Blechinstrument im Flugzeug-Handgepäck?

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trumpieter
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Blechinstrument im Flugzeug-Handgepäck?

Beitrag von trumpieter » Mittwoch 13. Juli 2011, 18:53

mir steht erstmalig eine reise mit instrument bevor. gibt es hier erfahrungen mit den flughafen-kontrollen, wenn beim handgepäck ein koffen mit »blechinstrument« ist? größe etwa wie ein doppelkoffer (flh./trp.), also nicht ganz zierlich.

ansonsten wäre wohl ein zweites gepäckstück (mit zusatzkosten) für die gepäckaufgabe erforderlich.
aber … ist das zu empfehlen???

vielen dank für sachdienliche (und, wie man heute so sagt »belastbare«) hinweise.
gruß, trumpieter

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Käptn-Z
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Re: Blechinstrument im Flugzeug-Handgepäck?

Beitrag von Käptn-Z » Mittwoch 13. Juli 2011, 19:40

Bin auf Konzertreisen (BigBands) und Privat immer mit dem Reunion Blues Gigbag sehr gut gefahren. War auch in der Regel nicht mein einziges Handgepäck. Hatte häufig noch Trolly/Rucksack und manchmal Laptop dabei. Das Reunion Blues Gigbag hab ich dann meist zwischen den Beinen. Stört mich nicht.

Bei größeren Koffern musst du halt die Maße einhalten. Es sollte schon oben ins Gepäckfach passen. Wenn ich mal mehr Instrumente brauche, dann geht alles in den Bauch des Fliegers im Marcus Bonna Koffer. Das mach ich aber nur, wenn Orchester/Band versichtert ist. Die Instrumente gebe ich nur sehr ungern aus der Hand.

Grüße,
"Z"

PS: Ich empfehle immer gerne das Reunion Blues Single Bag. Sehr gut zu tragen, modisch, guter Schutz fürs heiligs Blechle. Besonders, wenn man viel unterwegs ist.
PSS: Viele Kollegen setzen auf das MB Case auf Flugreisen.
PSSS: Würde mich auch interessieren, wie die Trompeter aus dem Forum das handhaben.
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Re: Blechinstrument im Flugzeug-Handgepäck?

Beitrag von buddy » Mittwoch 13. Juli 2011, 19:50

Mit Lufthansa (Economy Class) hatte eine "Vielflieger"-Bekannte beim Check In für den Flug nach Bombay vor 2 Monaten so einen Ärger mit dem Handgepäck nebst arroganter Behandlung, dass sie sagte, nie wieder mit denen zu fliegen.
Pingeliger ging es gar nicht, vor einem Jahr ging genau dieselbe Tasche noch problemlos durch.

Bei früheren Gruppenreisen haben wir unsere "kleinen Ausnahmen" beim Handgepäck über das Reisebüro vereinbart, damit war alles in Butter.
Zuletzt geändert von buddy am Mittwoch 13. Juli 2011, 19:53, insgesamt 2-mal geändert.

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Re: Blechinstrument im Flugzeug-Handgepäck?

Beitrag von VirtualTrumpet » Mittwoch 13. Juli 2011, 19:51

Die weiteren postscripta nach PS kürzt man übrigens mit entsprechend gehäuften "p" ab, sprich: PPS, PPPS etc. pp. :surprised:

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Re: Blechinstrument im Flugzeug-Handgepäck?

Beitrag von trumpieter » Mittwoch 13. Juli 2011, 20:08

meine sorge war auch, ob man heute gewärtig sein sollte, daß einem so ein blechdings womöglich noch als »waffentauglich« abgenommen wird … :rtfm:

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schattie280
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Re: Blechinstrument im Flugzeug-Handgepäck?

Beitrag von schattie280 » Mittwoch 13. Juli 2011, 20:23

Moin,

denk an das Öl, besonders wenn es eine Kanüle hat. Und Fett im Döschen.
Ich habe das für unser Trüppchen vorher angegeben, auch die Notenständer.
Dann war es kein Problem.

Gruß,
Schattie
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Re: Blechinstrument im Flugzeug-Handgepäck?

Beitrag von dizzychrizzy » Donnerstag 14. Juli 2011, 11:56

Es gibt eine Bestimmung über die maximale Größe des Handgepäcks des Luftfahrtverbands IATA: 56cm x 45cm x 25cm. Viele Fluggesellschaften haben ihre eigenen Bestimmungen. Bei der Lufthansa sind es zum Beispiel nur 55cm x 40cm x 20cm. Das ist für manche Doppelkoffer gerade so zu klein.

