Suche nach einem besseren Mundstück

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VladoMichl
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Suche nach einem besseren Mundstück

Beitrag von VladoMichl » Mittwoch 1. April 2015, 15:25

Hallo liebe Trompetergemeinde,

spiele seit einigen Jahren schon auf einem Bach 351 1 1/2 C Mundstück, mit dem ich auch ganz gut zufrieden bin und es auch nicht unbedingt wechseln möchte.
Aus Neugier habe ich mir von Breslmair aus Wien Mundstücke zusenden lassen, die ich probegetestet habe, einfach zum Probieren, ob ich evtl. ein geeigneteres finde. Diese gefielen mir vom Sound echt gut, das war schon echt gut und die Töne sind sehr gut eingerastet.
Allerdings bin ich nach dem Testen wieder auf mein altes Bach 1 1/2 C 351 zurückgefallen, da von der Tonfülle und der Aufnahmefähigkeit von Sound, Luft und Ton einfach sehr gut für mich geeignet ist.
Muss auch sagen, ich habe die Mundstücke von Breslmair mit einer Perinettrompete geblasen. Vielleicht ist ja auch das der Grund, da die Breslmair Mundstücke besser zu den Drehventilinstrumenten passen..?!?! Naja ist Nebensache..

Gibt es von eurer Seite noch Ideen, welche ich vielleicht einmal probetesten sollte, von anderen Hersteller wie Yamaha, Schilke, Warburton, Bob Reeves etc.?!?!?

Oder sollte mal an die Bach Corp.-Reihe schauen um ein 1 1/2 C?

Oder gibt es von euch Erfahrungen, wo auch von jemand vom Bach 1 1/2 C Mundstück auf ein anderes gewechselt ist?!?

Würde mich eben einfach mal freuen über ein paar Antworten, Meinungen und Infos, vielleicht ergibt sich ja etwas :wink:

Vielen Dank im Voraus und nette Grüße
Michael

TruckFighter
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Re: Suche nach einem besseren Mundstück

Beitrag von TruckFighter » Donnerstag 2. April 2015, 11:05

Ich bin auch gerade dabei, von meinem Bach 1-1/2C auf ein kleineres umzusteigen.

Zunächst stellt sich glaube ich die Frage, warum du wechseln möchtest? Es scheint, als kommst du eh gut klar damit?

Mir gefällt das 1-1/2C grundsätzlich auch total, da ich damit auf meiner Drehventiltrompete einen sehr satten Sound zusammenbringe und bis D' ' ' relativ sicher unterwegs sein kann. Allerdings ist ab D3 dann Schluss und generell empfinde ich das Mundstück als sehr ausdauerraubend.

Also um was geht es dir?
Mir ging es darum, dass ich mich in der Höhe ab C' ' ', D' ' ' die meiste Zeit angestanden bin und ich nach guten 90 min Spiel platt war. Danach wurde mir hier empfohlen, 'kleiner' zu werden, weshalb ich jetzt ein Bach 3D ausprobiert habe und zur Zeit ein Schilke 7B4 teste.

Die beiden sind enger als auch flacher. Der Sprung auf das 3D scheint mir zu groß, da bekomme ich keinen schönen, stimmigen Ton hin und in der Höhe bringt es mir auch nichts.
Das Schilke 7B4, welches allgemein eher für dünne Lippen empfohlen wird, gefällt mir mit meinen doch volleren Lippen wiederum sehr gut. Habe jetzt intensiver damit geprobt. Erstens ist es für mein Empfinden bei weitem nicht so ausdauerraubend wie das Bach 1-1/2C und zweitens geht mit dem Schlke 7B4 auch schon mal ein G' ' ' oder das A raus - zwar nicht sicher, aber es geht^^.

Allerdings muss ich dafür in Kauf nehmen, dass ich v.a. im tieferen Bereich nicht so einen satten Ton habe. Mir wurde aber hier gesagt, dass sich das mit Proben und der Gewöhnung an das kleinere Mundstück auch legt.

Jetzt warte ich noch auf ein Bach 3C, welches ich auch noch antesten möchte.


Aber grundsätzlich empfinde ich das 1-1/2C als ein sehr feines Mundstück mit einem sehr schönen und satten Klang. Ich habe damit nur über längere Zeit - trotz Proben - keinen Fortschritt bei Ausdauer und Höhe erzielen können.

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Re: Suche nach einem besseren Mundstück

Beitrag von TrompetenKäfer » Freitag 3. April 2015, 19:44

Breslmair und Pumpventil ist, zumindest für mich als Wechselbläser, keine allzu große Liebe geworden.
Ich spiele letztendlich auf Pumpe und Drehventil ein Brand 3C (also Bach-Kopie in Plexi) und nehme entweder den Booster dazu oder auch nicht.
Das ist für meine Klangvarianz ausreichend. Auf der Drehventil wirkt sich der Booster zugungsten eines etwas "wärmeren" Klangs aus, und auf der Pumpe will ich eh einen hellen, strahlenden Sound.

Für mich ist das 3C in der Kombination eine gute Mischung für beide Welten.

