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Re: Tablet als Notenmappenersatz

Verfasst: Montag 27. Januar 2020, 07:42
von Sandu
Weil sich auf dem Markt ja immer was tut: Hat jemand einen aktuellen Tipp für ein Tablet mit um die 13 Zoll (oder auch etwas größer)?
Preislich müsste es kein Spitzenmodell sein, da es beinahe ausschließlich für Noten gedacht ist, aber schlagt gerne mal alles vor.

Re: Tablet als Notenmappenersatz

Verfasst: Montag 27. Januar 2020, 09:21
von Maxbert
Ich bin jetzt auch umgestiegen. Habe mir ein gebrauchtes IPad Pro zugelegt. Ist zwar etwas teurer aber ich bin wirklich sehr zufrieden.

Re: Tablet als Notenmappenersatz

Verfasst: Montag 27. Januar 2020, 15:45
von Jazzer1968
Ich hab das Trekstor Surftab mit 13.3 Zoll ... günstig und für den Notenmappenzweck mehr als ausreichend ... als Software kommt Mobile Sheets Pro zum Einsatz

Re: Tablet als Notenmappenersatz

Verfasst: Mittwoch 29. Januar 2020, 20:00
von Sandu
Das Trekstor wäre wohl gut gewesen, scheint bloß leider vergriffen zu sein.
Bei gebrauchter Technik bin ich immer skeptisch...
Gibt's noch weitere aktuelle Erfahrungen?

Re: Tablet als Notenmappenersatz

Verfasst: Sonntag 2. Februar 2020, 16:38
von Cornbread
Nach den Empfehlungen hier hatte ich auch nach dem Trekstor gesucht, aber nichts gefunden. Meine weitere Erfahrung ist, dass es in dieser Größe als vernünftiges Pad nur noch das sehr teure Apple Tablet gibt.

Falls es trotzdem interessiert: Wir haben dann schließlich die kleinere Größe genommen, das 10.1 Zoll von Huawei, Mediapad T5, allerdings nur zum Video schauen, nicht fürs Notenlesen. Damit sind wir jedoch sehr zufrieden.

Re: Tablet als Notenmappenersatz

Verfasst: Sonntag 5. April 2020, 19:10
von formi
Warum den nicht, da gibt es viele Apps auf dem Appstore

Re: Tablet als Notenmappenersatz

Verfasst: Dienstag 26. Mai 2020, 14:51
von orlando_furioso
Hab mir ein iPad pro geholt. Die 3. Generation ist gerade im Abverkauf, die 4. nicht viel besser. Lediglich die Kamera - und wer fotografiert schon mit einem A4 iPad :Tock:

Aber welche Notensoftware?

Die Musescore App ist eine gute Ergänzung zu Musescore aufm Rechner, aber unausgereift (Euphonium ist immer im Violinschlüssel, keine klingend/transponiert-Auswahl in der App uvam.)
Digitalscore erscheint mir besser als Piascore wg. Mappen und Setlists, Songbook ist ganz schön teuer ...
Brauche was zum spielen und dirigieren. Wer hat nen aktuellen Überblick?
Hat jemand Erfahrung mit Scorch (Sibelius)? Ich habe eigene Notensätze (Sibelius&Musescore) und PDF‘s von verschiedenen Gruppen. Brauche gute Ordnungsmöglichkeiten, idealerweise mehrere Hierarchien und dann noch Sets.

Re: Tablet als Notenmappenersatz

Verfasst: Mittwoch 27. Mai 2020, 16:11
von Wandermusikant
Ich selbst bin auch gerade brandaktuell auf der Suche und pendele zwischen ForScore (USA) und Newzik (Frankreich).

In dem Zusammenhang habe ich auch eine Frage, die mir ein ForScore-Nutzer sicher beantworten kann. Um Segno-Sprünge, Wiederholungen und ähnliche Sprünge abzubilden, gibt es bei ForScore laut Tutorial ja die "Links", welche aber nur per Touch zu bedienen sind. Möchte ich via Fußpedal springen, soll man das "Rearrange-Tool" nehmen, die Seiten hintereinanderbasteln und Unnötiges mit dem Stift übermalen. Nun meine Frage: wenn ich im Landscape-Modus mit dem Pedal durch dieses Rearrangement blättere, lande ich dann im schlimmsten Fall auf einer oberen Seitenhälfte, die übermalt wurde und muß für die untere Hälfte nochmals weiterschalten, oder kann ich hier Sprungmarken setzen?

