Downsizing: Kleinstmöglich versus Größtmöglich

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Deakt_20120316
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Re: Downsizing: Kleinstmöglich versus Größtmöglich

Beitrag von Deakt_20120316 » Mittwoch 29. Juni 2011, 19:07

Das mit dem bierflaschenrand denke ich auch oft, wenn ich eine solche ansetze...

Nun ist wieder etwas zeit vergangen. Einige auftritte hab ich nun mit dem 40er reeves bestritten. Hannes erfahrung kann ich nun teilen. Ich habe keine wesentlichen einbrueche mehr erlebt. Selbst nach einem fuenf stunden fruehschoppen zu einer kirwe, konnte ich am naechsten tag mein momentanes uebeprogramm bewaeltigen, ohne erschoepft zu sein. Mein umfang hat sich weiter stabilisiert, sogar um einen immer abrufbaren ton erhoeht und was die ausdauer betrifft...nach eben den fuenf stunden konnt ich immer noch meinen hoechsten ton fett bringen. Liegt vielleicht auch an der anwendung von caruso. Zwar etwas frei interpretiert. Aber... Nun werd ich mir in ein paar wochen ein warburton choop holen. Mal sehen wo es hin geht.

Also nochmal dank fuer all die tips!

Wie stellt man ein klangbeispiel hier rein? Falls mich der mut nicht verlasset... :-)
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Re: Downsizing: Kleinstmöglich versus Größtmöglich

Beitrag von FlüTro » Donnerstag 14. Juli 2011, 19:54


Deakt_20120316
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Re: Downsizing: Kleinstmöglich versus Größtmöglich

Beitrag von Deakt_20120316 » Donnerstag 14. Juli 2011, 20:52

Die liste besagt, dass alle mundstueckgroessen gespielt werden. Der durchschnitt spielt zwischen groesse 3 und 7. Es sind einige 17,++ spieler und der kleinste durchmesser ist 14,xx mm.
Du huldigst so der mittleren grosser, dann spiel sie. Ich mischt die grosser, mit welcher ich so effizient wie moeglich spielen kann. Ich kam von 18mm und mit jeder grosser kleiner fiel mir das spielen leichter. Und wenn es mir mit 12mm noch leichter fallen wuerde, wieder ich diese spielen. Das soll nicht heissen, dass das fuer jeden gilt... meine klangvorstellung ist nicht klassisch gepraegt... verstehst du worum es mir geht? Mir ist gleich wer was fuer horn oder mundstueck spielt. Du bringst kein argument, weshalb man bei einer mittelgroesse bleiben sollte.
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Re: Downsizing: Kleinstmöglich versus Größtmöglich

Beitrag von FlüTro » Donnerstag 14. Juli 2011, 21:04

Ja - es geht auch nicht um Dich,
kann ja jeder machen was er will.

Es ist halt ein Erfahrungsaustausch, wo jeder für sich was interessantes rauszieht.
Zum Beispiel, dass eben doch die meisten zwischen 3 - 7 liegen,
das sagt ja auch dieser ??? Lili (jetzt fällt er mir nicht ein).
Andre sei zwischen 1 1/4 und 7D wohl gewesen.

Bei mir, was ja völligst unmaßgeblich ist,
endete die Downsizing-Reise bei etwa 6E.
Kleiner nehm ich nur zum MP-Üben.

Ich find halt Carmichael und Faddis und Andersen übel,
andere lieben das - was soll´s. Mir ist das zu quetschig,
da hat die Trompete ihren Zweck verfehlt mMn,
was aber auch egal ist.

(Joke:
Wann entfaltet eine Querflöte ihren schönsten Klng ?
Wenn man sie längs durch die Kreissäge schiebt

Es ist halt nur interessant in welche verschiedene Richtungen
das wohl geht. Offene Vielfalt ist die Basis für Weiterentwicklung.
Auf einmal stösst man auf was, was einen weiter bringt.

LG

Peter

hannes
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Re: Downsizing: Kleinstmöglich versus Größtmöglich

