen nach vorne geschafft. Ich hatte vor gut 2 Jahren verschiedene Hersteller und diverse unterschiedliche Modelle angespielt. s kam gerade die YTR-6335 RC heraus, Bach VBS1S, von B&S und darunter auch hochpreisge Trompeten angespielt, von Kühnl die Topline versilbert, Universal und die Revision. Klanglich hat mich die Firma Kühnl einfach am meisten angesprochen. Der Spielwiderstand der Topline ist kaum vorhanden und ich hatte damit erst einmal fast 2 Wochen mit zu kämpfen dass ich gewisse Töne sicher spielen konnte ohne vom Ton "abzurutschen". Verarbeitung ist bei Kühnl echt ein Argument und die Intonation ist auch in der "Mittelkasse" absolut vorbildlich und tadellos. Selbst in der hohen Lage (3 Oktave) klingen die Instrumente noch gut und rund (liegt natürlich auch an der musizierenden Person).
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Re: Kühnl&Hoyer Universal MB wo gebaut??

Beitrag von dodo73343 »

Wer spricht den von Meistertrompete?
Die Universal II ist eine gute Trompete in der Mittelklasse. Seit einige Jahren gibt es nun die Burba PREMIUM MAW. Sie ist im Profi-Segment anzusiedeln. Dafür zahlt man dann aktuell ab 3000 € für die Messing Variante Godlalck (ohne Koffer oder Gigbag). Grundsätzlich ist es aber ein faires Preis-Leistungs-Verhältnis das Kühnl anbietet. Mittlerweile gibt es auch ein breites Angebot an verschiedenen Modellen und für unterschiedliche Musikrichtungen oder eben auch die Allrounder. Spezielle Kundenwünsche werden zeitnah umgesetzt, insofern diese realistisch sind.

Es ist bedauerlich dass die Firma Kühnl bei den Trompeten außerhalb von Süddeutschland es echt schwer hat und der Bekanntheitsgrad minimal ist bei Kunden und Lehrern. Gerade ältere Lehrer oder Berufsmusiker kennen vielleicht noch die Present oder ein Modell Ender der 1970iger Jahre und empfehlen deshalb die aktuellen Modelle kaum. Die Sella G und die Topline G haben immer den deutschen Musikinstrumentenpreis gewonnen (1991 und 2019). Auch sind die Markenbotschafter bei den Trompeten sehr übersichtlich. Bei den Posaunen hat man Bart van Lier oder Branimir Slokar. Ilja Rejngoud, und nun auch Edgar Manyak und die Posaunisten der Big Band der Bundeswehr. Bei den Trompeten ist es Malte Burba und dann hat man keinen der bundesweit enorm bekannt ist. Horst Fischer dürfte den jüngeren Trompetern leider kein Begriff mehr sein.

Mehr Aufmerksamkeit hätten die Trompeten aber verdient.

Dobs hat geschrieben: Montag 14. Februar 2011, 14:52
Wolfram hat geschrieben:1.) Wenn eine deutsche Firma in der Lage ist Trompeten zu diesem Preis herzustellen, dann ist es "KÜHNL&HOYER".
Sie machen jedes Teil in eigener Herstellung und müssen nichts zukaufen.
Das mag so sein. Mir ist es im Prinzip auch wurscht. Solange die Qualität der Trompete stimmt, ist es mir prinzipiell egal, wer sie wo zusammengeschraubt hat. Da nicht all Trompeter das so sehen, hat die Frage des Herstellungsortes höchtestens Bedeutung für den Wiederverkaufswert. Insofern ist das doch erst mal super, daß es offenbar einen deutschen Hersteller gibt, der "handgefertigte" Qualit#tsware zu diesem Preis anbietet! :gut:

Wundern darf man sich - als interessierter Laie - freilich dennoch, wenn ein Hersteller eine Meistertrompete komplett in eigener Werkstatt herstellt, ohne Teile zu zu kaufen und diese - sicher hervorragende Trompete - dann auch noch für etwa die Hälfte dessen verkauft, was andere "Meistertrompeten" dieser Art kosten. Wenn ich weiter davon ausgehe, daß dieser Hersteller seinen Mitarbeitern marktübliche Gehälter zahlt, die Materialkosten sich in dem Bereich bewegen, den jeder andere Hersteller auch hat und der zeitliche Aufwand dem anderer 'Manufakturen" entspricht, hat es den Anschein, daß jener Instrumentenbauer sich mit einer geringeren Gewinnmarge zufrieden gibt, als seine Kollegen. Andererseits können sicher viele Kosten eben gerade dadurch eingespart werden, daß alles selbst gebaut wird und eben nichts hinzugekauft werden muss. Da ich keine Ahnung von der Kostenstruktur beim Bau einer Trompete habe und auch die Preispolitik von Kühnl nicht kenne, könnte das natürlich alles auch ganz anders sein. Man weiss es nicht. Freuen wir uns einfach über eine gute und günstige Trompete.
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Dobs
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Re: Kühnl&Hoyer Universal MB wo gebaut??

Beitrag von Dobs »

Nach Deinem Einwand habe ich meinen 10 Jahre alten Beitrag nochmals wie folgt angepasst:

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Wundern darf man sich - als interessierter Laie - freilich dennoch, wenn ein Hersteller eine Profitrompete komplett in eigener Werkstatt herstellt, ohne Teile zu zu kaufen und diese - sicher hervorragende Trompete - dann auch noch für etwa die Hälfte dessen verkauft (Anm: Damals 1109 EUR), was andere Profitrompeten dieser Art kosten.

Wenn ich weiter davon ausgehe, daß dieser Hersteller seinen Mitarbeitern marktübliche Gehälter zahlt, die Materialkosten sich in dem Bereich bewegen, den jeder andere Hersteller auch hat und der zeitliche Aufwand dem anderer 'Manufakturen" entspricht, hat es den Anschein, dass jener Instrumentenbauer sich mit einer geringeren Gewinnmarge zufrieden gibt, als seine Kollegen.

Andererseits können sicher viele Kosten eben gerade dadurch eingespart werden, daß alles selbst gebaut wird und eben nichts hinzugekauft werden muss. Da ich keine Ahnung von der Kostenstruktur beim Bau einer Trompete habe und auch die Preispolitik von Kühnl nicht kenne, könnte das natürlich alles auch ganz anders sein. Man weiss es nicht. Freuen wir uns einfach über eine gute und günstige Trompete.

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"Musik und Bier sind Themen, die traditionell sehr eng miteinander verbunden sind." - Sch.-Hausbrandt (Herri Bier)
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