Downsizing: Kleinstmöglich versus Größtmöglich

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posaune
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Re: Downsizing: Kleinstmöglich versus Größtmöglich

Beitrag von posaune »

herzbert hat geschrieben: Steht das "e" beim Bach für den Rand?
Nein, für die Kesseltiefe. Wird mit dem Alphabet flacher. Ohne Buchstaben = tief - "F" = sehr flach.
herzbert
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Re: Downsizing: Kleinstmöglich versus Größtmöglich

Beitrag von herzbert »

Danke.
Deakt_20120316
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Re: Downsizing: Kleinstmöglich versus Größtmöglich

Beitrag von Deakt_20120316 »

Hallo.

Ja, kessel tiefe... ich habe herausgefunden, dass mich nicht der enge kessel stoert, sondern der sehr flache kesssel des shoop.
Ich babe altes solist zu hause. Das hat einen durchmesser von 14,8mm. Bei diesem hatte ich mir mal den kessel aendern lassen. Die wand faellt ein stueck gerade ab und laeuft dann zu einem v. Der rand ist sehr flach und durch die gerade abfallende wand hat die innenkannte guten griff. Er ist auch tiefer als beim shoop, so stossen die lippen nicht an. Leider hab ich eine 4,5er bohrung reinmachen lassen und da es urspruenglich fuer piccolo war ist es zu kurz. Das shoop nehm ich weiter zum buzzen, aber zum spielen...
Gibt es ein mundstueck was einen durchmesser von 14,8- 15mm hat und einen mittelflachen kessel?
Gruss a.
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mk-trumpet
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Re: Downsizing: Kleinstmöglich versus Größtmöglich

Beitrag von mk-trumpet »

Meinst Du nicht, bei 15mm angekommen, dass es langsam klein genug ist? Nicht dass Du noch bei der ElGato-Größe landest...

http://translate.googleusercontent.com/ ... w6B-oeXBwg
FlüTro
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Re: Downsizing: Kleinstmöglich versus Größtmöglich

Beitrag von FlüTro »

egal
Zuletzt geändert von FlüTro am Freitag 19. August 2011, 18:05, insgesamt 1-mal geändert.
Deakt_20120316
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Re: Downsizing: Kleinstmöglich versus Größtmöglich

Beitrag von Deakt_20120316 »

Hallo manni! :-)
Bisher hatte ich nur vorteile, ohne abstriche beim sound. Wie ich schon schrieb stoert mich der geringe durchmesser nicht, solange die kesselwaende ein stueck gerade runtergehen und der kessel nicht zu flach ist. Beim shoop ist er mir zu flach. Das anderson mundstueck wurde mich sch interessieren, aber eben etwas tiefer. Je enger es wird, umso besser bekomm ich die luft gerade ins mundstueck. Irgendwie hab mir einen ganz schoen verkorksten ansatz antrainiert... :-)
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Re: Downsizing: Kleinstmöglich versus Größtmöglich

Beitrag von Deakt_20120316 »

Hallo peter.
Ich denke im moment, downsizing hin downsizing her, dass die mubdstueckgroesse zu einem passen muss.
Ein parameter fuer zu klein ist eine schlechte tiefe. Ich komme mit dem shoop z.b.ins pedalregister. Bis zum kleinen g problemlos. Fuer jeden ist wo anders schluss. Die sehr kleinen und sehr grossen mundstuecke sind, denk ich, nicht entstanden, weil jemand sagte, jetzt spiel ich das aller groesste oder das aller kleinste, weil es cook ist. Vielleicht entstanden die richtungen aus notwendigkeit...
:-)

Fuer mich ist dann schluss, wenn ich nichts mehr davon hab oder sich der ton nicht mehr entwickeln kann.
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Bixel
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Re: Downsizing: Kleinstmöglich versus Größtmöglich

Beitrag von Bixel »

TrompeteRT hat geschrieben:GLücklicherweise ist er [Lukas Beno] bislang nicht auf die Schnapsidee verfallen, downzusizen.
Des Einen Glück - des Anderen Unglück (suum cuique).