Re: Tablet als Notenmappenersatz

Verfasst: Donnerstag 6. August 2020, 16:08
von orlando_furioso
Ahoi,
ich muss den Thread nochmal hochziehen.
Nach einigen Monaten Erfahrung bin ich doch recht ernüchtert!

1. Problem:
Alle Apps bieten eine Organisation der Noten in Playlisten an. Schön und gut, aber was tun, wenn man von einer Band alle 4 Trompetenstimmen bereithalten muss und es dann noch verschiedene Fassungen gibt (mit/ohne Gesang). Oder man braucht die Partitur zum Dirigieren und ein paar Stimmen wenn man mitspielt. Da benötigt man zwingend eine Ordnerstruktur. Die bietet aber meines Wissens nur digitalscore.

2. Problem:
Die Apps sind überfrachtet mit Funktionen, die keiner braucht, der einfach nur einen digitalen Notenständer sucht. Und dann funktioniert die Hälfte nicht richtig.

3.Problem:
Es gibt nur wenige, bei denen man zumindest die Grundfunktionalität kostenfrei testen kann - also löhnen für Schrott ...

4. Problem:
Die allermeisten kommen aus nicht näher bezeichneten Quellen (China, USA?) und selbst teure Apps (wie digitalscore) erweisen sich als Datenschleudern.

Gibts denn nix gescheites aus europäischer Produktion nach DSGVO? Ich nutze das beruflich und bin durchaus bereit dafür Geld zu bezahlen ...

Die Vorteile sind immens:

Alle Noten immer dabei - ohne schleppen!
Ich konnte noch nie die Noten so gut lesen wie auf dem iPad! Selbst bei schlechten Lichtverhältnissen. Keine Ausrede mehr beim Verspielen, dass man die Noten nicht lesen konnte ...

Re: Tablet als Notenmappenersatz

Verfasst: Freitag 7. August 2020, 10:44
von Maxbert
Ich bin auf iPad Pro unterwegs.
Zubehör: Apple Pencil, iRig Blue Turn zum Umblättern.
Software: PiaScore und Forscore

Habe auch das nervige Problem mit der Ordnerstruktur! Ich habe 10 Besetzungen, spiele teilweise unterschiedliche Instrumente und Stimmen, dementsprechend kommt da schon einiges an Notenmaterial zusammen.
Bei PiaScore kann man im Programm-Ordner auf dem iPad Unterordner anlegen, allerdings werden beim Öffnen aus einem Unterordner heraus (also nicht in der App, sondern aus dem Ordner in der Apple Dateiverwaltung) die Dateien nochmals direkt im PiaScore-Ordner abgelegt. So hat man irgendwann alles doppelt.
Bei ForScore kann man nur Dateien direkt im Hauptordner ablegen. Hier muss man einfach jedes Stück ordentlich benennen, um die korrekte Datei in der Appsuche zu finden. Wiedergabelisten helfen vielleicht ein bisschen Ordnung reinzubekommen, sind aber nicht das Gelbe vom Ei.

Ein weiteres Problem ist der iRig Fußschalter. Sobald der verbunden ist, erscheint in der Stückesuche keine iPad-Tastatur mehr. Das heißt, man muss scrollen bis man die Datei hat oder jedes Mal den Fußschalter aus- und einschalten, um den Titel eintippen zu können. Hinzu kommt das weiter unten beschriebene Problem mit App-Abstürzen bei PiaScore. Hier werde ich jetzt mal noch den Airturn PED Pro testen.

Software: Ich habe mit der kostenlosen App PiaScore begonnen. Die ist eigentlich sehr gut und hat super Funktionen. Allerdings ist mir die App in Verbindung mit dem iRig Fußschalter beim Umblättern oft abgestürzt. Ein absolutes NoGo beim Liveauftritt. Mit ForScore passiert das nicht, allerdings bin ich mit ForScore (16€ Kosten für App) von der Funktionalität und Bedienerfreundlichkeit nicht so überzeugt wie von PiaScore. Alleine die Bearbeitung von den Noten (Versetzungszeichen, Dynamik- oder Tempobezeichnungen etc. hinzufügen) ist dort wesentlich besser.

