Lausmann Mundstücke

Welches wofür / für welchen Zweck

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HULK
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Lausmann Mundstücke

Beitrag von HULK »

Hallo !

Neben den bekannten Herstellern Tilz und Klier gibt es in Nauheim wohl
noch die Firma Lausmann.

Leider hat Lausmann keine Internetseite;
offensichtliche Werbung, etwa in SONIC, findet auch nicht statt.

Kennt sich ein Forumsmitglied mit dieser Firma aus?
Kann man als Endverbraucher dort Mundstücke testen
und natürlich ggf. kaufen?
Wie ist das alles bei Lausmann geregelt?

Mit einem musiklischen Gruße
HULK
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Deakt_20120717
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Beitrag von Deakt_20120717 »

An den reichlichen posts kannst Du sehen wie bekannt diese Firma ist und was Ihr offenbar publicity bedeutet!!

Ich hab, nachdem ich bei Kollegen zweimal sehr gute Kopien gesehn habe, mehrmals hingemailt und um Informationen gebeten.....Schweigen!!
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brassman
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Beitrag von brassman »

Vielleicht geht's ja über die Seite von BSC?
Wenn ja, erzähl wie die so sind!...

http://www.brasssoundcreation.org/
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haynrych
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Beitrag von haynrych »

danke für den BSC-link. die lausmannmundstücke machen zumindest aus der ferne einen soliden eindruck. für umsteiger (klassische ausbildung => nichtklassische betätigung) aus dem raum wien umgebung dürfte auch hilfreich sein dass sie in der vergleichstabelle breslmair G2 angeben.

wenn man sich für diese dinger interessiert muss man jedoch offensichtlich nach luxemburg reisen um sie zu probieren.
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haynrych
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Beitrag von haynrych »

danke für die hilfe an Olaf W. - so konnte ich fündig werden:

http://www.wlw.de/sse/MainServlet?anzei ... 9124683272


das bei bsc gezeigte modell 'new-age' könnte für mich passen.
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Beitrag von winnetou2 »

Ich habe heute mit H. Lausmann telefoniert. Er ist ein sehr netter, kompetenter Mensch. Es gibt keinen eigenen Vertrieb, die Mundstücke werden ausschliesslich im Auftrage anderer Firmen z.B. King, Bach etc. gefertigt.

Gruß Winni
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Beitrag von winnetou2 »

Ich hatte in der vorigen Woche Gelegenheit, die Fa. Lausmann zu besuchen. H. Lausmann hat mir die gesamte Fertigung gezeigt und mir alle erklärt. Es handelt sich um einen hochmodernen Betrieb, wo mit CNC- Maschinen Mundstücke hergestellt werden. Es werden ausschlieschlich hohe Stückzahlen für andere Hersteller hergestellt. Z.B. werden alle Münstücke für A&S , Gewa und Conn-Selmer hier in Nauheim gefertigt. Leider vertreibt die Fa. Lausmann die perfekr hergestellten Mundtsücke nicht selber.

Gruß Winni
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haynrych
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Beitrag von haynrych »

mundstücke habe ich auf der angegebenen homepage zwar nicht gefunden. dafür umso interessanter der bericht über die stage 1. werde ich mir wohl merken müssen. dürfte ein instrument sein dass mir liegen könnte.
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haynrych
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Beitrag von haynrych »

danke für die nummer, vielleicht brauche ich sie ja noch i'wann 'mal. bin zur zeit aber voll am schilke-trip. am tag wo meine mundstücksafari endet gebe ich einen aus, aber vielleicht ist das auch nie. hat auch vorteile wenn man nicht von einem hersteller abhängig ist und so ungefähr weiss welche teile unterschiedlicher hersteller sich (bis auf kleinigkeiten - auf die es aber oft ankommt) nahezu gleichen.

wie wir alle wissen ist der weg meistens wichtiger als das ziel (ich gehe also bin ich!).
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kleinerTrompeter
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Beitrag von kleinerTrompeter »

Hallo!

Das die A&S von einem guten Hersteller kommen müssen dachte ich mir schon.
Im direkten Vergleich war das A&S viel besser verarbeitet als ein Bach für 52 Euro.

Grüße Jörg
Deakt_20120717
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Re: Lausmann Mundstücke

Beitrag von Deakt_20120717 »

Nochmal hoch damit!
Interessant!
Guter Schliff gehört zum feinen Ton
Mundstücke für Blechblasinstrumente zu polieren, ist noch anstrengender als sie zu spielen. Der Nauheimer Hersteller Lausmann ist vor kurzem von Handarbeit auf Automation umgestiegen und lässt jetzt einen Roboter Mundstücke unterschiedlicher Größe schleifen und polieren. Die internationale Kundschaft schätzt das makellose Image, das für viele Musiker zum guten Ton gehört.