Beitrag von hannes » Donnerstag 14. Juli 2011, 22:39

Leider wird hier immer noch "KLEIN" mit "FLACH" gleichgesetzt, vielleicht deshalb, weil die meisten kleinen Größen gleichzeitig mit flachem Kessel versehen ist. Für das Volumen entscheidender ist weniger der Durchmesser als vielmehr die Kesseltiefe. Ein 6 E klingt mit Sicherheit weniger klassisch als ein 14 mm Durchmesser mit tiefem Kessel. Daher würde ich auch die klassische Literatur auf tieferem Mundstück als eine Leadstimme spielen, bei der man vergleichsweise mehr Sizzle braucht.
Ich empfehle die Verkleinerung des Durchmessers und dann (zumindest für Aufführungszwecke) die Kesseltiefe zu wählen, die dem klanglichen Ziel am nächsten kommt. Man erreicht zwar auch auf sehr flachen Kessel mit der Zeit mehr Volumen, aber es gibt Grenzen. Ein Haydn-Konzert klingt eben auf einem etwas tieferen Mundstück sinfonischer, aber der Kesseldurchmesser muss deshalb NICHT bei 17 mm oder größer liegen. Leider muss man nicht selten Spezialanfertigungen machen lassen, da Mundstücke mit engem Durchmesser meist
auch relativ flach sind. Also: Klein ist nicht gleich klein. :cracy:

Hannes

P.S. Jens Lindemann gibt den Tipp der Größen 3 bis 7; seine Zielgruppe sind klassische Trompeter, die von ganz anderen Größenerwartungen her kommen und der langen Lehr-Tradition des Größtmöglichen unterliegen. Unter diesen Umständen ist schon die 7er-Größe sehr groß. :lol:

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Re: Downsizing: Kleinstmöglich versus Größtmöglich

Beitrag von Deakt_20120316 » Freitag 15. Juli 2011, 10:31

Ich denke wie hannes es schon schreibt, dass die kesseltiefe den klang reguliert, nicht der durchmesser und, dass enger durchmesser nicht gleich flacher kessel ist. Aber, peter, du wirst wissen was du meinst und mit was du DEINE klangvorstellung nahekommst...
grüße a.

Hannes, meinst du klein?
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Re: Downsizing: Kleinstmöglich versus Größtmöglich

Beitrag von funtrumpet » Mittwoch 10. August 2011, 18:31

Liebe Gemeinde,

Die Beiträge von Hannes klingen sehr hilfreich und kompetent.Diesen kann ich etwas abgewinnen.
Bin selbst von einem Breslmairkessel(Durchmesser glaub ich an die 16,7mm) auf einen engeren 7C-Kessel von Bach(16,2 oder 16,25) umgestiegen,was mir durchaus Vorteile einbrachte(Rand spiele ich den gleichen von Breslmair wie vorher).
Die Höhe geht einfach lockerer und mit weniger Kraft vonstatten,obwohl der 7C-Flügelhornkessel sogar tiefer ist als der vorige Kessel.
Das das 7c-Bach ein "Anfängermundstück" wäre,ist der grösste Schwachsinn der je verzapft wurde.Mein Stimmkollege bei der Böhmischen spielt das 7C seit seiner Lehrzeit und kommt noch immer gut damit zurecht.Mit einem 1er Eimer tust du dir wesentlich schwerer in der Höhe.Das 1er-Bach ist da für mich schon eher ein Anfängermundstück.
Wie Hannes schon sagte,ist das meistens das Ungute,das bei den meisten Herstellern mit dem Durchmesser auch die Kesseltiefe geringer wird und somit für viele unspielbar wird.
Ich habe vor vielleicht probeweise noch enger zu gehen als 7C.Auf 16mm oder 15,9mm und der Kessel vielleicht nur geringfügig seichter.Was ratet ihr mir......10C-FL,10 1/2C-FL oder doch eher 5C-FL,6C-FL?
Schöne Grüsse aus Steiermark/Österreich........funtrumpet
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Re: Downsizing: Kleinstmöglich versus Größtmöglich

Beitrag von Deakt_20120316 » Mittwoch 10. August 2011, 18:50

Reeves 40. Hat ungefaehr 15,9 mm und du hast die moeglichkeit dich fuer kessel zwischen tief und sehr flach zu entscheiden. Warburton s 8 er groessen haben auch 15,75 mm und es gibt verschiedene tiefen...
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Re: Downsizing: Kleinstmöglich versus Größtmöglich

Beitrag von saxpeter » Donnerstag 11. August 2011, 08:50

ich bin vom 6 c FL auf das 10 1/2 c Fl und jetzt auf das 10 1/2 a Fl gewechselt.
Es braucht seine Zeit, aber es bringt Vorteile.

