h-Moll-Messe

Hier geht`s um die klassischen Stücke,Märsche,Techniken etc.

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Paul
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Re: h-Moll-Messe

Beitrag von Paul » Samstag 15. November 2014, 21:04

[quote]Herbert Blomstedt dirigiert die Messe durchgängig meilenweit voraus.[/quote]

Herbert Blomstedt ist genial bei dieser Aufnahme.
Ich liebe seinen Bruckner und die Nielsen Sinfonien.

Blas!
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Re: h-Moll-Messe

Beitrag von Blas! » Samstag 15. November 2014, 21:34

Paul hat geschrieben:Herbert Blomstedt ist genial bei dieser Aufnahme.
Absolut, aber er gibt schon ein Wahnsinnstempo vor.
Blas!

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Re: h-Moll-Messe

Beitrag von Paul » Samstag 15. November 2014, 21:48

[quote]
Zum Vergleich eine ältere Aufnahme - langsameres Tempo und für meinen Geschmack recht brachial agierende Trompeten (der Herr an der 1. Trompete müsste der junge Pierre Thibaud sein !?):
[/quote]

Anzumerken ist zu dieser historischen Karl Richter Aufnahme der h-moll Messe:
bei Karl Richter hatte der Chor immer etwa 80 Choristen,
das Orchester war etwa bei 40 Instrumentalisten und die Anzahl Trompeter war
bei 3 Trompeten in der h-moll Messe, wie von Meister J. S. Bach vorgeschrieben.
Deshalb konnte Pierre Thibaud & Co strahlen -
und genau das wollte Karl Richter auch so!

Aufführungen der h-moll Messe mit 120 Sängern und Instrumentalisten
auf der Bühne/Kirche sind doch heute die absolute Ausnahme.

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Re: h-Moll-Messe

Beitrag von Singvögelchen » Montag 17. November 2014, 22:34

Paul hat geschrieben:Bach: Mass in B minor, BWV 232
Akademie für Alte Musik Berlin, Ltg. Daniel Reuss

• Johanette Zomer: soprano
• Maarten Engeltjes: countertenor
• Thomas Walker: tenor
• Peter Harvey: bass

Aufnahme von 2010.

https://www.youtube.com/watch?v=t8U2BK2R9Qk



Die Barocktrompeten von rechts nach links: Ute Hartwich, Fruzsina Hara, ??
machen einen ausgezeichneten Job!
Der trompeterisch begabteste von der Truppe allerdings ist der Pauker, der musste leider aus gesundheitlichen Gründen die Trompete an den Nagel hängen, eine echte Tragödie, ist durch den Umstieg zu den Pauken aber seiner vertrauten Musik verhaftet geblieben. War immerhin mal Solotrompeter in einem großen deutschen Rundfunkorchester, geniale Konzerte damals vor rund 20 Jahren!
Liebe Grüße vom Singvögelchen!


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Re: h-Moll-Messe

Beitrag von steveundseinsteinway » Samstag 24. Oktober 2015, 15:01

-
ich habe die alte Richter Aufnahme auch oft gehört,
damals war es eben DER Standard,
wenngleich mir damals auch schon die 1. Trp etwas stechend vorkam.
Scherbaum gefiel mir etwas besser,
meine anfängliche Abneigung gegen Naturtrompeten
( Bach WO , Collegium Aureum in den 70ern aufgenommen )
hat sich komplett gewandelt, seit ich live eine h-moll Messe erleben durfte,
man blies allerdings auch mit Intonationslöchern .
VG
Steve
-

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Re: h-Moll-Messe

Beitrag von Paul » Sonntag 20. Dezember 2015, 19:38

[quote]
meine anfängliche Abneigung gegen Naturtrompeten
( Bach WO , Collegium Aureum in den 70ern aufgenommen )
hat sich komplett gewandelt, seit ich live eine h-moll Messe erleben durfte,
man blies allerdings auch mit Intonationslöchern
[/quote]

Bei der WO Aufnahme mit Collegium Aureum wurden wohl auch
Trompeten MIT Intonationslöchern verwendet, vermutlich
von Finke.

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Re: h-Moll-Messe

Beitrag von Blas! » Montag 21. Dezember 2015, 12:18

Nächstes Jahr kann man hier

http://www.bachstiftung.ch/konzert/mess ... v-232.html

eine sicherlich wunderbare h-Moll-Messe erleben.

Grüße
Blas!

