Hohe Töne

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Hochwälder
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Re: Hohe Töne

Beitrag von Hochwälder » Mittwoch 9. Januar 2019, 11:09

Jens92 hat geschrieben:
Samstag 5. Januar 2019, 12:05
Wenn BE für dich funktioniert, und du in jeglicher Hinsicht mit dem daraus resultierenden Ergebnis zufrieden bist, freut mich das ehrlich. Jedem das Seine. Meine Erfahrung ist bloß eine andere.
Ich hoffe nur, der Threadstarter findet einen Weg, der funktioniert.
Aber zu schreiben: Finger weg!, nur weil du damit nicht zurecht kommst, finde ich nicht besonders nett.
Ich habe dem Fragenden zwei Hilfen angeboten, die vielen, vielen Bläsern zu sehr guten Ergebnissen verhalfen.
Also nicht gleich so negativ schreiben! :gut:
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Jens92
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Re: Hohe Töne

Beitrag von Jens92 » Mittwoch 9. Januar 2019, 13:29

Nun ja, ich habe meine Bedenken gegenüber der Methode ja fundiert geäußert. Viele, viele herausragende Bläser spielen zumindest nicht so wie Smiely es instruiert. Auch wenn es hier sicher Ausnahmen gibt. Diese bilden hier aber m. E. nicht die Regel.
Was der Threadstarter daraus macht, sei ihm überlassen.
Für mich leitet Smiley ein Spielkonzept an, das zu Limitationen und Kompensationsmechanismen führt. Diese habe ich lange selbst praktiziert und erfahren.
Deswegen blieb mir nichts anderes übrig, als so ausdrücklich davor zu warnen. Wenn darin Aspekte sind, die dem Fragesteller helfen, bitte. Ich war da auch mal sehr überzeugt von und es hat auch erstaunlich gut, innerhalb der Limitationen, funktioniert. Rückblickend weiß ich nur, dass ich trotz Jahrzehnte langen Übens über die Grenzen von damals nicht hinaus gekommen wäre und das lag eindeutig an BE.
Ich weiß nur, dass das von mir beschriebene Spielkonzept von Charlie aus erster Hand von Leuten wie u. a. Wynton, Faddis, Arturo etc. stammt und der Erfolg gibt ihnen ja augenscheinlich auch recht.

Es ist halt kein Wundermittel und es ist sehr "middle of the road". Vielleicht schreckt es deshalb ab, ich weiß es nicht.

Ich wollte deinen Versuch zu helfen aber keineswegs schlecht reden. Sorry, wenn das so rübergekommen ist.
Ich hoffe nach wie vor, dass der Fragesteller seine Probleme lösen kann. Ich bin sicher, das ist auch in deinem Interesse. Deswegen bitte nicht negativ auffassen, so war es nicht gemeint.

Der Fragesteller kann ja, hoffentlich unter Anleitung, durch ausprobieren und analysieren selbst herausfinden, was für ihn das funktionierende Spielkonzept ist. Anregungen sind ja jetzt ausreichend vorhanden.

Beste Grüße
Jens

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Re: Hohe Töne

Beitrag von Hochwälder » Mittwoch 9. Januar 2019, 14:56

Jens92 hat geschrieben:
Mittwoch 9. Januar 2019, 13:29
Viele, viele herausragende Bläser spielen zumindest nicht so wie Smiely es instruiert. Auch wenn es hier sicher Ausnahmen gibt. Diese bilden hier aber m. E. nicht die Regel.
Herausragende Bläser machen idR intuitiv vieles richtig und trainieren täglich viele Stunden. Wenn alles funktioniert, braucht man nichts zu ändern.
Wir sprechen aber hier von Amateurtrompetern, die, wenn sie motiviert sind, um eine Stunde am Tag trainieren und dennoch kein vernünftiges und fettes C3 spielen können, geschweige denn darüber.
MMn hast du das Konzept von Smiley nicht verstanden. Durch die Extremübungen soll der 'limitierte' Ansatz, der die Meisten unserer Zunft zum Spiel über den Linien und in der dritten Oktave einengt zu einem ausbalancierten, offenen Ansatz in allen Lagen führen. RI ist kein Spielansatz.
Natürlich ist es kein Allheilmittel, aber ein Mittel, einen über Jahre festgefahrenen Ansatz (Lippenstellung) intuitiv in die richtige Richtung zu bringen ohne Radikalumstellung, also normaler Spielbetrieb geht ohne Einschränkungen weiter.
Ich möchte aber jetzt nicht weiter darauf eingehen und hier damit abschließen, da ich schreibfauler bin als du. :D , alles andere kann man im BE-Thread intensivieren.
Charlie mag ich natürlich, sehr sympathisch, leider verstehe ich ihn kaum, habe mir auch Videos von ihm angeschaut.
:Uups: Rüdiger Baldauf ist mittlerweile auch BE-Coach (nach Uwe Zaiser). :Uups:
Schönen Gruß und weiter fleißig üben.
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Re: Hohe Töne

Beitrag von yogi » Donnerstag 17. Januar 2019, 00:53

Jens92 hat geschrieben:
Freitag 4. Januar 2019, 22:26
Auf die Gefahr hin, dass ich mich unbeliebt mache: Absolute Vorsicht und Finger weg von Smiley und BE! (bitte nicht als Angriff verstehen, Hochwälder)
Wenn du meinen Charlie Porter-Thread liest, weißt du wieso.

Gerne belege ich aber auch meine Bedenken:

Smiley schreibt, dass der sog. Farkas-Ansatz und das flache Kinn ineffizient seien: "The answer is, a flat chin is not bad; it's inefficient."

Weiter schreibt er über die Lippenfunktion: "They are the primary valve which controls the air pressure of the entire system. When the lips roll in (close) and resist the air, compression increases and pitch goes up."

Deswegen rät er ausdrücklich: "As already explained, the muscles around the lips move towards the mouthpiece when ascending."

Smiley rät also eindeutig zu einem wortwörtlichen Einrollen der Lippen, das die schwingende Fläche verkleinert. Auch die Muskulatur soll in Richtung Mundstück arbeiten, vor allem wenn es höher geht.

Hier siehst du, wohin das führt:

https://www.youtube.com/watch?v=lLE_-ly8hrQ&t=2793s -> 48:40 bis 48:50, 49:20 bis 49:25 und vor allem von 49:52 bis 49:56
selbst auf die Gefahr, daß ich mich unbeliebt machte ... das Video zeigt m.E. eine durch Druck und Einsatz ins Lippenrot verhärtete Oberlippe. Ich kenne Charlie Porter nicht, kann mir aber nur schwer vorstellen, daß man damit auf Dauer schmerzfrei Lead in einer besseren Bigband durchhalten kann.
Zu BE: die Übungen sollen "das System" in die richtige Richtung lenken. Es ist richtig, daß es Übungen zur Käftigung der Lippenmuskulatur, zum Einrollen usw. gibt. Diese dienen m.E. aber nur dazu, sich vom Mundstückdruck zu befreien und Kontrolle zu gewinnen.
Ich dachte anfänglich auch, daß durch Lip Clamp und RI der Ton immer flach und eng klingen wird, aber das gibt sich mit der Zeit (und TOL) :wink:

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