welche C Schülertrompete?

Welches sind die besten ?

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silka
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welche C Schülertrompete?

Beitrag von silka » Dienstag 23. Februar 2016, 21:41

Hallo!

Ich bin absoluter Nicht-Trompeten-Spieler und habe einen 10jährigen Sohn, der nach drei Jahren Unterricht nach seinem Kornett nun auf eine Trompete umsteigen soll/möchte.
Da er nun in einem Posaunenchor mitspielen möchte, allerdings die B-Griffe gelernt hat (heißt doch so, oder?), empfahl der Trompetenlehrer eine C-Trompete zu kaufen.
Ich habe mich nun mal durch diverse Foren gewälzt, diverse homepages angesehen und bin nur noch wirr im Kopf.

Die Preisklasse sollte eigentlich so bei 500 € liegen (bei drei musikbegeisterten Kindern müssen wir irgendwie das budget im Auge haben), habe aber inzwischen herausgefunden, dass wir wohl eher bei 500-1000 € landen werden, wenn wir nicht den größten Schrott haben wollen. Jeder Euro weniger tut uns gut...
Was mir bisher auffiel war:
- Pioneer C-Trompete beim Musikhaus Beck für 829 €
- bei Thomann Carol Brass CTR-4000H-YSS-C-L für 489 €
- die Yamaha YTR 4435 (979 €) scheint wohl laut Foren vom Klang her etwas zu quäkig zu sein?!?

Es wäre super, wenn hier jemand einen Kommentar zu den oben genannten Instrumenten hätte bzw. auch gerne eine neue Idee. Gebrauchte Instrumente dürfen es auch sehr gerne sein - ich bin zur Zeit allerdings weder im Internet, noch hier im Musikladen fündig geworden...
Vielen Dank für Eure Hilfe!

Cilie
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Re: welche C Schülertrompete?

Beitrag von Cilie » Mittwoch 24. Februar 2016, 00:03

Ein Freund von mir hat mit der relativ gute (für ein Einsteigermodell) Erfahrungen gemacht:
http://www.ebay.de/itm/Trompete-Arnolds ... SwWTRWyQpS

wäre C und B Stimmung

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Re: welche C Schülertrompete?

Beitrag von TrompetenKäfer » Mittwoch 24. Februar 2016, 06:37

Nach 3 Jahren Unterricht finde ich es grenzwertig, eine C-Trompete anschaffen zu wollen, weil er im Posaunenchor mitspielen will.
Ich würde hier eher den Weg gehen, den Leiter des Posaunenchors um entsprechendes Notenmaterial zu bitten oder es ggf. selbst anzufertigen.
Ein kleines Notenschreibprogramm kostet nicht die Welt und erspart deinem Junior den ganzen Ungemach im Zusammenhang mit einer C Trompete.

Wenn es unbedingt sein muss: http://www.thomann.de/de/thomann_tr_600_ctrompete.htm

Ich habe mir diese C-Trompete gekauft, weil ich 2 - 3x im Jahr eine für Kirchenmusik brauche. Es ist ein Instrument, das seinen Zweck erfüllt, wo die Ansprache und die Stimmung in Ordnung sind, und ich halte sie für das ggst. Vorhaben für ausreichend.

Denn von diesen Zwittern, wo man mit unterschiedlichen Zügen B und C spielen kann, halte ich garnichts.

yamo
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Re: welche C Schülertrompete?

Beitrag von yamo » Mittwoch 24. Februar 2016, 06:58

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Wolfram
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Re: welche C Schülertrompete?

Beitrag von Wolfram » Mittwoch 24. Februar 2016, 09:20

TrompetenKäfer hat geschrieben:... Ich würde hier eher den Weg gehen, den Leiter des Posaunenchors um entsprechendes Notenmaterial zu bitten oder es ggf. selbst anzufertigen.
Ein kleines Notenschreibprogramm kostet nicht die Welt und erspart deinem Junior den ganzen Ungemach im Zusammenhang mit einer C Trompete...
Es gibt inzwischen ein paar Posaunenchorbücher, für die auch eine B-Stimme angeboten wird. Aber alles umschreiben ist viel zu aufwendig. Der Posaunenchor ist zu vielseitig und hat jede Woche andere Lieder und Musikstücke auf dem Notenpult, weil sie im wöchentlichen Kircheneinsatz einfach zu vielseitig sein müssen. In meiner Posaunenchor-Notentasche befinden sich zwischen 15-20 Notenbücher mit jeweils ca. 100 Musikstücken. Das jeweilige Notenrepertoire ist in Partituren geschrieben. Die jeweilige Stimme herauszuschreiben wäre eine Mammutaufgabe, die ich niemandem zumuten möchte.