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Re: h-Moll-Messe

Beitrag von Blas! » Freitag 17. März 2017, 11:44

Hallo zusammen,

weiß jemand, wer hier die Trompeten bedient (alle drei Kollegen gemeinsam erstmals zu sehen bei 25:39)? Außer Ulf Lehmann (er)kenne ich niemanden.

https://www.youtube.com/watch?v=YFSX9vnMST0

Danke & Grüße
Blas!

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Re: h-Moll-Messe

Beitrag von Singvögelchen » Sonntag 19. März 2017, 20:46

John Roderick MacDonald, Ulf Lehmann, Gunter Navratil

Sowohl der 1. Trompeter als auch der Thomaskantor sind längst nicht mehr in Amt und Würden.
Historische Aufnahme sozusagen.
Liebe Grüße vom Singvögelchen!


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Re: h-Moll-Messe

Beitrag von Blas! » Sonntag 19. März 2017, 21:55

Danke!
Blas!

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Re: h-Moll-Messe

Beitrag von Blas! » Dienstag 31. Oktober 2017, 15:51

Hallo zusammen,

die UNESCO hatte vor gut zwei Jahren Johann Sebastian Bachs Autograph der h-Moll-Messe in das Weltregister des Dokumentenerbes aufgenommen.Vor einigen Tagen erhielt die Staatsbibliothek zu Berlin die entsprechende Urkunde.

Passend dazu führten die Berliner Philharmoniker das Werk kürzlich unter der Leitung von Ton Koopman in der Philharmonie auf. Ich habe mir die Aufführung via Digital Concert Hall angehört und ich muss sagen, dass meine Erwartungen weit übertroffen wurden. Die BP sind ja nun nicht gerade die ausgewiesenen Bach-Spezialisten und Konzertsaal statt Kirche ist m.E. auch nicht ideal. Überrascht musste ich feststellen, dass unter Koopman eine frische und kompakte Interpretation gelungen ist.

Ebenfalls ausgezeichnet fand ich die Trompeten (Velenczei, Schoch und Jehl). Besonders Velenczei an der 1. Trp hätte ich auf Piccolo nicht derart bärenstark erwartet. :verbeug:

Interessant auch, dass sich Schilke, Thein und Selmer klanglich so gut mischen.

Sicherlich demnächst im Konzertarchiv der Digital Concert Hall zu sehen und zu hören.

Grüße
Blas!

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Re: h-Moll-Messe

Beitrag von blechfan » Dienstag 31. Oktober 2017, 17:39

Passend zu Blas' Beitrag:
http://www.tagesspiegel.de/kultur/ton-k ... 14866.html
Gruß blechfan

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Re: h-Moll-Messe

Beitrag von Singvögelchen » Mittwoch 1. November 2017, 09:26

Blas! hat geschrieben:
Interessant auch, dass sich Schilke, Thein und Selmer klanglich so gut mischen.

Das bestätigt mal wieder, dass es wirklich immer in erster Linie an den Bläsern und viel weniger am Instrumentarium liegt. Wer seine Ohren offenhält und ein gemeinsames musikalisches Ziel verfolgt (mit so einem Dirigenten natürlich ein Zuckerschlecken), der muss einfach harmonieren mit dem Rest. Und zwar mit Streichern, Chor, Holzbläsern....da ist der Trompetensatz das geringste aller Übel :D
Liebe Grüße vom Singvögelchen!


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Re: h-Moll-Messe

Beitrag von Blas! » Mittwoch 1. November 2017, 12:46

Singvögelchen hat geschrieben: (...) da ist der Trompetensatz das geringste aller Übel :D
Schöne Formulierung. :lol:

Interessant finde ich noch im Zusammenhang mit der Berliner Aufführung der h-Moll-Messe: Der Tenor (Tilman Lichdi) hat (s. Vita auf seiner Homepage) vor seiner Gesangskarriere 4 Jahre lang Trompete studiert (bei Günther Beetz). Insofern übrigens ähnlicher Werdegang wie bei Yosemeh Adjei, der (in Berlin nicht mitgewirkt hat, aber) bei Reinhold Friedrich Trompete studiert hat und jetzt Countertenor ist.

Grüße
Blas!

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Re: h-Moll-Messe

Beitrag von Blechnase » Montag 13. November 2017, 06:30

http://www.ardmediathek.de/tv/BR-KLASSI ... d=42150366

Wird leider am 14.4.18 aus dem Netz verschwinden.
https://www.kiezorchester.de/ :D Mitspieler_innen herzlich willkommen!

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