Trompete für hohe Töne

Welches sind die besten ?

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benjaminr
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Trompete für hohe Töne

Beitrag von benjaminr » Sonntag 14. Januar 2018, 18:37

Hallo liebes Forum,

ich bin neu hier und schon gleicheinmal eine Frage.
Ich spiele seit ca. 28 Jahren Trompete in verschiedenen Orchestern und auch manchmal auf Hochzeiten, Geburtstagen, etc....
Ich spiele die 1. Stimme und seit 16 Jahren eine Bachtrompete Stradivarus Nr. 37 mit einem 5C Mundstück von JK.
Als ich vor ca. 3 Jahren das Mundstück gewechselt habe von 1 1/2 C auf das jetzige 5C Mundstück, kam ich leichter in die Höhe.
Als ich aber das Trompetespielen anfing hab ich eine Getzen Trompete gespielt. Die war zwar krazig, aber meines Erachtens leichter in die Höhe zu spielen
wie die jetzige Bachtrompete.

Ich möchte mir demnächst einen neue Trompete kaufen. Diesmal eine Trompete, mit der ich wieder sehr einfach in die Höhe komme und der Klang aber trotzdem gut ist. Habe mich im Internet schon informiert. Es sollte jedenfalls eine Leadtrompete sein und für Solos geeignet. (Jazztrompete mit Ventilen)

Bei der Reserche ist mir das Schagerl Phelin Model Vlado Kumpan aufgefallen. Einige schreiben aber, dass man dafür viel Luft braucht. Also fällt die schoneinmal weg. Es gibt ja Schilke, Schagerl, Yamaha, Kühnel und Hoyer, und was weiß ich noch für Marken.

Das wichtigste ist mir, dass ich in die Höhe einfach besser komme und die Qualität passt. Bei meiner Bach habe ich das Gefühl, dass sie einfach zuviel Widerstand hat. Ich bin auch bereit bis zu 4000 Euro auszugeben.

Welche Trompete könnt ihr mir empfehlen?

Vielen Dank schoneinmal für eure Antworten.

Grüße
Benjamin

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Re: Trompete für hohe Töne

Beitrag von TrompetenKäfer » Montag 15. Januar 2018, 08:52

Das Einfachste wäre mMn, dass du dir von Spada (www.spadamusic.ch) ein paar Tuningteile für deine Bach schicken lässt.

Alleine durch den Einsatz eines anderen Stimmbogens lässt sich der Charakter der bestehenden Trompete grundlegend verändern.

Im Gegensatz zum "abgekröpften" Stimmzug, der bei der 37er verbaut ist, gibt es "halbrunde" und runde Stimmbögen bei Spada; kostet nicht die Welt und ist viell. ja schonwieder das Ende deiner Suche?

Ich bin kein Jazzer, und schon garkein "Lead"-Trompeter, deshalb weiß ich auch nicht, was ich dir instrumentenseitig raten könnte. Was ich weiß, ist, dass ich mal schauen würde, ob das Bestehende (und die 37er ist ja im Jazz-Bereich durchaus daheim) nicht angepasst werden könnte?

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jupiter
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Re: Trompete für hohe Töne

Beitrag von jupiter » Montag 15. Januar 2018, 15:37

Ich würde für die Bach mal einen zweiten, runden Stimmzug ohne Stütze anfertigen lassen. Zudem kann man beim Mundstück noch was machen. Das Klier 5C ist sicherlich kein Leadmundstück, da solltest du mal einen flacheren Kessel und/oder eine engere Backbore ausprobieren.

Bei den Trompeten gibt es mehrere Möglichkeiten.
Der Leadtrompeter meiner Big Band benutzt eine Schilke B5 mit einem Monette B2. Ich nehme für den Leadeinsatz (wenn ich mal muss) eine Getzen 390 mit einem Monette B4L. Die Getzen ist zwar eigentlich eine Schülerkanne, geht aber super ab.

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Re: Trompete für hohe Töne

Beitrag von Deakt_20190109 » Montag 15. Januar 2018, 16:53

jupiter hat geschrieben:Das Klier 5C ist sicherlich kein Leadmundstück, da solltest du mal einen flacheren Kessel und/oder eine engere Backbore ausprobieren.
Das meiste kann man immer mit dem Mundstück rausholen, deswegen würde ich an deiner Stelle zuerst ein flachen Kessel mit dem gleichen Innendurchmesser / Rand ausprobieren.

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Re: Trompete für hohe Töne

Beitrag von benjaminr » Montag 15. Januar 2018, 21:18

Hallo,

danke für euere Antworten:-) Echt super, dass es noch andere erfahrene Trompeter gibt;-)
Nur eins mal Vorweg, ich bin kein Leadtrompeter, eher ein Trompeter, der immer mal wieder Solos spielt.
Ansonsten spiele ich oft Solos auf Hochzeiten, Geburtstagen, von Bekannten etc....