Der idealste Weg ist Transponieren zu lernen - es ist wie eine zweite Sprache und ermöglicht es dem Musiker überall mitblasen zu können.
Die C-Trompete würde ich in diesem Fall nur als Übergangsinstrument einsetzen und die Ausgabe deshalb auf ein Minimum halten. Ab 250 EURO findet man bereits recht gut stimmende Instrumente, die über einige Jahre sehr gute Dienste leisten können. Marken die vor dem Verkauf von Fachleuten überprüft werden un ein besseres Niveau haben sind: Arnods&Sons, Carol Brass, Levante, Stagg und Roy Benson. Hier wird nicht nur aus dem Container weiterverkauft, sondern diese Marken Instrumente sind von Spezialisten in China ausgewählt, in Europa kontrolliert und für Garantie und Service-Leistungen bestens aufgestellt.
LG, Wolfram
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Re: welche C Schülertrompete?

Beitrag von Cilie » Mittwoch 24. Februar 2016, 09:44

Was spricht gegen einen Zwitter (also C und B Trompete in einem) da gibt es ja die unterschiedlichsten Formen, Varianten und Marken, auch auf dem Gebrauchtmarkt. Oder stimmen die dann in einer Stimmung schlechter? Denn meines Erachtens wäre das ein recht konfortabler Weg sowohl in einem Orchester/Band/Unterricht und im Posaunenchor mit gleichen Griffen zu spielen...Das mit dem Transponieren lernen ist so eine Sache, bei manchen klappt das gut, ich kann das vergleichsweise gut (Mathematiker-Gene :mrgreen:) , aber mein Bruder hat riesige Probleme in b zu lesen.

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Re: welche C Schülertrompete?

Beitrag von yamo » Mittwoch 24. Februar 2016, 10:07

Meiner Meinung nach sind die Combi B/C Trompeten eine schlechte Alternative. Die stimmen (und klingen) halt einfach nicht. Vor allem die, die nur ein Schallstück haben. Das kann meiner Meinung nach nicht gut gehen.
Die Billigtrompeten sind oft so eng und spielen sich nicht frei, da hat man keine Freude damit (und der Chor auch nicht). Eine C sollte sich auch gut mit den B Trompeten mischen und das ist eben nur der Fall wenn sie auch frei und offen klingen. Hab da so manchen quitschigen C-Trompeter schon gehört.
Aber das muss natürlich jeder selber mal testen und für sich entscheiden.

Eine gute gebrauchte ist oft mehr wert als eine billige neue.

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Re: welche C Schülertrompete?

Beitrag von duden » Mittwoch 24. Februar 2016, 10:30

Nicht zu vernachlässigen ist, dass es größere Intonationsprobleme geben wird, wenn alle auf B-Instrumenten spielen und nur einer auf einer C - er spielt dann stets in einer anderen Tonart und somit in einer anderen Obertonreihe. Gerade bei einem sicher noch nicht sehr gefestigten Ansatz kann das ständige Nachjustieren gewiss dauerhaft Schaden anrichten. Deshalb halte auch ich es für vernünftiger, die kleine Mühe auf sich zu nehmen und transponieren zu lernen - in einem halben Jahr muss er überhaupt nicht mehr drüber nachdenken.
I didn't try to be primitive, I just had bad microphones.

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Re: welche C Schülertrompete?

Beitrag von burt » Mittwoch 24. Februar 2016, 11:02

1. Das Umschreiben der Noten ist aus den von Wolfram genannten Gründen indiskutabel.

2. Die Anschaffung einer C-Trompete kann eine Lösung sein, dabei sollte jedoch einiges beachtet werden:
a. Von Kombiinstrumenten ist abzuraten. Kein Modell auf dem Markt intoniert sauber.

b. Bei dem zur Verfügung stehenden Budget wird es für ein Neuinstrument zwangsläufig auf die von Wolfram erwähnten Marken hinauslaufen. Evtl. findet sich auch mal eine gebrauchte Stomvi oder Challenger.

c. Bei diesen Modellen ist die Serienstreuung beträchtlich. Beim Kauf also unbedingt den Trompetenlehrer mit einbeziehen. Er kann beurteilen, ob die Trompete passabel intoniert und im Satz einsetzbar ist.

d. Eine C-Trompete kann eine Erleichterung und, eine positive musikalische Entwicklung des Sohnemanns vorausgesetzt, auch eine Bereicherung für den Chor sein. Sauber gespielt eignet sie sich sehr gut für Oberstimmen, kleine Besetzungen u.ä., vor allem bei C-Dur, F-Dur und allen Kreuztonarten, so dass er später nach Lust und Laune wechseln kann und sich dann vielleicht auch mal ein hochwertiges Instrument gönnt.

