Wie ich zum Trompetenspiel kam.

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Wie ich zum Trompetenspiel kam.

Beitragvon wernertrp » Samstag 2. September 2017, 12:07

Wie ich zum Trompetenspiel kam.


Dieser Beitrag ist total verspätet.
Eigentlich hätte es mein erster Beitrag im Forum sein müssen.


Das ist ein langer Umweg.
Ich habe Blockflöte in der 8. Klasse Mittelschule gelernt bei unserem Mathelehrer.
Dann hat mich ein Klassenkamerad zum Musikverein Mühlacker eingeladen.
Dort sprach ich bei der Jugenkapelle vor. Ich sah dort fünf Klarinetten in einer Reihe sitzen
sie waren alle weiblich und ich stellte mir dann vor ich würde genau in der Mitte sitzen.
Irgenwie hat der Dirigent das gerochen und gesagt leider sind die Klarinetten voll besetzt.
Dann wollte ich Trompete spielen aber auch dort was es schon voll dann hat er mir das Tenorhorn
empfohlen. Das habe ich dann in der nächsten Woche gleich beim Instrumentenwart abgeholt.
Es sah aus wie eine kleine Tuba (ich müste mal bei Youtube suchen ..) um es euch zu zeigen.

so ähnlich CH.Rinkel

http://www.ebay.de/itm/Sehr-altes-034-C ... 7675.l2557

Da meine erste Unterrichtstunde erst in einem Monat war habe ich schon mal selbst angefangen
Nach drei Wochen konnte ich schon mehr schlecht als recht das kleine Henkeltöpfchenen spielen.
https://www.youtube.com/watch?v=Ei9-yOzremg
Der Lehrer hat dann mit den ersten Tönen in der Karl Lahn Schule angefangen.
Es ging bei mir sehr zügig voran.
Nach einem Monat könnte ich schon eine halbe Stunde pro Tag üben.
Nach 3 Monaten war ich in der Jugendkapelle.
Nach 6 Monaten machte ich einen weiteren Anlauf und bekam anstatt der Trompete ein Flügelhorn.
Ich spielte jetzt das zweite Flügelhorn in der Doppelbesetzung bei der Großen.
Das erste Flügelhorn spielte damals der Bobby (Horst Brandauer) er war halbprofessionel bei der Show und Tanzkapelle Erich Erber.
https://music-service-geiger.de/downloads/brandauer.pdf
Nach einem weiteren halben Jahr kaufte ich mir eine Trompete Büscher und übte damit.
Das hat der Martel gehört und mich in die kleine Besetzung der Lustigen Löffelstelzler geladen.
Wir haben jede Woche geprobt, so hatte ich zwei Proben in der Woche.
Wir hatten circa 10 Auftritte im Jahr gegen Bezahlung und ein Monster Auftritt auf dem Cannstatter Wasen eine Woche lang jeden Tag 6-8 Stunden.
Gottseidank habe ich da nur die zweite Trompete gespielt.
Dann kam eine lange Pause ich war Entwicklungsingenieur geworden.
Jetzt bin ich in Rente und habe das Zahnproblem am Abgrund.
Ansatzprobleme hatte ich nie denn der Tonumfang geht bei mir nur bis c3.
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Re: Wie ich zum Trompetenspiel kam.

Beitragvon yara nadine » Mittwoch 11. Oktober 2017, 09:38

Ich finde den Thread toll. Es erklärt, wie Leute über viele Umwegen zum Trompete spielen kamen.
Bei mir war es in ganz jungen Jahren, die Blockflöte und ein Xylophon, was den Einstieg in die Musikwelt brachte. Mit diesen Instrumenten lernte ich Noten kennen. Danach bekam ich eine Bontempi Orgel, womit meine Musikalische Karriere weiterging. Der folgte dann schließlich um die zwanzig eine Wersi Orgel. Also kurzum, die Tasten Instrumente wurden meine Passion. Bisschen Gitarre spielte ich auch noch. Das ging so von 20 Jahren bis 45 Jahren so weiter. Dann lernte ich mein jetzigen Mann kennen, dieser spielte in einem Blasorchester. Mit diesen Instrumenten hatte ich ja Null Erfahrung. Ich griff also zur Klarinette und begann zwei Jahren sie zu spielen im Orchester. Dabei lernte ich auch das spielen im Ensemble. Das war alles nicht so einfach, da ich ja Individualist war. Dann stellte ich fest, dass die Klarinette nicht das richtige Instrument war, also ging es jetzt zum Saxophon. Auch da spielte ich zwei Jahre im Ensemble. Mit knapp über 50 ging es jetzt zur Trompete. Es ist das erste Instrument , dass ich tägliche mindestens eine halbe Stunde spiele. Es ist aber auch das erste Instrument das mich an die physischen Grenzen bringt.
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Re: Wie ich zum Trompetenspiel kam.

