Permanent zu hoch

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Unte
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Permanent zu hoch

Beitrag von Unte » Freitag 27. Juli 2018, 14:08

Hallo zusammen,

ich lese hier schon längere Zeit, mal mehr mal weniger, mit und habe mich jetzt entschlossen mich endlich auch anzumelden. Kurz zu mir, ich bin 31 und spiele jetzt seit mittlerweile 19 Jahren Trompete (Wahnsinn wie die Zeit vergeht. Im Orchester spiele ich falls vorhanden 1. Flügelhorn ansonsten 1. Trompete. Bis vor ca. 5 Jahren habe ich darüber hinaus in der Unterhaltungsband unseres Vereins im Wechsel 1. und 2. Trompete gespielt.

Nun zu meinem Problem:
Da ich beim Einstimmen permanent zu hoch bin, hab ich vor einigen Jahren mal ausprobiert, einen Mundstückadapter zwischen mein Mundstück (Yamaha 14B4 GP) und meine Trompete (Challenger 2 3125 ST) zu stecken, um den Stimmzug nicht 2,5cm rausziehen zu müssen. Der Vorschlag kam damals von unserem Dirigenten der ebenfalls Trompeter ist. Damit hatte sich das Intonationsproblem, welches auch auf anderen Trompeten vorkommt, für mich erstmal erledigt.

Zuletzt habe ich beim üben aber immer mal wieder das Zwischenstück entfernt und nach meinem Empfinden spielt sich die Trompete ohne besser. Ist ja auch irgendwie logisch.

Habt ihr Ideen, Tipps oder Übungen um die Intonation in den Griff zu bekommen?

Viele Grüße
Unte

BradPower
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Re: Permanent zu hoch

Beitrag von BradPower » Samstag 28. Juli 2018, 09:40

Also, dass du ein Zwischenstück brauchst ist eigentlich nicht normal. Hast du andere Leute schonmal drauf spielen lassen? Ists bei denen genauso? Du kannst sie auch mal zu B&S schicken, vielleicht können die dein Instrument ja mal durchchecken.

Singvögelchen
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Re: Permanent zu hoch

Beitrag von Singvögelchen » Samstag 28. Juli 2018, 22:38

Ich vermute ein generelles Problem bei deiner Klangvorstellung/Intonation, welches sich allerdings unter Anleitung und mit gutem Willen beheben lassen sollte.
Für den vermuteten Fall, dass du alle Töne grundsätzlich oberhalb ihres eigentlichen klanglichen Zentrums drückst, solltest du beispielsweise Mundstücksummen betreiben, auch hier im forum als Buzzing bezeichnet. Dabei bist du frei von der Rohrlänge und den vorgefertigten Obertonspektren der Trompete und kannst dich mal völlig auf den gesummten Grundton konzentrieren.
Auch eine tolle Übung: spiel mit einem von dir geschätzten Kollegen Duette, immer im Wechsel 1./2. Trompete. Ganz einfache Sachen, wo ihr beide nur auf den Klang achten könnt. Wenn beide Varianten gleich gut stimmen, dann bist du auf der richtigen Spur. Ansonsten sind die Intervalle einmal zu eng, das andere Mal zu weit auseinander. beides nicht schön.
Ach so, mach dich nicht verrückt bei jedem Ton mit dem Stimmgerät. Hier besteht sonst echt die Gefahr, dass du sofort anfängst zu Verkrampfen und alle Töne nach oben drückst mit den von dir geschilderrten Folgen.
Liebe Grüße vom Singvögelchen!


"Blas schön rein, dann kommts schön raus!"

doc_trumpet
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Re: Permanent zu hoch

Beitrag von doc_trumpet » Sonntag 29. Juli 2018, 09:46

Ein weiterer Aspekt wäre u.U. der recht flache Kessel deines Mundstücks. Zwar erleichtert der B-Kessel das "Erreichen" von hohen Tönen - wenn du aber zu stark drückst, werden diese dann - leider - auch entsprechend zu hoch. Probiere vielleicht - neben buzzing - etwas entspannter zu spielen und achte auch einen vollen Klang in der Mittellage.
Ich wünsche eine erholsamen Sonntag
doc

Unte
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Re: Permanent zu hoch

Beitrag von Unte » Montag 30. Juli 2018, 22:09

Hallo zusammen,

vielen Dank für eure Antworten :) Komme gerade von einer 3-Tages-Mucke und komme daher erst jetzt selbst zum Antworten.

Buzzing werde ich mal ausprobieren, bisher mache ich das meistens ohne Mundstück. An der Trompete liegt es nicht, wenn ich auf der Kühnl & Hoyer von meiner Freundin auch, daher würde ich das erst mal ausschließen.
Hab auch schon mal ans Mundstück gehabt, aber als ich mit dem Zwischenstück angefangen habe, hab ich noch ein 14C4 GP gespielt was ja schon einen tieferen Kessel hat.

Wir haben vom Verein jetzt erst mal Sommerpause, da werde ich mal schauen ob ich das bis zur nächsten Probe in den Griff bekommen.

Schönen Abend noch.
Unte

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