Ja ihr habt Recht, vielleicht sollte ich wirklich zuerst ein anderes Mundstück testen. Und einen runden Stimmzug, als "Tuning". Macht die Trompete selbst wirklich nicht soviel aus? Und reicht es wirklich den Stimmzug zu wechseln? Bei mir wird es echt schwierig über das C3 hinauszuspielen mit meiner Bach. Für meine Bach brauche ich auch verdammt viel Luft, was sich dann letztentlich als Erschöpfung ausweist. Das war bei meiner früheren Gezen nicht so. Jedoch war sie sehr kratzig im Klang.

Ich kenne mich überhaupt nicht aus mit Mundstücken. Was meint Ihr mit Flacheren Kessel. Was für eine Bauform mit welcher Größe kann ich da testen?
Gibt es ein paar Empfehlungen, Link oder Infoseite?

Klar das liebste wäre mir natürlich meine Bach zu behalten und mit dem geringstmöglichen Aufwand+Kosten mein Ziel zu erreichen. Ich übe auch schon seit 3 Monaten an meiner Tonhöhe (Tönetreiben, Breath Attack, etc....) Hab extra einen Lehrer dazu. Ich möchte einfach über das C3 bis zum A4 spielen können und dazu gehört glaube ich leider auch die passende Trompete dazu.....

Ok ich freue mich über weitere Antworten von euch.

Danke und einen schönen Abend.

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Re: Trompete für hohe Töne

Beitrag von TrompetenKäfer » Dienstag 16. Januar 2018, 08:08

Die 37er Stradivarius ist mMn weit davon entfernt, eine "große" Trompete zu sein.
Einerseits schreibst du, dass dir der Widerstand zu hoch ist, und andererseits schreibst du, dass sie viel Luft braucht; das passt in sich nicht zusammen.
Außerdem bin ich der Meinung, dass man mit einem Bach 5C eine stabile Höhe schaffen sollte.

Wenn du schreibst, dass über das C3 hinaus schwierig zu spielen ist, dann frage ich mich, ob du nicht mit dem C3 alleine schon Probleme hast. Kannst du es zuverlässig über einen längeren Zeitraum erreichen? Oder gehörte hier vielleicht schon angesetzt?

Ob du ein A4 spielen willst? Ich glaube, die Zahl der Trompeter, die das können, ist extrem überschaubar; das muss man nicht können.

Ich weiß ja nicht, wie "solistisch" du unterwegs bist, aber in der Unterhaltungsmusik ist eine Tonhöhe bis f3 (und auch da nur sehr vereinzelt) ausreichend und teilw. schon mehr, als viele Hobbytrompeter zuverlässig spielen können.

Was ich dir sicher sagen kann, ist, dass Experimente am Mundstück sehr schnell in den Abgrund führen können, weil durch Herumprobieren heute dieses- morgen jenes Mundstück "besser" ist. Da ist man so schnell in Teufels Küche, dass es hintennach oft schlechter ist, als vorher.

Ich meine, dass man an der Trompete mal einen runden Stimmzug probieren könnte, und der Rest am Spieler selbst zu regulieren ist.

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Re: Trompete für hohe Töne

Beitrag von blechfan » Dienstag 16. Januar 2018, 08:59

benjaminr hat geschrieben:Ich möchte einfach über das C3 bis zum A4 spielen können
Bist Du größenwahnsinnig oder einfach nur ahnungslos? Hast Du eine Vorstellung davon, was/ wo A4 ist?
21 Halbtöne über dem C3! Meinst Du, dass das irgendjemand auf der Welt von einem Amateur geblasen hören möchte? :Tock:

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Re: Trompete für hohe Töne

Beitrag von TrompetenKäfer » Dienstag 16. Januar 2018, 09:03

blechfan hat geschrieben:
benjaminr hat geschrieben:Ich möchte einfach über das C3 bis zum A4 spielen können
21 Halbtöne über dem C3! Meinst Du, dass das irgendjemand auf der Welt von einem Amateur geblasen hören möchte? :Tock:
Für diese Höhenlagen gibt's ein Instrument, mit dem das viel weniger aufwendig ist:

https://de.wikipedia.org/wiki/Hundepfeife

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Re: Trompete für hohe Töne

Beitrag von Thomas_D » Dienstag 16. Januar 2018, 09:17

benjaminr hat geschrieben: Klar das liebste wäre mir natürlich meine Bach zu behalten und mit dem geringstmöglichen Aufwand+Kosten mein Ziel zu erreichen. Ich übe auch schon seit 3 Monaten an meiner Tonhöhe (Tönetreiben, Breath Attack, etc....) Hab extra einen Lehrer dazu. Ich möchte einfach über das C3 bis zum A4 spielen können und dazu gehört glaube ich leider auch die passende Trompete dazu.....
Erstens, glaube ich nicht, dass du in deinem beschriebenen Tätigkeitsfeld oft über das C3 hinaus musst.
Zweitens, schon gar nicht bis zum A4
Drittens, wenn du wirklich bis zum A4 spielen willst, ist dein Instrument dein geringstes Problem. (Ich glaube du meinst A3)
Viertens, wenn du einen Lehrer hast, der selbst so hoch spielen kann und dir das beibringen möchte, kann dieser dir im Rahmen des Unterrichts bestimmt zuverlässigere Ratschläge geben, als du hier aus der Ferne bekommen kannst.