Hab auch Breslmair G2 und Abarten (Randform taugte mir nicht) probiert, Kreuz und Quer im Modulsystem, viele 100€ versenkt und im Endeffekt beim Brand gelandet.

Ich meine auch, dass man, wenn man in Bach unterwegs ist, ruhig mal eine- oder zwei Nummern kleiner gehen kann. 3C scheint mir ein interessantes Modell zu sein!

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Re: Suche nach einem besseren Mundstück

Beitrag von mijoh1211 » Dienstag 7. April 2015, 13:31

Hallo,

spiele seit ein paar Monaten eine Kanstul Modulmundstück.
Kessel BMV 2C und Stengel 57 (heller, strahlender Klang) und Stengel SE (sehr großer Ton , symphonisch). SD war auch noch gut. Liegt zwischen den beiden, mit etwas weniger Obertönen.
Habe die Teile von FMB. Die haben noch ein paar Restbestände. Habe dort alle Stengel durchprobiert (was sich, jetzt wo ich es lese, ein wenig seltsam anhört).
Interessant war, dass ich mit fast allen gar nicht zurecht kam und mit den von mir gekauften super. Die engen taugten jedenfalls für mich gar nicht.
Habe gerade nachgesehen. Die Größe 1 1/2 scheint nicht mehr da zu sein.

Gruß
mijoh

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Re: Suche nach einem besseren Mundstück

Beitrag von SAMARA » Dienstag 7. April 2015, 16:49

Hallo!
Eines meiner Lieblingsthemen.... ;-)

Um mich nicht selbst, ständig wieder rezitieren zu müssen, verweise ich gerne vorab auf meinen Artikel im Netz:

http://samarasworld.de/brass/Mythos_Tro ... stuck.html

Bin derweilen auch wieder am probieren, da ich vom sound her mit den flachen und dünnen Teilen doch nicht ganz überzeugt war. Also wieder anders rum...

Viel Spass bei der Suche! Und btw.: wenn sound und Höhe passen, ist üben ggf. sinnvoller als das ständige ausprobieren.

Viele Grüße, Samara
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Re: Suche nach einem besseren Mundstück

Beitrag von TruckFighter » Mittwoch 8. April 2015, 17:12

Ich probiere jetzt seit ein paar Tagen das Bach 3C, welches mir vom Spielgefühl nicht so weit weg vom 1-1/2C zu sein scheint. In der Tiefe hat es einen super Sound, in der Höhe stehe ich aber änlich bei D, E''' herum an. Allerdings empfinde ich das Bach 3C als weniger ausdauerraubend, als das 1-1/2 C.

Von der Leichtigkeit und Höhe gefällt mir das Schilke 7B4 bis jetzt am besten. Allerdings werde ich in der ersten Oktave vom Ton er schon etwas dünner. Jetzt weiß ich nicht wirklich was ich tun soll :D

Höhe ist ja auch nicht alles ^^

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Re: Suche nach einem besseren Mundstück

Beitrag von posaune » Mittwoch 8. April 2015, 19:48

TruckFighter hat geschrieben: Jetzt weiß ich nicht wirklich was ich tun soll :D
Ganz einfach. Spiel 4 Wochen lang mit ein und demselben Mundstück - ohne ständig Statistiken über den aktuellen, subjektiven Status Deiner Möglichkeiten zu führen. Nach den 4 Wochen nimmst Du das nächste Mundstück und so weiter, bis alle mal dran waren.

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Re: Suche nach einem besseren Mundstück

Beitrag von dunbia » Mittwoch 8. April 2015, 20:24

TruckFighter hat geschrieben:Von der Leichtigkeit und Höhe gefällt mir das Schilke 7B4 bis jetzt am besten
dann koste das andere Spielgefühl mal aus und achte dabei mehr und mehr auf einen möglichst vollen, schönen Ton.
Geduld! :)

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Re: Suche nach einem besseren Mundstück

Beitrag von TruckFighter » Donnerstag 9. April 2015, 11:06

posaune hat geschrieben:
TruckFighter hat geschrieben: Jetzt weiß ich nicht wirklich was ich tun soll :D
Ganz einfach. Spiel 4 Wochen lang mit ein und demselben Mundstück - ohne ständig Statistiken über den aktuellen, subjektiven Status Deiner Möglichkeiten zu führen. Nach den 4 Wochen nimmst Du das nächste Mundstück und so weiter, bis alle mal dran waren.
Keiner zwingt dich, das hier zu lesen :wink:

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Re: Suche nach einem besseren Mundstück

Beitrag von TruckFighter » Donnerstag 9. April 2015, 11:09

@dunbia

Meine Rückgabe-Garantie läuft nämlich aus und ich kann/will nicht 150 Euro in den Sand setzen ^^

Aber ich werde mich jetzt einmal mit dem Schilke beschäftigen. :-)

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Re: Suche nach einem besseren Mundstück

Beitrag von posaune » Donnerstag 9. April 2015, 11:31

TruckFighter hat geschrieben:
posaune hat geschrieben:
TruckFighter hat geschrieben: Jetzt weiß ich nicht wirklich was ich tun soll :D
Ganz einfach. Spiel 4 Wochen lang mit ein und demselben Mundstück - ohne ständig Statistiken über den aktuellen, subjektiven Status Deiner Möglichkeiten zu führen. Nach den 4 Wochen nimmst Du das nächste Mundstück und so weiter, bis alle mal dran waren.
Keiner zwingt dich, das hier zu lesen :wink:
Das hast Du falsch verstanden. Ich meine, daß Dir und Deiner Mundstücksuche etwas mehr Ruhe und Gelassenheit gut tun würde.

