ph-Wert des Kondenswassers

Ansatzfragen, Welche Methode ist die beste,
Probleme, Gundlegende Techniken etc.

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ttrumpett
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Re: ph-Wert des Kondenswassers

Beitrag von ttrumpett »

Also evtl. entsteht Kalk aus den im Speichel enthaltenen Ca++ Ionen und dem CO2 des Atems imnleicht sauren Millieu...
Aber ich muss jetzt auch mal sagen, das ganze Thema berührt mich eher peripher..!!
Der Dreck im Instrument , egal woraus er besteht, muss eben raus..durch Putzen.
Oder man versucht, das Instrument erst gar nicht extrem zu verdrecken, indem man sich eben die Zähne putzt. Und das soll meinetwegen jeder handhaben, wie er will ..
Nochmal ein kleiner Vergleich aus der Dentalbranche gefällig?😁
Es gibt Leute, die putzen und pflegen ihre Prothese täglich, weil es appetitlicher ist.
Und es gibt Patienten, die kommen nach einem Jahr !! zum Zahnarzt und lassen sich ihren (herausnehmbaren) Zahnersatz professionell reinigen oder sogar auch rausbohren, wenn er durch Nichtputzen und Zahnstein festgewachsen ist...!!
Guten Apetit😁
Singvögelchen
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Re: ph-Wert des Kondenswassers

Beitrag von Singvögelchen »

Kalk ist da auch eher ein Sammelbegriff für diesen Belag, ohne chemisch korrekt sein zu wollen. Zahnstein im Instrument fände ich da schon etwas passender :D

Die geniale Verbindung besteht ja auch darin, dass die Zahnärzte ihre Gerätschaften seit Jahrzehnten im Ultraschallbad reinigen. Die Instrumentenbauer haben sich genau diese Technik inzwischen für verkeimte Ventile abgeschaut, sehr erfolgreich sogar.

Auch wenn ich mich jahrzehntelang dagegen gewehrt habe, ins Instrument zu spucken...es ist leider trotzdem so. Komplett trocken ohne jeglichen Speichelfluss klappt gar nichts beim Blechbläser. Zuviel Speichel allerdings kann nicht schnell genug runtergeschluckt werden, also fliegt er durchs Mundstück ins Instrument. Und 0,5 % Anteil an Mineralien jeden Tag mehrere Stunden reicht aus, um eine Reaktion auf der Metalloberfläche beginnen zu lassen. Die Kondensation gibt es natürlich zusätzlich auch noch. Und nicht zu vergessen, sobald Feuchtigkeit und Wärme zusammenkommen bei der Legierung Messing, dann reagieren die beiden Metalle elektrisch miteinander. Minimal, aber stetig. Und so beginnt der Zinkfraß besonders schnell im Mundrohr, weil am wärmsten und am feuchtesten. Und deshalb gibt es an dieser Stelle auch so viele andere schöne Materialien, die im Idealfall ohne Zink auskommen.
Liebe Grüße vom Singvögelchen!


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ulli926
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Re: ph-Wert des Kondenswassers

Beitrag von ulli926 »

Hallo,
als ich früher noch täglich spielte, trank ich dabei immer ungesüßten grünen Tee (meist Sencha). Ich mußte meine Instrumente regelmäßig reinigen und entfernte dabei dunkelgrünen Teebelag, der sich abgesetzt hatte. Ich hatte aber jahrzehntelang nie auch nur das kleinste bischen Zinkfraß. In keinem Mundrohr. Ob die vielen Antioxidantien im grünen Tee da eine präventive Wirkung haben? Ist natürlich nur anekdotische Evidenz.
LG
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ttrumpett
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Re: ph-Wert des Kondenswassers

Beitrag von ttrumpett »

@Singvögelcgen
Wahrscheinlich wäre die ganze Diskussion gar nicht entstanden wenn nicht immer jemand "Kalk" schreiben würde ohne Kalk Ca2CO3 zu meinen😉
Einigen wir uns doch am besten auf "Beläge"....😁
ttrumpett
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Re: ph-Wert des Kondenswassers

Beitrag von ttrumpett »

CaCO3 sorry
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Re: ph-Wert des Kondenswassers

Beitrag von Hochwälder »

Nach Test:
Das Wasser aus Flg und Trp gut gemischt gg. 20 Uhr bei 15°C und 55% Luftfeuchtigkeit zeigt sich wesentlich basischer als mein Speichel.
Es ist auch sehr flüssig, sodass ich auch wirklich von einer geringen Speicheldurchsetzung ausgehe.

Da ich meinen Instrumenten auch regelmäßig ein Basenbad gönne, hoffe ich auf keine Probleme mit Fraß.

Ich würde jedoch vorschlagen, dass man sich mehr um den eigenen Säure-Basen-Haushalt Gedanken machen sollte, da hängt mehr dran. :lehrer:
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Re: ph-Wert des Kondenswassers

Beitrag von Singvögelchen »

ttrumpett hat geschrieben: Donnerstag 14. Januar 2021, 09:40 @Singvögelcgen
Wahrscheinlich wäre die ganze Diskussion gar nicht entstanden wenn nicht immer jemand "Kalk" schreiben würde ohne Kalk Ca2CO3 zu meinen😉
Einigen wir uns doch am besten auf "Beläge"....😁
Genau Zahnstein in der Trompete :Winke:
Liebe Grüße vom Singvögelchen!


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Re: ph-Wert des Kondenswassers

Beitrag von cloogshizer »

Nun hab ich endlich mal so lange blasen können, daß so viel Kondensw. zusammenkam, daß es zu wissenschaftlichen...

pH 6, also leicht säuerlich.
Wieso gibts keine festen Beläge an Bronzewechseln?
Frage an den Zahnarzt: Ist Zahnstein löslich mit Zitronensäure?
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Re: ph-Wert des Kondenswassers

Beitrag von blechfan »

cloogshizer hat geschrieben: Samstag 30. Januar 2021, 20:45 Ist Zahnstein löslich mit Zitronensäure?
Im Prinzip ja, allerdings nicht empfehlenswert in der Mundhöhle. Der pH-Wert von Zitronensäure liegt unter 3, die Demineralisation des Zahnschmelzes beginnt bereits bei pH 5,4. Dann doch lieber Zahnsteinentfernung mittels Ultraschall fürs Grobe und Handinstrumenten fürs Feine.
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Re: ph-Wert des Kondenswassers

Beitrag von Alien »

Ein par Bierchen vor dem Auftritt + Joint vom üben machen die Rohre frei und Zinkfrass ist auch dann eine Geschichte...
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Re: ph-Wert des Kondenswassers

Beitrag von cloogshizer »

@Alien
Wie alt sind deine Instrumente? Welche Oberfläche: blank, Lack, Silber/Gold?

Meine Erfahrung: Optimal wirkt Zinkfraß unter Lackierung. Dann kommt vernickelt, versilbert...
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Re: ph-Wert des Kondenswassers

Beitrag von ttrumpett »

@Alien
Genau so mach ich das auch...1-2 Bierchen vor dem Gig und das Musik machen kann wieder Spass machen ohne den pH Wert gemessen zu haben !!😉😉
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Re: ph-Wert des Kondenswassers

Beitrag von GT-Karl »

Und wenn man noch ein paar Bierchen mehr getrunken hat dann klappt es auch mit dem Improvisieren :D .....,., bzw. es macht einem nichts mehr aus wenn's schei…. klingt :oops: !

Gruß

Karl
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