VG Thomas

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Re: Trompete für hohe Töne

Beitrag von Sandu » Dienstag 16. Januar 2018, 10:15

Er meint sicher das a'''; man kann Leute auch absichtlich falsch verstehen.
Und wieso es hier Leute gibt, die sich häufig lieber über (zugegebenermaßen ambitionierte) Ziele echauffieren, als Tipps zu geben, habe ich noch nie verstanden. Man kann über die Sinnhaftigkeit streiten, aber wenn jemand nun mal in die dreigestrichene Oktave vorstoßen möchte, ist mir das sehr viel lieber, als wenn jemand bläserisch gar kein Ziel verfolgt.

Zum eigentlichen Inhalt: An einer 37er Bach liegt sicherlich nicht das Problem. Dieses Instrument wird in allen Genres erfolgreich bedient. Wenn du ein gut stimmendes Exemplar hast, bleibe dabei; das Instrument wird dir sehr lange Freude machen.
Mit dem Mundstück kann man schon eher experimentieren. Kleinere und flachere gehen in der Höhe leichter, ändern aber auch den Sound in Richtung mehr Schärfe. Die tatsächlichen "Höhengewinne" sind in der Regel sehr überschaubar, lediglich kann es sein, dass du deine bisherige Höhe etwas leichter abrufen kannst.
Wenn du eher im U-Musik-Bereich unterwegs bist, ist das JK 5C schon eher auf der großen Seite. Der JK C-Kessel ist tiefer als der Bach C-Kessel. Wenn dir der Rand taugt, versuche mal ein JK 5D oder vielleicht sogar 5E; die Kessel sind dann immer noch nicht sehr flach und das klangliche Ergebnisse kann für dich noch in Ordnung sein.

Ansonsten würde ich eher auch mal in die Übetipps zum Höhentraining schauen, als zu sehr am Equipment zu basteln.

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Re: Trompete für hohe Töne

Beitrag von Trumpethulk » Dienstag 16. Januar 2018, 10:53

:gut: @Sandu

benjaminr
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Re: Trompete für hohe Töne

Beitrag von benjaminr » Dienstag 16. Januar 2018, 12:02

Sorry, ja ich meinte das A3 bzw. bis zum C4, falls möglich:)
Danke für die Antworten)

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Re: Trompete für hohe Töne

Beitrag von Maxbert » Dienstag 16. Januar 2018, 13:53

Besorg dir mal ein gebrauchtes Yamaha 14a4a. Das könnte dir entgegenkommen und kostet sehr wenig.

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Re: Trompete für hohe Töne

Beitrag von Jamer » Dienstag 16. Januar 2018, 14:08

Zunächst möchte ich meinen Vorrednern zustimmen - die Bach ist ein gutes Werkzeug und mit effektiven Üben (Höhentraining) bzw Mundstück modifizierungen (JK5D/E) lässt sich wohl mehr erreichen.

Wenn du aber zwingend eine Trompete suchst, mit der du besser "schneiden" kannst:

Die CarolBrass 5000 bietet viele Eigenschaften nach der meines Wissens nach viele Lead-Trompeter suchen und gilt deswegen nicht auch wegen dem niederen Preis als beliebte "Höhenwaffe".

Derzeit ist ein solches Teil "gebraucht-neu" bei vioworld drin:

http://www.vioworld.de/musikermarkt/ent ... c593f76c5/

Wenn du € 500+ übrig hast kannst das ja mal probieren.
Im gleichen Preissegment fällt mir da noch die Yamaha 3335 ein die von Andy Haderer gespielt wird und (bei ihm) zumindest gute Ergebnisse liefert.

Ansonsten gibt es bei www.brassego.at zwei Trompeten die ebenfalls auf das Höhenspiel ausgerichtet sein sollen:

Die Modelle "Dizzy" sowie "Tiger-Tail".
Die eine kostet halt 2000, der Tigerschwanz über 4000

jamer

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Re: Trompete für hohe Töne

Beitrag von Sandkuchen » Dienstag 16. Januar 2018, 16:02

Ich glaube, die Eignung einer Trompete ist sehr individuell. Der eine mag lieber einen größeren Becher, der andere lieber eine kleine Bohrung und der Dritte liebt eine leichte Trompete.

Wenn ich im Blasorchester hoch spielen muss (bei mir C3/D3, z.B. Jurassic Park oder Fluch der Karibik), nehme ich lieber die Monke als die Bach, dann kommt es recht sicher. Für mich wäre es mit der Bach viel mehr Arbeit.

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