Präzisionsdrehteile – das verspricht der Name eines Nauheimer Unternehmens im Untertitel. In der Welt der Blasmusik ist das von Josef Lausmann geführte Unternehmen als Hersteller von Mundstücken für Blechblasinstrumente ein Begriff. Lausmann arbeitet überwiegend als OEM für große, meist amerikanische Hersteller. Für Deutschland agieren zwei Großhändler als Abnehmer. Immer wieder einmal gab es Initiativen, unter eigenem Label Mundstücke zu vermarkten. Doch davon ist Lausmann längst wieder abgekommen: „Wenn wir voll ausgelastet sind, haben wir keine Zeit, über ein eigenes Label nachzudenken. Und wenn das Geschäft nicht so gut läuft, nehmen wir unseren Kunden Marktanteile weg.“

Das Geschäft läuft gut, das internationale besser als das deutsche. Im Inland sind Aufträge mit Losgrößen von 100 Stück mit einem Kesseldurchmesser schon groß. Aufträge aus Übersee sind um den Faktor 10 oder 20 größer.

Verarbeitet wird ausschließlich Messing. Während im Instrumentenbau mit Messingsorten oder anderen Werkstoffen experimentiert wird, bleibt man bei Mundstücken in einem engen Rahmen, was die Werkstoffauswahl betrifft.

Arbeit erleichtern
Eigentlich hätte Lausmann in der Fertigung gerne alles beim Alten belassen. „Jedes Mal, wenn wir investiert haben, kam anschließend eine Rezession. Meist hat es sich dann doch gerechnet“, erinnert er sich. Auf jeden Fall aber wollte er seine Leute halten: „Die Roboterzelle sollte eine Arbeitserleichterung sein.“ Lange waren Maschinen mit Steckerfeldsteuerungen im Einsatz, Mitte der 90er Jahre hielt die CNC-Technik Einzug. Doch während Lausmann in der Dreherei den Maschinenpark von Anfang an regelmäßig erneuerte, blieb das Polieren bis jetzt Handarbeit.

Ein Vorteil der Mundstücke ist immerhin, dass sie rotationssymmetrisch sind. Schon deshalb konnten zumindest einige Arbeiten mechanisiert werden. In einem ersten Schritt zur Automatisierung hatte Lausmann einen gebrauchten Rundtischautomaten gekauft, auf dem zuvor Gehäuse für Kugelschreiber von Caran d’Ache poliert worden waren. Ohne Gegenhalter habe es die Mundstücke jedoch reihenweise „in Richtung Decke rausgehauen“. Die Halterung wurde inzwischen optimiert.

Gefertigt wird heute aus Vollmaterial. Doch erst ein Nachschubproblem hatte die ursprünglich verwendeten Pressteile als Rohlinge abgelöst. Der Umstieg von Pressteilen auf Stangenmaterial brachte eine wesentliche Rationalisierung mit sich, denn damit war eine 2-Maschinen-Bedienung möglich. Während auf der einen Maschine der Kopf und die Außenform des Mundstückes gedreht werden, bohrt die zweite Maschine mit Formbohrern lediglich den Kessel innen. Ein Trick dabei: es werden kugelförmige Werkzeuge verwendet, um die unterschiedlichen Radien ohne Übergang in einem Zug fertigen zu können: „Wenn es zu einfach wäre, hätten wir auch keinen Spaß daran.“

Vielversprechende Lösung von Cimotec
„Das Schleifen ist eine körperlich sehr anspruchsvolle Arbeit“, sagt der Firmenchef. Noch vor zehn Jahren, so erinnert sich Lausmann, sei an einen Robotereinsatz aus Kostengründen nicht zu denken gewesen: „Wir haben versucht, mit alten Polierautomaten die Arbeit halbwegs zu automatisieren.“ Der Erfolg stellte sich nicht ein. Doch für die körperlich sehr anstrengende Arbeit waren immer seltener Mitarbeiter zu begeistern. Lange Zeit begrenzte er die Polierarbeiten auf vier Stunden pro Tag. Zuletzt wurden die Leute schon nach zwei Stunden abgelöst. Mit intensiverem Personaleinsatz war die Aufgabe nicht mehr zu bewältigen. Zum Systempartner Cimotec kam Lausmann über einen Messekontakt bei Fanuc Robotics. Die Ideen der Bitburger, die Aufgabe zu automatisieren, waren viel versprechend, ein Auftrag schnell erteilt.