3. Parallel unbedingt den Lehrer anweisen, dem Schüler auch die Transposition in C zu vermitteln. Nach drei Jahren Unterricht sollte er, entsprechende Qualifikation des Lehrers und Fleiß des Schülers vorausgesetzt, die C-Schreibweise binnen drei Monaten erlernen können. War bei mir umgekehrt damals der Fall und trifft auch für meine Schüler zu.

Viel Erfolg. :gut:

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Re: welche C Schülertrompete?

Beitrag von schattie280 » Mittwoch 24. Februar 2016, 12:11

Wolfram hat geschrieben:... und Roy Benson. Hier wird nicht nur aus dem Container weiterverkauft, sondern diese Marken Instrumente sind von Spezialisten in China ausgewählt, in Europa kontrolliert und für Garantie und Service-Leistungen bestens aufgestellt.
LG, Wolfram
Moin,

die Marke "Roy Benson" ist zu "GEWApure" geworden. Ansonsten (Hersteller, Modellbezeichnungen, Preise etc.) sind gleich geblieben.

Gruß,
Schattie
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Re: welche C Schülertrompete?

Beitrag von alberto1966 » Mittwoch 24. Februar 2016, 14:21

Wolfram hat geschrieben:...Marken die vor dem Verkauf von Fachleuten überprüft werden un ein besseres Niveau haben sind: Arnods&Sons, Carol Brass, Levante, Stagg und Roy Benson. Hier wird nicht nur aus dem Container weiterverkauft, sondern diese Marken Instrumente sind von Spezialisten in China ausgewählt, in Europa kontrolliert und für Garantie und Service-Leistungen bestens aufgestellt.
LG, Wolfram
Anmerkung:
Carol Brass wird von der der Firma Hoxon Gakki in Taiwan und nicht in China produziert :)

Gruß Albert

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Re: welche C Schülertrompete?

Beitrag von burt » Mittwoch 24. Februar 2016, 16:13

alberto1966 hat geschrieben:Anmerkung:
Carol Brass wird von der der Firma Hoxon Gakki in Taiwan und nicht in China produziert :)

Gruß Albert
Woher willst Du wissen, ob nicht zumindest die günstigeren Modelle ebenfalls in China oder sonst wo produziert werden?

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Re: welche C Schülertrompete?

Beitrag von Sandkuchen » Mittwoch 24. Februar 2016, 17:23

Bitte auf keinen Fall eine C Trompete kaufen. Wahrscheinlich würde deinem Sohn es schwerer Fallen parallel C und B Trompete zu spielen, als die klingende Notation zu lernen. In Deutschland wird ganz überwiegend mit B Instrumenten gespielt. Die Kombination von B und C Trompete ist anspruchsvoll. Das Erlernen der klingenden Notation ist einfach! Es steigert auch die Möglichkeiten. Denn wer normale Noten lesen kann, benötigt fürs Zusammenspiel keine nach B transponierende Notation. Du kannst also mit einem Pianisten oder Gitaristen aus einem Liederheft spielen. Wenn man mal spontan was spielen will, ist das sehr praktisch.

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Re: welche C Schülertrompete?

Beitrag von trompeterli » Mittwoch 24. Februar 2016, 23:15

Sandkuchen hat geschrieben:Bitte auf keinen Fall eine C Trompete kaufen.

Wahrscheinlich würde deinem Sohn es schwerer Fallen parallel C und B Trompete zu spielen, als die klingende Notation zu lernen.

In Deutschland wird ganz überwiegend mit B Instrumenten gespielt.

Nicht nur in Deutschland sondern auf der ganzen Welt wird überwiegend mit B Instrumenten gespielt und auch entsprechend gegriffen.

Und nur in Deutschland wird in Posauenchören auf B-Instrumenten klingend gespielt und dementsprechend anders gegriffen.

Für Kinder ist es eher schwierig nun "wieder auf klingend umzulernen". :shock:
Die Freude am Musizieren sollte besonders bei Kindern im Vordergrund stehen. :wink:
Man sollte die Kinder mit unterschiedlichen Griffsystemen nicht verunsichern. :licht:

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Re: welche C Schülertrompete?

Beitrag von alberto1966 » Mittwoch 24. Februar 2016, 23:54

burt hat geschrieben:
alberto1966 hat geschrieben:Anmerkung:
Carol Brass wird von der der Firma Hoxon Gakki in Taiwan und nicht in China produziert :)

Gruß Albert
Woher willst Du wissen, ob nicht zumindest die günstigeren Modelle ebenfalls in China oder sonst wo produziert werden?
Zumindest steht es so bei Carol Brass auf der Homepage:
„...and we promise each CarolBrass® instrument is 100% handcrafted by our qualified craftsmen team at our small factory in Chiayi, Taiwan.“

Auszuschließen ist jedoch nicht, das die günstigeren Einsteigermodelle nicht in Taiwan gefertigt werden, wie z.B. die Yamaha 4335G, welche ja auch in China gebaut wird.

Gruß Albert

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