Thomann FH600 GS

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Schwabe
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Thomann FH600 GS

Beitrag von Schwabe » Sonntag 10. Januar 2010, 08:34

Modell:
Thomann FH600GS (329€)

Besondere Spezifikationen:
Goldmessingbecher, versilbert

Pro:
Preis, Verarbeitung

Kontra:
Intonation am Anfang schwierig, Langlebigkeit ???

Gesamtbewertung: 4

Klang:
Dunkel, Satt, Voller runder Klang

Spielgefühl:
Bis zum a2 fühle es sich super an. Ab a2 wird es merklich enger

Verarbeitung:
Sehr Sehr gut, Versilberung Top, Ventile und Züge laufen super (La Tromba, Hetmann 1).

Persönliche Bewertung:
Ich habe inzwischen bereits 5 Flgh. in den letzten 2 Jahren von dem Modell bestellt. Immer mal wieder zum testen. Und ich merke doch einen deutlichen Qualitätssprung. Die Ventile laufen inzwischen sauber und rund. Ich brauchte zwar etwas bis alles schön geölt war und die untenliegende Feder richtig saß, dann lief aber alles Problemlos. Ich habe es gespielt mit Yamaha 16F4 und D.Wick 4FL. Der Sound hat mich echt überrascht. Schön voll und satt. Ab a2 wird die Ansprache aber etwas enger. Intonation ist bei meinem absolut ok. Es sind keine Intonationsmängel die ich nicht durch mein normales Spiel korrigieren könnte. Ich meine damit das keine Töne dabei sind die so schief intonieren das man es fast nicht mehr ausgeglichen kriegt und sich beim spielen nicht mehr wohlfühlt. Für den Preis gibt es für mich derzeit nichts besseres auf dem Markt. Vielleicht habe ich auch nur viel Glück gehabt mit dem Modell das ich gerade zuhause habe. Aber in den letzten Jahren hat sich da definitiv was getan. Natürlich können diese Hörner nach wie vor nicht mit den Großen Herstellern konkurrieren, aber als Anfänger, Fortgeschrittenen, Zweit Instrument inzwischen eine super Alternative.

dizzyoliver
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Re: Thomann FH600 GS

Beitrag von dizzyoliver » Sonntag 10. Januar 2010, 16:39

Danke für Deinen guten und informativen Bericht. :gut:

Mich würde ineressieren,ob Du das "eng§ ab dem A2 als extrem empfinden würdest.Immerhin kommt dann ein durchaus wichtiger Teil von Tönen,gerade in einer 1.Stimme...

Gruß,Oliver
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Schwabe
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Re: Thomann FH600 GS

Beitrag von Schwabe » Donnerstag 21. Januar 2010, 19:04

Bei meinem B&S wird auch enger ab A2. Hab das bei dem Thomann aber als enger empfunden als beim B&S. Bei Blasmusik ist es störend. Bei Jazz oder Big Band nicht so. Jedenfalls war mein Gefühl so...

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Re: Thomann FH600 GS

Beitrag von CONNstellation » Dienstag 21. Oktober 2014, 10:42

Servus zusammen.

Ich habe mir vor einigen Jahren ein FH600GS zugelegt und spiele inzwischen ein anderes - weil ich extrem unzufrieden bin.

Aber erst einmal zum Horn:
Die Klangfarbe ist recht dunkel und voll, die Intonation sehr schlecht (dass d,cis und a schlecht stimmen ist ja keine Seltenheit...aber b,h und e2 sind auch katastrophal!). Da kann man üben und üben, das ließ sich nicht beheben. Für eine 443Hz-Stimmung musste man leider auch ein ganzes Stück mit dem Stimmzug raus - die Folge: das Flügelhorn ist recht weit weg. Der Lack ist ok und die Mensur kommt recht weit daher.
Mein größtes Problem ist die schlechte Verarbeitung. Die Pumpventile werden mithilfe eines kleinen Plastikteils in der Frührung gehalten - so verhindert Thomann, dass die Ventile sich drehen. Nur leider ist dieses Material völlig untauglich. Mehrere Male hintereinander bei allen Ventilen war dieses Teil verschlissen - und nach Garantieende wird der Ersatz gleich recht teuer! Es muss einen auch nicht wundern, dass ein 2mm-dickes Plastikteilchen auf die Dauer nicht gegen eine scharfkantige Metallschiene ankommt.
Die schlechte Verarbeitung setzt sich am Trigger am 3. Zug fort: Die Schraube greift hier nicht richtig, was zur Folge hatte, dass der Trigger irgendwann lose war - ich musste ihn abmontieren. Zubehör (Koffer) ist solide gebaut, allerdings taugen die Gurte leider nichts.

Am Ende muss man das alles mit Blick auf den Preis (329€) sehen. Selbst dann würde ich es nicht weiter empfehlen. Da dieses Flügelhorn vor allem Anfängern empfohlen wird muss ich sagen, dass man sich als Anfänger hier wohl eher mehr Arbeit (an der Intonation) aufbürdet als ein Anfängerinstrument verlangen sollte.

Das alles kann natürlich revidiert werden, da bei jedem Hersteller mal eine "Gurke" dazwischen sein kann. Hier liegt aber das Problem bei der falschen Bauart und offensichtlich mangelnder Qualitätskontrolle. :rot:

PS: Die Ersatzteile für die Ventile gibt es leider nicht im Shop zu kaufen. Allerdings bietet Thomann welche für Euphonien an. Hier hat man das Problem erkannt und versucht zu lösen, indem man das Plastik mit Metall verstärkt. Vielleicht kann man mit diesen Euphonienersatzteilen eine funktionierende behelfsmäßige Lösung fabrizieren?
http://www.thomann.de/de/yamaha_valve_g ... b_sous.htm

burt
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Re: Thomann FH600 GS

Beitrag von burt » Mittwoch 22. Oktober 2014, 13:04

In meinem Umfeld laufen mehrere Thomann Flügelhörner seit einigen Jahren ohne Beanstandungen.
Da allerdings die Serienstreuung bei diesen Hörnern sowohl von der Verarbeitungsqualität als auch bei den Spieleigenschaften (Intonation) erfahrungsgemäß relativ groß ist, empfiehlt es sich dringend, immer mindestens zwei, besser drei Instrumente gleichzeitig zu ordern und sich das geeignete dann herauszusuchen. Das ist zudem bei der 30 Tage-Money-back-Garantie beim T. auch überhaupt kein Problem.
Auf diesem Weg ist die Wahrscheinlichkeit, ein ordentliches Horn zu bekommen, ziemlich hoch. :licht:

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