Ganter G7a

Welches sind die besten ?

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topher
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Ganter G7a

Beitrag von topher »

Hallo Leute,

ich bin zufällig in den Besitz einer Ganter G7a (linkshändig) gekommen und wollte einmal hören, was ihr davon so haltet, bzw ob ihr mir eine Einschätzung geben könnt, was ich da für eine Trompete in der Hand halte. Da ich selbst Rechthänder bin kann ich sie leider nicht wirklich spielen.

Gruß
topher
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Bixel
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Re: Ganter G7a

Beitrag von Bixel »

topher hat geschrieben:Da ich selbst Rechthänder bin kann ich sie leider nicht wirklich spielen.
Warum sollte ein Rechtshänder denn keine Linkshänder-Trompete spielen können?
Trompetende Linkshänder spielen meistens problemlos Rechtshänder-Trompeten.
Hornisten greifen grundsätzlich immer mit der linken Hand.

:roll:
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topher
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Re: Ganter G7a

Beitrag von topher »

Naja, ich empfinde das schon als befremdlich. Aber darum solle ja auch gar nicht gehen :wink: Hast du auch noch eine Meinung zu der Trompete an sich oder sogar Erfahrung damit?
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schattie280
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Re: Ganter G7a

Beitrag von schattie280 »

Moin,

ich muss in der Werkstatt zwischen den Instrumentengattungen wechseln und auch linksgriffige Waldhörner kurz spielen. Merkwürdigerweise ist das Greifen mit links nie ein Problem.
Kann man also außer Acht lassen, probiere sie einfach mal aus.

Gruß,
Schattie
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OndraJ
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Re: Ganter G7a

Beitrag von OndraJ »

Oder man handhabt es wie Hr. Gansch in dem Video ab Min 0:19

https://www.facebook.com/schagerl/video ... =2&theater
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BrigantiumJazz
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Re: Ganter G7a

Beitrag von BrigantiumJazz »

Hallo topher,

Hermann Ganter war ein Münchner Trompetenbauer. Er fertigte bis Ende 80/Anfang 90 er Jahre.
Die G7a ist eine sehr gute Konzerttrompete, die auch von vielen Profis gespielt wird/wurde.

Sie spricht sehr leicht an und hat durch das Goldmessingblech einen sehr warmen Klang. Ich selbst habe eine gebrauchte von einem Orchestermusiker gekauft. Ich nehme sie sehr gern für klassische Stücke...

LG
-=iii=< BrigantiumJazz
knatterbock
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Re: Ganter G7a

Beitrag von knatterbock »

Ganter gelang mit diesem Instrument ein Meisterstück: es war ein Spitzeninstrument (neben Monke) der 70er/80er Jahre bis seine Schüler (Lechner/Dowids/Schagerl) selbst die Entwicklung fortführten und dennoch die Eigenschaften der G7a nicht übertreffen konnten. :gut: :gut:
Trumpetjörgi
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Re: Ganter G7a

Beitrag von Trumpetjörgi »

@knatterbock:
Ganz so sehen würde ich das nicht, seine Streuung war riesig.
Und neben guten und Sehr guten G7 habe ich mindestens ebensoviele schlecht ansprechende,
schlecht intonierende, nahezu unspielbare Krücken in der Hand gehabt...
burt
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Re: Ganter G7a

Beitrag von burt »

Trumpetjörgi hat geschrieben:@knatterbock:
Ganz so sehen würde ich das nicht, seine Streuung war riesig.
Und neben guten und Sehr guten G7 habe ich mindestens ebensoviele schlecht ansprechende,
schlecht intonierende, nahezu unspielbare Krücken in der Hand gehabt...
Das entspricht auch meiner Erfahrung. Kein Grund zur Glorifizierung.
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Re: Ganter G7a

Beitrag von knatterbock »

Leute: Streuungen gibt's doch bis heute überall (Schagerl, Lechner, Dowids, Baumann), das liegt doch selbstverständlich in der Natur der Herstellung, aber ändert nichts an der Tatsache daß Ganter bis heute mit Spitzeninstrumenten vertreten ist.............und Meilenstein war :gut:
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buccinator
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Re: Ganter G7a