Nicht von ungefähr, denn die Cimotec Automatisierung GmbH ist seit 1992 ein Garant für Qualität und Zuverlässigkeit. In Bitburg entwickelt und produziert das Unternehmen „Lösungen zur Automatisierung im Bereich der Oberflächenbearbeitung mit Industrierobotern oder CNC-Anlagen“, wie Projektspezialist Rolf Wegehaupt erläutert. Schwerpunkte sind Lösungen für das Schleifen, Polieren, Entgraten oder Bürsten.

Als Roboter dient ein sechsachsiger M-16iB/20 von Fanuc Robotics. Ausschlaggebend waren die Reichweite von 1.667 mm und die Steifigkeit der Mechanik. Kabel und Schläuche sind geschützt in den hohlen Achsen verlegt. Störkonturen des Kabelbaumes werden vermieden. Schlanke Bauweise, Schutzart und Zuverlässigkeit waren bei dieser Zelle ausschlaggebend für die Wahl des Fanuc-Roboters.

Einfacher Wechsel über Paletten in der Schublade
Beschickt wird die Zelle manuell über zwei Schubladen. Während die Palette aus einer Lade vom Roboter abgearbeitet wird, kann der Bediener die zweite Schublade beschicken oder einen Werkstückträger mit fertig bearbeiteten Teilen entnehmen. Nur bei geschlossener Schublade fängt der Roboter an zu arbeiten. Sicherheitsschalter überwachen die Position der Schubladen. Direkt über jeder Schublade sind Taster zur Betätigung inklusive Notaus-Schalter angeordnet. Ist ein bestimmtes Bearbeitungsprogramm erst einmal geladen, kann der Bediener direkt über die Taster alle Schritte initiieren und bestätigen.

Vorteil beim Polieren der Mundstücke ist, dass die Teile rotationssymmetrisch sind. Fehler oder Unregelmäßigkeiten beim Polieren treten jedoch unweigerlich nach der galvanischen Vergütung zu Tage. Genau da liegen dann die Stärken eines Systemhauses wie Cimotec, das Erfahrung im Schleifen, Polieren und Entgraten besitzt – sowohl bei Aufgaben mit extrem maßhaltigen Teilen als Endprodukt oder – mindestens ebenso anspruchsvoll – optisch makellosen Oberflächen.

Je besser die Oberfläche ist, desto perfekter erscheint das Mundstück nach der galvanischen Beschichtung. Doch bis ein Mundstück richtig glatt ist und glänzt, erfordert es kräftigen Einsatz – jedenfalls in der manuellen Bearbeitung. Einen gleichmäßigen Anpressdruck an die Polierscheibe schafft ein Mitarbeiter nicht über einen längeren Zeitraum, der Fanuc-Roboter sehr wohl. Insbesondere das Polieren auf den Innenseiten des Mundstückes ist eine kräfteraubende Arbeit, die keiner der Mitarbeiter vermisst, wenn sie vom Roboter erledigt wird.
Hier der link: http://www.industrieforum.net/de/automa ... -wyf2DBNkH
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Dobs
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Re: Lausmann Mundstücke

Beitrag von Dobs »

Hier gibt es ein ganz interessantes Video-Interview mit dem Lausmann:
http://www.namm.org/library/oral-history/josef-lausmann
"Musik und Bier sind Themen, die traditionell sehr eng miteinander verbunden sind." - Sch.-Hausbrandt (Herri Bier)
Trumpetjörgi
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Re: Lausmann Mundstücke

Beitrag von Trumpetjörgi »

nochmal hoch damit:

Gibt es im Forum irgendeinen, der über persönliche Erfahrungen mit der Fa. Lausmann berichten kann?
Gibt es keine Trompeter in Nauheim?
Mr.TRP
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Re: Lausmann Mundstücke

Beitrag von Mr.TRP »

Trumpetjörgi hat geschrieben:nochmal hoch damit:

Gibt es im Forum irgendeinen, der über persönliche Erfahrungen mit der Fa. Lausmann berichten kann?
Gibt es keine Trompeter in Nauheim?
Lausmann ist ausschließlich Hersteller für andere Marken wie A&S, B&S, Melton, Hoyer, K&H, faxx, etc. etc. seine Bachkopien sind nicht schlecht, aber die Verabeitungsqualität ist nicht mit Klier oder Yamaha zu vergleichen.
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Re: Lausmann Mundstücke

Beitrag von ulli926 »

@Mr.TRP:
Lausmann hat auch eigene Mundstuecke hergestellt. Hatte vor einigen Jahren mal eins von Herrn Tomomi Kato (BSC/Brass Sound Creation in Luxemburg) gekauft. War hervorragend verarbeitet (CNC). Ein Blank wie Monette LT. C-cup, normal grosse Bohrung. Spielte sich ok, war aber nix Besonderes. Sehr aesthetisch, mit schoen geschwungenem Lausmann Schriftzug.
LG ulli
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