Ja, die (enthemmende) Wirkung des Alkohols kann u.U. das Downsizing (beispielsweise fremdgesteuerten Erbsenzählern) anfangs erleichtern.

Ich fand deine früheren, noch ein wenig gemäßigteren Statements zu diesem Thema irgendwie deutlich cooler.

Kneift die Windel?

:wink:
.
Zuletzt geändert von Bixel am Mittwoch 12. Oktober 2011, 09:59, insgesamt 1-mal geändert.
Zurück zum Thema...
buddy
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Re: Downsizing: Kleinstmöglich versus Größtmöglich

Beitrag von buddy »

Trumpethulk hat geschrieben:...spiel ich das aller groesste oder das aller kleinste, weil es cook ist. Vielleicht entstanden die richtungen aus notwendigkeit...
Ja natürlich.
Das Bach 1 (später 1X genannt) wurde z.B. nach den Wünschen von Bud Herseth entwickelt oder zumindest angepasst. Nach einem Unfall mit Lippenverletzung konnte Herseth sein Bach 7C nicht mehr weiterspielen und landete schließlich bei einem Bach 1 und weiteren Mundstücken dieses Durchmessers. Es soll ab den 50er Jahren jedoch auch einen allgemeinen Trend zu großen Mundstücken gegeben haben.
http://www.dallasmusic.org/gearhead/Mou ... 0size.html
Herseth war es auch, der in den 50er Jahren den ersten Satz Bach Mount Vernon C-Trompeten für das Chicago Symphony Orchestra bestellte. Er dürfte damit erheblich am Mythos Bach mitgestrickt haben, zumal der Trompetensatz des CSO den Trompeten von Bach bis zum Umstieg auf Yamaha vor wenigen Jahren treu blieb.

Von Adolf Scheerbaum wurde berichtet, dass er auf großen Mundstücken regelrecht "trainierte", um sich fit zu halten. Seine Darbietungen selbst unter den Bedingungen in Konzerten waren bis zum Auftreten von Maurice André einzigartig.
FlüTro
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Re: Downsizing: Kleinstmöglich versus Größtmöglich

Beitrag von FlüTro »

Ich kenne noch 2 Scherbaumschüler persönlich.
Anekdotisches Kuriosum:
der hatte wohl so ´nen alten Spucknapf in Gebrauch,
wie man sie in Westernfilmen am Tresen sieht.
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Bixel
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Re: Downsizing: Kleinstmöglich versus Größtmöglich

Beitrag von Bixel »

FlüTro hat geschrieben: der hatte wohl so ´nen alten Spucknapf in Gebrauch, wie man sie in Westernfilmen am Tresen sieht.
Als Mundstück??

:schock:
.
Zurück zum Thema...
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Re: Downsizing: Kleinstmöglich versus Größtmöglich

Beitrag von haynrych »

super war die scheerbaum'sche idee mit dem scheinbogen(*), könnte man bei mundstücken auch machen:
auf ein kleines mundstück einen 1er d'raufstanz'n lassen und der sitznachbar macht grosse augen ( :schock: ).


(*) scheinbogen auf seite 18 >>> http://iwk.mdw.ac.at/Forschung/pdf_date ... n-Wien.pdf
KEEP CALM AND DON'T FEED THE TROLL
[diogenes]
Deakt_20120316
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Re: Downsizing: Kleinstmöglich versus Größtmöglich

Beitrag von Deakt_20120316 »