Wenn ich mit Trompete und meinem recht großen van Laar Flügelhorn unterwegs bin, dann nehme ich den Marcus Bonna Quad. Der ist größer als die Lufthansa-Vorgaben. Beim Check-in werde ich selten danach gefragt. Ich trage den aber immer in der Hand und nicht auf dem Rücken, da wirkt er nicht so groß. Auf dem Flughafen Newark, New York, gibt es regelmäßig Theater. Ich erkläre dann sehr freundlich (!), dass der Koffer wertvolle Musikinstrumente enthält, die auf dem Weg in den Frachtraum irreparabel beschädigt werden und dass diese Instrumente für mich sehr wichtig sind. Außerdem sage ich, dass der Koffer problemlos in die Overhead Compartments passt und ich das auf gaaaanz vielen Flügen schon so gemacht habe. Dann ruft die Person beim Check-in den Supervisor, der überlegt kurz und danach geht es dann klar, den Koffer als Handgepäck zu nehmen.

Einmal ist mein Lufthansa Flug ausgefallen und ich musste Continental fliegen. Als ich die Maschine mit hängender Zunge erreicht habe, waren die Gepäckfächer randvoll. Auch hier half freundliches Fragen, diesmal bei der Flugbegleiterin. Meine Instrumente flogen danach Business-Class, dort war genug Platz in den Gepäckfächern. Ich saß weiter in der Holzklasse. Nach dieser Spezialbehandlung bin ich locker eine Terz höher gekommen auf der Trompete, ich schwöre…! Mach das mal, die Kanne spielt danach so was von offener… :wink:

Problematisch wird es auf kleinem Fluggerät. Diese Propellerdinger über die Alpen zum Beispiel. Dann nimmst Du den Koffer mit zum Flugzeug und gibt ihn dort dem Gepäckverlader in die Hand. Ein paar Euro Trinkgeld für diesen genügen und dein Koffer liegt sicher und ganz oben auf dem Gepäckstapel. Nach dem Aussteigen bekommst Du Deinen Koffer an der Treppe des Flugzeugs wieder.

Nur mit der Trompete allein nehme ich den Marcus Bonna 2-Trompeten-Koffer in der flachen Ausführung. Der passt im Zweifelsfall sogar unter den Vordersitz. Leider ist der völlig überteuert, aber sehr praktisch. Zumal ein Laptop hineinpasst.

Wenn Du weniger Geld ausgeben willst, dann würde ich folgenden Weg gehen. Kaufe Dir ein preiswertes Soft-Case, das klein und handlich ist. Das ist besser, als andersherum, ein großes Case, das „sicher“ erscheint und aufgegeben werden muss. Die Leute in der Gepäckverladung werden den großen Koffer schon irgendwie klein kriegen, egal wie sicher er ist. Vielleicht geht es einmal gut, aber irgendwann geht es schief. So ein Koffer fällt auch mal 1-2 Meter tief beim Verladen. Eventuell kannst Du Deinen Koffer, wenn Du ihn denn benötigst, als Gepäck aufgeben und zwar leer.

Wie bereits im Beitrag oben geschrieben, das Öl am besten herausnehmen.

Hoffe die Tipps nützen…

Christian

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Re: Blechinstrument im Flugzeug-Handgepäck?

Beitrag von dizzychrizzy » Donnerstag 14. Juli 2011, 12:09

Nachtrag. Ist das dann schon P.P.P.P.P.P.P.P.S?
meine sorge war auch, ob man heute gewärtig sein sollte, daß einem so ein blechdings womöglich noch als »waffentauglich« abgenommen wird
In Rom wird man auf Drogen und Sprengstoff untersucht mit einem Probe-Streifen. Damit wird das Instrument und der Koffer untersucht. Scheinbar gilt dort die Gleichung Musiker = Drogensüchtiger oder Terrorist. Dabei sage ich doch gar nicht einmal, dass ich im Jazz unterwegs bin :shock: << Drogen-geweitete Augen.

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Re: Blechinstrument im Flugzeug-Handgepäck?

Beitrag von trumpieter » Donnerstag 14. Juli 2011, 14:09

dizzychrizzy hat geschrieben: … Hoffe die Tipps nützen…
vielen dank für diese ausführliche meldung! das sind genau die erfahrungen, die ich mir erhofft hatte.
gruß, trumpieter

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Re: Blechinstrument im Flugzeug-Handgepäck?

Beitrag von SDF » Dienstag 2. August 2011, 00:22

Hi, war schon ziemlich viel innerdeutsch mit der Trompete unterwegs. Immer Softbag oder 2-Trp-Gigbag (eine Trp + 1 Laptop)
Es gab noch nie Probleme, nur wenn wenig los ist, muss ich manchmal vorspielen ;-))

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