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Re: Downsizing: Kleinstmöglich versus Größtmöglich

Beitrag von Deakt_20120316 » Donnerstag 18. August 2011, 17:29

Hallo.
Folgendes problem hat sich eingestellt. Ich habe die letzten tage intensiv mit dem shoop gebuzzt. Es machen sich positive vetaenderungen bemerkbar...
aber, ich komme mit meinem spielmunddtueck nicht mehr zurecht. Es geht kurz sehr gut, aber dann...hab ich das gefuehl, dass ich die kleinere lippenoeffnung nicht halten kann. Nach einem liedchen kommt ab a2 nur noch luft. Mit dem kleinen bin ich nicht soweit, dass ich es zum spielen nutzen kann... hat jemand rat? Zwischengroesse hab ich nicht... einfach die zeit ueberstehen?
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Re: Downsizing: Kleinstmöglich versus Größtmöglich

Beitrag von Bixel » Donnerstag 18. August 2011, 23:30

Wenn ich mich recht erinnere, liegt zwischen den Kesseldurchmessern der beiden Mundstücke ein ganzer satter Millimeter.
Da mir das Shoop zum Spielen ohnehin ein bisschen sehr klein erscheint, wäre eine Zwischengröße m.E. der nahe liegende Weg.

Mit dem Shoop kannst du ja weiter Buzzen - und es als spätere Spieloption im Auge behalten.

:idea:
.
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Re: Downsizing: Kleinstmöglich versus Größtmöglich

Beitrag von leonfair » Freitag 19. August 2011, 06:36

Trumpethulk hat geschrieben:Hallo.
Folgendes problem hat sich eingestellt. Ich habe die letzten tage intensiv mit dem shoop gebuzzt. Es machen sich positive vetaenderungen bemerkbar...
aber, ich komme mit meinem spielmunddtueck nicht mehr zurecht. Es geht kurz sehr gut, aber dann...hab ich das gefuehl, dass ich die kleinere lippenoeffnung nicht halten kann. Nach einem liedchen kommt ab a2 nur noch luft. Mit dem kleinen bin ich nicht soweit, dass ich es zum spielen nutzen kann... hat jemand rat? Zwischengroesse hab ich nicht... einfach die zeit ueberstehen?
Deswegen hab ich mit dem Downsizen bis jetzt noch nicht angefangen. Nächste woche hab ich mein letztes Sommerkonzert wo ich auch ein Solostück spielen muss. Danach werd ich das Projekt beginnen.

Werd mir höchst wahrscheinlich das Bach 7e zum buzzen zulegen. Und im Herbst werd ich zum Breslmaier fahren und mir ein Mundstück maß schneidern lassen. Ich fass einen g1 bzw g2 Kessel von der Tiefe ins auge, allerdings um rund einen milimeter kleiner im durchmesser wie die originalteile. Dazu einen e4 Rand (ebenfalls an die größe angepasst) und ein L Stengel.

Damit verringere ich den durchmesser des Mundstückes ca um einen Milimeter (das mundstück wird dann einen durchmesser von ca 15,6mm haben), der Kessel jedoch bleibt schön tief, damit ich das tonvolumen nicht verliere.
Wer übt kommt weiter. Der Weg ist das Ziel!

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Re: Downsizing: Kleinstmöglich versus Größtmöglich

Beitrag von herzbert » Freitag 19. August 2011, 07:21

Du meinst den Ring um 1 mm verkleinern und den Kessel schmaler und tiefer drechseln. Die Idee habe ich auch schon im Kopf. Lasse dir gerne den Vortritt.
Mach das ganze einfach jetzt gleich, dann kannst du früher berichten. :idea:

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Re: Downsizing: Kleinstmöglich versus Größtmöglich

Beitrag von leonfair » Freitag 19. August 2011, 08:09

herzbert hat geschrieben:Du meinst den Ring um 1 mm verkleinern und den Kessel schmaler und tiefer drechseln. Die Idee habe ich auch schon im Kopf. Lasse dir gerne den Vortritt.
Mach das ganze einfach jetzt gleich, dann kannst du früher berichten. :idea:
Richtig, du hast es erfasst.
Jetzt wart ich nur noch drauf was die downsizing-Experten a' la Hannes, Bixel und Co zu einem 15,6 cm durchmesser mp mit tiefen Kessel sagen.

@herzbert ich bestell mir jetzt mal das Bach 7e und anfang september werd ich zum breslmair fahren und mir das teil machen lassen. Nächste woche spiel ich noch ein Solokonzert und Am 10 September muss ich dann noch für ein Hochzeitspaar ein Flgh.-Solo in der Kirche spielen. Bis dahin werd ich noch auf meinen großen pöttern spielen; aber spätestens am 11 September starte ich mit meinem Vorhaben.
Wer übt kommt weiter. Der Weg ist das Ziel!

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Re: Downsizing: Kleinstmöglich versus Größtmöglich

Beitrag von herzbert » Freitag 19. August 2011, 08:16

Alles Gute für die Hochzeit!
Steht das "e" beim Bach für den Rand?

Warte nicht auf die Experten, die reden dir alles aus! Vertraue mir, ich habe nämlich keine Ahnung von Mundstücken!

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