Mit nur einem Lungenflügel spielen ? (Amateur)

Ansatzfragen, Welche Methode ist die beste,
Probleme, Gundlegende Techniken etc.

Moderator: Die Moderatoren

Antworten
raiuno
PowerPoster
Beiträge: 87
Registriert: Freitag 5. Februar 2010, 23:08
Meine Instrumente: Benge,M.Beck, Getzen Eterna.
Wohnort: Hamburg

Mit nur einem Lungenflügel spielen ? (Amateur)

Beitrag von raiuno » Sonntag 16. Dezember 2018, 17:05

Leider wurde ein Bronchialkarzinom auf einem Lungenflügel bei mir entdeckt, welches aber noch nicht gestreut hat. Somit ist eine Entfernung des linken Lungenflügel erforderlich, und hoffentlich lebensrettend.
Obwohl ich nun eigentlich viele andere Probleme habe, ist es für mich und meine Psyche außerordentlich wichtig, ob es nach Abschluss und Regeneration noch möglich ist, wieder als Amateur ein wenig
zu spielen? Ich habe gelesen, das es als Reha -Masnahme extra Lungen -Trainer Geräte gibt. Vieleich hat jemand Erfahrungen oder Kenntnisse die etwas hilfreich sind...
Liebe Grüße an alle Mitglieder.
Rainer Kühn

blechfan
Unverzichtbar
Beiträge: 670
Registriert: Donnerstag 2. April 2009, 22:49
Meine Instrumente: Weimann Vivat B-Trp und was man sonst noch so braucht von Flügelhorn bis Piccolo
Wohnort: Großraum Stuttgart

Re: Mit nur einem Lungenflügel spielen ? (Amateur)

Beitrag von blechfan » Sonntag 16. Dezember 2018, 20:18

Hallo Rainer,
ich bin kein Lungenfacharzt, aber soviel ist klar: die Lunge ist eigentlich "überdimensioniert", heißt, auch mit einem Lungenflügel kann man noch ganz ordentlich leben, solange dieser nicht "zugeteert" ist. Bin sicher, dass auch trompeten noch gut möglich ist, vielleicht nicht mehr ganz lange Passagen mit einem Atemzug, aber was solls.
Ich wünsche Dir alles Gute für die vor dir liegende Operation und beste Genesung! Hier noch ein Link:
https://www.wissenschaftsjahr.de/2011/m ... atmen.html
Gruß blechfan

spätzünder
SuperPoster
Beiträge: 194
Registriert: Sonntag 11. Dezember 2005, 01:17
Meine Instrumente: Holton 306
JTR 812 R
JFH 846 R
Wohnort: Unterfranken

Re: Mit nur einem Lungenflügel spielen ? (Amateur)

Beitrag von spätzünder » Sonntag 16. Dezember 2018, 21:11

Hallo Rainer
Unsere Krankengeschichte scheint ähnlich.
Auch wegen eines Bronchialkarzinoms wurde bei mir vor 4 Jahren der linke Unterlappen entfernt.
Genau wie dir, war auch mir es sehr wichtig wieder zu spielen!
Weiß heute nicht mehr wie lange ich damals in der Kapelle aussetzte, glaube aber, es war kein halbes Jahr.
Zuhause hab ich in Absprache mit Lungenarzt schon viel früher angefangen.
Ich spiele heute in unserer Amateurkapelle immer noch 1.Flügelhorn und besser als jemals zuvor, weil ich viel mehr übe :D

Ich wünsche dir alles Gute
Egon

raiuno
PowerPoster
Beiträge: 87
Registriert: Freitag 5. Februar 2010, 23:08
Meine Instrumente: Benge,M.Beck, Getzen Eterna.
Wohnort: Hamburg

Re: Mit nur einem Lungenflügel spielen ? (Amateur)

Beitrag von raiuno » Montag 17. Dezember 2018, 11:04

Lieber Egon, ich danke Dir für Deine Antwort ! Am Mittwoch erfahre ich von dem Krankenhaus wie die weitere Behandlung aussieht. Du hast mir so viel Lebensfreude mit Deiner Antwort gegeben!
Liebe Grüße Rainer

Benutzeravatar
hamaberlin
NormalPoster
Beiträge: 31
Registriert: Mittwoch 15. Dezember 2004, 09:49
Meine Instrumente: Windisch B Bj 89
Getzen Eterna Trp B Bj 79
Yamaha FH 631
Yamaha Cornet YCR733 & 731
Getzen Eterna Cornet
Conn 40K Bj 23 Sousaphone
Conn 3j C-Tuba
Conn Connstellation Euph Bj 65
Bach 50B
Conn Tenorposaune & 88H Bj 63
Wohnort: Kassel / Berlin
Kontaktdaten:

Re: Mit nur einem Lungenflügel spielen ? (Amateur)

Beitrag von hamaberlin » Montag 17. Dezember 2018, 16:44

Hallo Rainer,
einer der bedeutendsten Tubisten des letzten Jahrhunderts war Arnold Jacobs, legendärer Tubist beim Chicago Symphony Orchestra von 1944 bis 1988.
Und der wurde "der Mann mit einer Lunge" genannt, Rauchen, Asthma und Kinderkrankheit, richtig wäre wohl der Mann mit zwei halben Lungen.
Und wir reden von Tuba. Bei gleicher Lautstärke braucht man doppelt so viel Luft, wenn man eine Oktave nach unten geht. Dann rechne das mal auf Trompete um.
Ich spiele beides, darum kann ich das ein bisschen beurteilen, in der Kontralage schaffst Du kaum eine ganze Note, wenns richtig laut wird (das sollten die Dirigenten im Orchster bedenken, wenn sie den letzten Ton so lange aushalten ;-) )
Aufmunternd könnte folgende Passage sein aus seinen legendären Unterrichtsvideos: https://www.youtube.com/watch?v=aW-WFAvqiT0 so ab Minute 6:30.
Also meine Einschätzung:
Ich denke, das wird ein gutes Lungentraining sein ( bzw. bleiben ), und die Kapazität für die Trompete ist mehr als ausreichend.

Alles Gute

Harald

Antworten

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: Bing [Bot], Google [Bot] und 0 Gäste