Davon abgesehen, muß man m.E. schon mehr als 2 oder 3 Betriebsstunden je Mundstück aufbringen, um eine erste Vorstellung zu bekommen, obs für einen taugen könnte oder nicht.

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Re: Suche nach einem besseren Mundstück

Beitrag von Martiny1984 » Donnerstag 9. April 2015, 11:47

Wichtig ist aber auch der erste Eindruck, der muss stimmen.
Oder gibt es hier Leute die Mundstücke testen, die auf den ersten Eindruck nicht so toll sind und dann im Laufe der Zeit besser werden?

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Re: Suche nach einem besseren Mundstück

Beitrag von TruckFighter » Donnerstag 9. April 2015, 11:58

posaune hat geschrieben:
TruckFighter hat geschrieben:
posaune hat geschrieben:
TruckFighter hat geschrieben: Jetzt weiß ich nicht wirklich was ich tun soll :D
Ganz einfach. Spiel 4 Wochen lang mit ein und demselben Mundstück - ohne ständig Statistiken über den aktuellen, subjektiven Status Deiner Möglichkeiten zu führen. Nach den 4 Wochen nimmst Du das nächste Mundstück und so weiter, bis alle mal dran waren.
Keiner zwingt dich, das hier zu lesen :wink:
Das hast Du falsch verstanden. Ich meine, daß Dir und Deiner Mundstücksuche etwas mehr Ruhe und Gelassenheit gut tun würde.

Davon abgesehen, muß man m.E. schon mehr als 2 oder 3 Betriebsstunden je Mundstück aufbringen, um eine erste Vorstellung zu bekommen, obs für einen taugen könnte oder nicht.
Ok, tut mir Leid, dann habe ich das falsch aufgefasst.

Ich versuche eh so viel es geht mit den einzelnen Mundstücken auf längere Zeit zu proben. Nur wird es halt jetzt ernst, da mein Thomann-30Tage-Rückgaberecht ausläuft ;-)


Was aber für den Threaderöffner wichtig sein könnte: Bei mir passt das Mundstück, was anfangs theoretisch am wenigsten passen sollte, doch irgendwie am besten.

Der Sprung vom 1-1/2 C auf das 3 C wäre ja eigtl nicht so groß wie auf das Schilke 7B4. Letzteres werde ich mir aber vermutlich behalten :)

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Re: Suche nach einem besseren Mundstück

Beitrag von posaune » Donnerstag 9. April 2015, 12:01

Martiny1984 hat geschrieben:Wichtig ist aber auch der erste Eindruck, der muss stimmen.
Oder gibt es hier Leute die Mundstücke testen, die auf den ersten Eindruck nicht so toll sind und dann im Laufe der Zeit besser werden?
Natürlich kann das sein. Das Gesamtsystem muß sich doch erstmal aufeinander einstellen.

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Re: Suche nach einem besseren Mundstück

Beitrag von ebnater » Donnerstag 9. April 2015, 12:11

posaune hat geschrieben:Davon abgesehen, muß man m.E. schon mehr als 2 oder 3 Betriebsstunden je Mundstück aufbringen, um eine erste Vorstellung zu bekommen, obs für einen taugen könnte oder nicht.
DAS kann ich voll bestätigen! Wichtig ist auch, dass Trompete und Mundstück zusammenpassen. Bin auf meiner Miraphone Drehventiltrompete nach dem Bach 1 1/2C über etliche Umwege beim MB1 von Tilz gelandet. Beim Testspielen verschiedenen Trompeten wurde mir ein Mundstück von Curry vorgeschlagen, ich habe es getestet und empfand es mit den getesteten Trompeten (unabhängig vom Hersteller) deutlich besser. Zuhause mit der Miraphone konnte es mich aber nicht überzeugen. Letztendlich wurde es bei der Trompete eine von Ricco Kühn und hier war das Curry wieder deutlich besser als das Tilz. Bis mir durch Zufall ein Mundstück von J. Klier (Dreingabe bei einer in der Bucht erstandenen Schülertrompete für knapp 60€) zwischen die Lippen kam. Das passt nun deutlich besser als alle anderen zur neuen Trompete, die höheren Töne kommen deutlich sicherer und strahlender, auch die Ausdauer ist deutlich besser.

Die Tendenzen waren anfangs schon erkennbar, die vollständigen Auswirkungen habe ich aber erst nach mindestens 10-15 "Betriebsstunden" Spielen richtig austesten und ausreizen können.

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