Bin insgesamt noch nicht hundertprozentig zufrieden mit der Technik, ein Tablet als Ersatz für etliche Notenmappen zu nutzen ist aber für mich Standard geworden. Ich kann mir nicht vorstellen, davon wieder wegzugehen, insbesondere dann, wenn an den genannten Problemchen gearbeitet wird.

Re: Tablet als Notenmappenersatz

Verfasst: Freitag 7. August 2020, 11:35
von orlando_furioso
Maxbert hat geschrieben: Freitag 7. August 2020, 10:44 Ich bin auf iPad Pro unterwegs.
Zubehör: Apple Pencil, iRig Blue Turn zum Umblättern.
...
dito, habe aber einen billigen Fußschalter bei ebay geordert den ich viel besser finde weil er deutlich größer ist!
Maxbert hat geschrieben: Freitag 7. August 2020, 10:44 Habe auch das nervige Problem mit der Ordnerstruktur! Ich habe 10 Besetzungen, spiele teilweise unterschiedliche Instrumente und Stimmen, dementsprechend kommt da schon einiges an Notenmaterial zusammen.
5 Gruppen, alle Stimmen für Trompetensatz, tw. zus. Euphoniumstimmen, tw. Partituren, tw. dasselbe Stück mit und ohne Gesang ...
Maxbert hat geschrieben: Freitag 7. August 2020, 10:44 Bei PiaScore kann man im Programm-Ordner auf dem iPad Unterordner anlegen, allerdings werden beim Öffnen aus einem Unterordner heraus (also nicht in der App, sondern aus dem Ordner in der Apple Dateiverwaltung) die Dateien nochmals direkt im PiaScore-Ordner abgelegt. So hat man irgendwann alles doppelt.
Exakt meine Erfahrung
Maxbert hat geschrieben: Freitag 7. August 2020, 10:44 Bei ForScore kann man nur Dateien direkt im Hauptordner ablegen. Hier muss man einfach jedes Stück ordentlich benennen, um die korrekte Datei in der Appsuche zu finden. Wiedergabelisten helfen vielleicht ein bisschen Ordnung reinzubekommen, sind aber nicht das Gelbe vom Ei.
Deshalb habe ich Forscore nach Besuch der Internetseite gar nicht erst installiert. Was bringt es mir, wenn der Chef kurzfristig einen Titel ansagt der nicht auf der Setlist steht. Dann tippe ich einen Begriff ein und erhalte 8 oder 10 Treffer ...
Maxbert hat geschrieben: Freitag 7. August 2020, 10:44 Ein weiteres Problem ist der iRig Fußschalter. Sobald der verbunden ist, erscheint in der Stückesuche keine iPad-Tastatur mehr. Das heißt, man muss scrollen bis man die Datei hat oder jedes Mal den Fußschalter aus- und einschalten, um den Titel eintippen zu können. Hinzu kommt das weiter unten beschriebene Problem mit App-Abstürzen bei PiaScore. Hier werde ich jetzt mal noch den Airturn PED Pro testen.
Ich hab mir ein Billigteil aus der Bucht gezogen:
https://www.ebay.de/itm/bluetooth-Music ... Swmyle7bHl
Hatte mit digitalscore nur einmal einen Hänger (da hat das Pedal in den sleep-modus geschaltet und die Verbindung verloren)
Maxbert hat geschrieben: Freitag 7. August 2020, 10:44 Software: Ich habe mit der kostenlosen App PiaScore begonnen. Die ist eigentlich sehr gut und hat super Funktionen. Allerdings ist mir die App in Verbindung mit dem iRig Fußschalter beim Umblättern oft abgestürzt. Ein absolutes NoGo beim Liveauftritt. Mit ForScore passiert das nicht, allerdings bin ich mit ForScore (16€ Kosten für App) von der Funktionalität und Bedienerfreundlichkeit nicht so überzeugt wie von PiaScore. Alleine die Bearbeitung von den Noten (Versetzungszeichen, Dynamik- oder Tempobezeichnungen etc. hinzufügen) ist dort wesentlich besser.
Ich hab alle installiert die man kostenfrei bekommen kann und dann digitalscore gekauft - für mich der Einäugige unter den Blinden.