Hallo Buddy!
Hab Dank für Deine Zeilen.
Interessante Geschichte. Das zeigt, dass groß, genau so wie klein, nicht für jeden das richtige ist und die Entscheidung für eine bestimmte Größe, welche von dem Durchschnitt abweicht, häufig aus einer Notwendigkeit stattfand.
Die Entscheidung des oben Angeführten für eine große Größe war wegen des Unfalls notwendig. Man könnte vermuten, dass die Verletzung des Lippengewebes eine Vernarbung des selbigen nach sich zog. Deshalb war vielleicht ein größerer Durchmesser nötig, dass die Lippen wieder schwingen können. Daraus entstand dann eventuell der größer ist besser Mythos. Der hat manchem sicher geholfen und einigen nicht oder sogar geschadet.
Also bleibt, selbst herausfinden. Für die meisten wird wohl eine mittlere Größe um 16mm günstig sein. Aber genauso ist zu akzeptieren, dass es 18mm und 14mm
Spieler gibt.

Gruß.
Alexander

Ps:
Trompetert...dir duerfte an meinen zeilen auch etwas gefallen... :-D
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Re: Downsizing: Kleinstmöglich versus Größtmöglich

Beitrag von goozi »

Hallo Leute,

nachdem ich viel drüber gelesen habe und bei einem meiner letzten Auftritte mal wieder eine schlechte Erfahrung mit meinem 16C4 machen musste :) ...

habe ich nun auch mal ein altes schon schwarz angelaufenes 13C4 aus der Schublade gekramt und war recht überrascht, wieviel einfacher das Spielen sein kann (vielleicht hört es der Zuhörer nicht, aber ich merke es).
Klanglich habe ich sogar eher Vorteile erlangt, da die Muskulatur den Ton jetzt in "jeder" Lage (halt meinem Ambitus ;)) resonant und voll halten kann und somit hört sich eine Phrase nun zu jedem Zeitpunkt souverän an und nicht nur die erste Hälfte oder so.

Das ist sicherlich eine sehr individuelle Sache mit dem Downsizing, ich wollte nur meine Erfahrung hier mit reinschreiben. Bei mir hat es also auch eher von heute auf morgen gut funktioniert und Vorteile gebracht (was wie gesagt ja nicht bei jedem so sein muss).

LG goozi

P.S.: JA! ich habe das 13C4 vorher ausgiebig gereinigt! ;)
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Käptn-Z
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Re: Downsizing: Kleinstmöglich versus Größtmöglich

Beitrag von Käptn-Z »

Meine Strategie:
Immer geeignetes Mundstück und geeignete Trompete für den Einsatz auswählen.

Daher im Sinfonieorchester bei Mahler, Bruckner... mit Kollegen mit großem Klang ein großes Mundstück (17er Schilke) mit großer deutscher Trompete.
Bei Kammermusik eher die filigrane Version (14er Schilke mit kleiner deutschen B oder sogar deutschen C)
Bei BigBand oder FunkBand entweder das 14er Schilke oder Custom JK 6E und eine Perinett-Trompete (je nach nötigem Durchsetzungsvermögen entweder Custom Bach Stradivarius Tuning Bell oder 38B Connstellation Coprion)
Im Quintett kommt eigentlich alles zum Einsatz. Da spreche ich mich mit dem Kollegen ab.

Bin bisher mit dieser Strategie ganz gut gefahren. Setzt allerdings einen flexiblen Ansatz auf häufigen Mundstückwechsel voraus. Wenn die Konzertliteratur von Kraft und Höhe zu anstrengend werden sollte, dann greif ich auch mal schnell zu einer entgegenkommenden Hardware und mache Abstriche im Klang. Das kommt glücklicherweise nicht so häufig vor. Das Downsizing kann ich im professionellen Einsatz bei entsprechender Literatur (Bruckner, Mahler, Wagner...) nicht nachvollziehen. Denn dort holen die Musiker nahezu "alles" aus der Hardware heraus. Und da kommt man beim Klangvolumen (nicht Lautstärke!) mit einem kleinen Mundstück selbst bei bester Technik einfach nicht an.

Just my two cents,
"Z"
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