Beitrag von buccinator »

Versuch mal, bei Alexander Weimann Qualitätsstreuungen zu finden....Fehlanzeige !!!
burt
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Re: Ganter G7a

Beitrag von burt »

knatterbock hat geschrieben:Leute: Streuungen gibt's doch bis heute überall (Schagerl, Lechner, Dowids, Baumann), das liegt doch selbstverständlich in der Natur der Herstellung, aber ändert nichts an der Tatsache daß Ganter bis heute mit Spitzeninstrumenten vertreten ist.............und Meilenstein war :gut:
Interessante Wahrnehmung, die aber mit der Realität nichts zu tun hat.
Von der Spitze war Ganter zu Lebzeiten weit entfernt und heute mehr denn je, auch weil eben keine durchgängig gute Qualität gefertigt wurde. Meilensteine, was immer du darunter verstehst, hat dieser Hersteller bestimmt nicht gesetzt.
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Re: Ganter G7a

Beitrag von knatterbock »

Warum soll Ganter von der Spitze weit entfernt gewesen sein ? :rot: In den 70er Jahren war er (ich wiederhole mich) Meilenstein, es gab keine Konkurrenz (außer vielleicht Monke). Nicht umsonst spielte beispielsweise die Bayer. Staatsoper (Lachenmaier, Zapf, Klette, Musser.....) alle Ganter Instrumente: auch hier wiederhole ich mich: man mußte halt aus einer Serie bei Ganter in der Werkstatt (Baumstraße, dann Altperlach) ausprobieren und das war einfach interessant und individuell. Das hat nichts mit posthumer Lobhudelei zu tun, es sind einfach Tatsachen...............und garantiert Ganter heute noch einen Spitzenplatz in der Elite der Trompetenbauer..... :)
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Re: Ganter G7a

Beitrag von Blas! »

buccinator hat geschrieben:Versuch mal, bei Alexander Weimann Qualitätsstreuungen zu finden....Fehlanzeige !!!
Nach meiner Beobachtung landen relativ viele Weimänner (i.Ü. auch van Laars, Theins und Schagerls etc.) schon nach kurzer Zeit bei vioworld. Sicher alles sehr gute Trompeten, aber nach der Honeymoon-Phase verwandelt sich die anfängliche Wundertröte eben wieder in ein ganz normales, sehr gutes Instrument... Wie enttäuschend.

???? :wink:
Blas!
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Re: Ganter G7a

Beitrag von burt »

Blas! hat geschrieben:
buccinator hat geschrieben:Versuch mal, bei Alexander Weimann Qualitätsstreuungen zu finden....Fehlanzeige !!!
Nach meiner Beobachtung landen relativ viele Weimänner (i.Ü. auch van Laars, Theins und Schagerls etc.) schon nach kurzer Zeit bei vioworld. Sicher alles sehr gute Trompeten, aber nach der Honeymoon-Phase verwandelt sich die anfängliche Wundertröte eben wieder in ein ganz normales, sehr gutes Instrument... Wie enttäuschend.

???? :wink:
Sicher, aber worauf glaubst Du, lässt sich dieses Phänomen zurückführen?
Ganz sicher nicht auf Qualitätsstreuungen.

Die Aussage vom buccinator würde ich n.m.E. auch unterschreiben, jedoch muss man relativieren.
In den 70ern, in denen ja auch Ganter eine gewisse Popularität genoss, gab es sicherlich keinen Hersteller, welcher auch nur annähernd das heutige Fertigungs- und Qualitätsniveau im Serieninstrumentenbau erreicht hat. Genauso wie hervorragende Trompeten entstanden, wurden auch störrische Krücken produziert.
Heute findet man zwar feine Unterschiede bei vermeintlich baugleichen Instrumenten, jedoch auf einem sehr hohen Niveau. So ist es kaum noch möglich, durch einen Instrumentenwechsel etwaige Defizite zu minimieren bzw. ein höheres Level zu erreichen. Dennoch versuchen es die meisten immer wieder. :wink:

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