Falls hier jemand mitliest der Apps programmieren kann: Dieser Markt braucht was gescheites! Schrott gibts zuhauf.

Re: Tablet als Notenmappenersatz

Verfasst: Freitag 7. August 2020, 18:21
von Toneking
Hi orlando_furioso,

für mich ist (auch) aufgrund der von dir genannten 4 Probleme nach wie vor ein normaler pdf-Reader im Einsatz.

Ich nutze unter Windows das Programm Xodo PDF, gibt es auch als iOS Version, aber die kenne ich nicht.
Ich sortiere mir alle Stücke nach Belieben in Ordnern, bei Bedarf benenne ich die Dateien entsprechend, um sie z.B. zu sortieren. Jedes Stück öffne ich per Doppel-Tipp aus dem Datei Explorer, geht aber auch aus der App. Jedenfalls muss man die Stücke nicht vorher irgendwie importieren oder so, ich spiele einfach aus meinem normalen Dateisystem.
Das Programm ist bei mir so eingestellt, dass die Datei sofort im Vollbild angezeigt wird, damit bin ich sofort startklar.

Mit dem Surface Stift kann ich in den Noten direkt und genauso einfach rumkritzeln wie mit Bleistift auf Papier, und bin dabei immer direkt in der pdf-Datei unterwegs.

Was ich nicht weiß, ist, ob die App unter iOS das gleiche kann, und ob sie mit einem Fußschalter funktioniert.

Viele Grüße

Re: Tablet als Notenmappenersatz

Verfasst: Samstag 8. August 2020, 21:49
von orlando_furioso
Die Idee ist so einfach wie gut ... :gut: :gut: :gut:

Es gibt auch ne Menge PDF-Reader im Store die ein Dokumentenmanagement anbieten. Auch Xodo ist dabei. Ich müsste noch nicht mal die Dateien aus dem digitalScore-Ordner neu vom Rechner übertragen. Aber die Einschränkung ist (zumindest was ich bisher gesehen habe), dass man bei keiner App musikalische Sonderzeichen wie Segno oder Kopf eingeben kann. Das fände ich schon wichtig. In einer meiner Truppen kommt das häufig vor dass wir die Abfolge umschmeißen ...

Re: Tablet als Notenmappenersatz

Verfasst: Samstag 8. August 2020, 22:37
von orlando_furioso
Die Idee ist so einfach wie gut ... :gut: :gut: :gut:

Es gibt auch ne Menge PDF-Reader im Store die ein Dokumentenmanagement anbieten. Auch Xodo ist dabei. Ich müsste noch nicht mal die Dateien aus dem digitalScore-Ordner neu vom Rechner übertragen. Aber die Einschränkung ist (zumindest was ich bisher gesehen habe), dass man bei keiner App musikalische Sonderzeichen wie Segno oder Kopf eingeben kann. Das fände ich schon wichtig. In einer meiner Truppen kommt das häufig vor dass wir die Abfolge umschmeißen ...

Re: Tablet als Notenmappenersatz

Verfasst: Montag 10. August 2020, 11:36
von Dobs
Ich bin überrascht, daß die Ipad Apps angeblich nur so eingeschränkte Organisationsmöglichkeiten bieten. Mit Mobilesheets auf Android kann ich die Noten einerseits in Ordnern ablegen, gleichzeitig noch sogenannte Sammlungen anlegen und Tags vergeben. Damit sind alle meine Organisationsbedürfnisse gedeckt. Nach den Tags kann ich dann etwa filtern und mir so in einem Ordner, der alle Stimmen der Big Band enthält, nur die erste Trompete anzeigen.

Die Sammlungen nutze ich beispielsweise, um dort die Stücke aus dem Ordner eines Orchesters abzulegen, die im aktuellen Jahr im Repertoire sind, oder die jeweiligen Stimmen, die ich in einer bestimmten Band spiele. Im Bandordner sind dann sämtliche Stücke abgelegt und daraus generiere ich eine Sammlung, die nur die Stimmen (1., 2. 3. etc.) enthält, die ich bei dem jeweiligen Stück spiele. In allen Ordner und Sammlungen kann ich jederzeit nach bestimmten Felder und frei wählbaren Tags filtern.