Beitragvon Trompetejs » Freitag 10. November 2017, 16:48

Schöne Geschichte!
Bei mir war Musikalisch in der Familie. Mein Papa spielt Klarinette und ist jetzt schon fast 50 Jahre bei der Musikkapelle. Ich habe mit 5 1/2 angefangen zu spielen,han dann mit 10 den D1 mit einem Schnitr von 2,3 gemacht, mit 12 den D2 mit 1,4. Spiele jetzt noch in der gemischten Jugendkapelle und Musikkapelle. Hab mir dann jetzt auch noch ein Flügelhorn gekauft.Freue mich noch auf die Zukunft mit Trompete und Flügelhorn
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Re: Wie ich zum Trompetenspiel kam.

Beitragvon Blechnase » Samstag 16. Dezember 2017, 07:25

Wernertrp, schöne Idee. Bei mir wars grade umgekehrt ... mit 7 beschlossen, Trompete zu lernen und mich stur geweigert, Flöte oder ein anderes "für Anfänger in meinem Alter und meiner Grösse ideales" Instrument zu lernen. Schuld waren die Konzerte von Maurice Andre, wo mich meine Eltern schon in jungen Jahren hingeschleppt haben. Also direkt mit Kornett eingestiegen und knapp 40 Jahre später bin ich einer der vielleicht letzten 4-5 aus der damaligen Musikschulzeit, die immer noch (soweit der Beruf es gestattet) spielen. Der Rest hat schon vor Ewigkeiten aufgehört oder spielt E-Gitarre :down: Was lernen wir daraus? Flöte und andere Notlösungen sind Notlösungen und sollten Kindern mit klaren Ideen nicht aufgedrückt werden :D und wenn die Töchter Klavier und Flöte lernen wollen, soll man sie nicht zur Trompete umbiegen, so bedauerlich das auch ist :ironie:
Bach 43 GH / JK USA 5C
Kühnl & Hoyer Mod. 15 / JK Exclusive FL 5C
Prisma Bb Basstrompete / Courtois 3
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Re: Wie ich zum Trompetenspiel kam.

Beitragvon mcsnoop » Donnerstag 12. Juli 2018, 20:20

Musikalische Familie (Blech, Holz, Seiten, Tasten und Gesang)

Wollte von Kindesbeinen an aber Fussball spielen, leider zu klein und zu dick gewesen und als dann das auf der Bank sitzen keinen Spaß mehr machte, ging es zur Musik. Dann wuchs ich.....

Zu DDR Zeiten angefangen mit Klavier, Flöte und Violine(schlechte Wahl). Trompete sollte es werden, wurde mir verwehrt mit Hinweis mein Lungenvolumen sei zu klein. btw: die gleichen Leute haben nach der Wende gesagt, warum habe ich nicht schon eher angefangen.....
5 Jahre Notenlehre und immernoch nicht fit wenn einer sagt wir spielen G-Dur *gg*. Blatt Papier aufs Pult und es wird abgespielt. ^^
Nach 3 Jahren Zwangsvioline rüber zum Blech.
Seitdem im Posaunenchor aktiv, neben 8 anderen Familienmitgliedern.
5 Jahre Trompetenunterricht genossen.
Danach in einer BigBand + Studentenorchester aktiv gewesen.
Nach meinem Umzug in keiner großen Runde regelmäßig aktiv, stattdessen aktiver Workshopteilnehmer. Die Arbeit hat es nicht hergegeben. 6 Tage die Woche auf der Autobahn und da mag man am 7. Tag echt seine Ruhe. =)
Wenn es in die Heimat geht wird immer eine Kanne eingepackt, meist ein Flügelhorn. =)
Nach 24 Jahren Musik kam die erste Posaune + ein Clavinova ins Haus.

Je nachdem wo es hingeht und wie die Lust ist wird ins Regal gegriffen.

Jetzt nach meinem letzten AG Wechsel wird nun endlich die Hütte entrümpelt und weniger ist mehr.
Auch mehr Luft und Zeit sich endlich wieder ausgiebig dem Blech zu widmen.

Ein Euphonium steht auch noch auf der Klangwunschliste. =)
Flügelhorn(5), Kuhlohorn(1), Trompete(8), Barock(1), Kreuzkornett(1), Posaune(1)
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